Nachschau - Veranstaltung am 27.05.2015

 
 

Buchvorstellung

 

am Mittwoch, 27. Mai 2015, 18.30 – 20.00 Uhr
(Einlass ab 18.00 Uhr)
im Presse- und Besucherzentrum
des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung
Dorotheenstraße 84, 10117 Berlin
Eingang PBZ, Reichstagsufer

 

*****

 
Eigenbericht der Sektion Berlin

Militärisch-Industrieller Komplex?

Rüstung in Europa und Nordamerika nach dem Zweiten Weltkrieg

Podiumsdiskussion und Buchpräsentation im Bundespresseamt

Von Dr. Florian Seiller
Foto v.l.n.r.: Ministerialdirektor Dr. Tilman Seeger (stellvertretender Chef des Presse- und Informationsamt der Bundesregierung), Oberst Prof. Dr. Winfried Heinemann (Chef des Stabes im ZMSBw), OTL Dr. Dieter H. Kollmer (Fachprojektleiter im ZMSBw), Dr. Florian Seiller (GSP-Sektionsleiter Berlin), Prof. Dr. Holger Mey (Airbus Defence and Space), PD Dr. Fritz Felgentreu (MdB, SPD) und Christoph Prössl (Korrespondent NDR Hörfunk). - Foto: Lisa Matthiolius / ZMSBw

Am 27. Mai 2015 fand im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Berlin im Beisein des Mitglieds des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages Dr. Fritz Felgentreu, MdB (SPD) sowie namhafter Vertreter der Medien, Wissenschaft und Industrie die Präsentation des von Dr. Dieter H. Kollmer für das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) herausgegebenen Buches „Militärisch-Industrieller Komplex? Rüstung in Europa und Nordamerika nach dem Zweiten Weltkrieg“ statt.

Im Rahmen der sehr gut besuchten Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Berliner Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) und der Berlin-Brandenburger Sektion der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) erfolgte, fand eine Podiumsdiskussion mit Bundestagsabgeordneten Dr. Felgentreu und dem Herausgeber statt. Ergänzt wurde das Podium durch Prof. Dr. Holger Mey von Airbus Defence and Space und einem der Autoren des Buches, GSP-Sektionsleiter Dr. Florian Seiller. Die Moderation übernahm Christoph Prössl vom NDR-Hörfunk (ARD-Hauptstadtstudio).

Neben den derzeit virulenten Themen wie den Problemen mit dem G 36 und dem Airbus A 400M wurden auch Fragen in Bezug auf das Buch diskutiert, etwa ob es in Deutschland einen „Militärisch-Industriellen Komplex“ gibt. Auf dem Podium war man einhellig der Meinung, dass die Rüstungsgüterbeschaffung in Deutschland nicht mit der z.B. in den USA oder in Frankreich vergleichbar sei. Daher müsse man hierzulande eher von einer Politik des „Rüstungsinterventionismus“ ausgehen. Dieser Begriff umschreibt eine Form der Ordnungspolitik, mit der der Staat im Idealfall rüstungswirtschaftliche Prozesse so steuert, dass wichtige volkswirtschaftliche Globalgrößen im Rahmen der gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrt positiv beeinflusst werden.

Das Buch enthält zwölf Beiträge von ausgewiesenen Experten aus sieben Nationen und wirft einen vergleichenden Blick auf die unterschiedlichen Formen der Rüstungsgüterbeschaffung in ausgewählten Staaten.

Nähere Informationen zum Buch:

http://www.rombach-verlag.de/katalog/rombach/buch/details/militaerisch-industrieller-komplex.html

 
Nach oben Zurück