Bundespresseamt

Newsticker

  • Mi, 26. Oktober 2016
    Bonn
    Vortrag und Diskussion
    "Salafismus und Jihadismus -
    Ausprägungen und Attraktivität"
     
  • Mo, 31. Oktober 2016
    Berlin
    Vortrag und Diskussion
    "Globale Herausforderungen vs neue Globale
    Strategie - eine adäquate Antwort der EU?"
     
  • Vorankündigung

    Neue Posterausstellung

    Buchrezensionen

    Wir erinnern

    60 Jahre Bundeswehr

    Vom Master Sergeant zum Rekrut

    Aus kleinen Anfängen zur starken Truppe
    Von Peter E. Uhde
    Foto: Bundesarchiv
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    Himmerod - Oktober 1955:

    Im Eifelkloster wird „geheim“ gedacht

    Von Peter E. Uhde
    Foto: Langec
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    September 1955:

    Bundeskanzler Adenauer
    erstmals in Moskau

    Von Peter E. Uhde
    Foto: Bundesarchiv
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    Mitte 1955:

    Grundlagen für den Bundeswehraufbau 1955

    Von Peter E. Uhde
    Foto: Bundesarchiv
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    7. Juni 1955:

    Drei neue Minister -
    Blank, von Brentano, von Merkatz

    Von Peter E. Uhde
    Fotos: Bw/KAS/ACDP
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    1. Mai 1960:

    U-2 Aufklärungsflugzeug
    über Sowjetunion abgeschossen

    Von Peter E. Uhde
    Foto: CIA
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    Die Brücke von Torgau 1945:

    Begegnung an der Elbe

    Von Peter E. Uhde
    Foto: Allan Jackson
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    Stockholm, 24. April 1975

    OTL i.G. von Mirbach ermordet

    Von Peter E. Uhde
    Foto: OSH FMZ / Schöne
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    Korea

    Der nicht beendete Krieg

    Von Peter E. Uhde
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    Jalta 1945:

    Konferenz der „Großen Drei“

    Von Peter E. Uhde
    Foto: USA C-543 (Color)
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    Rumänien 1989:

    Das Ende des Ceausescu-Regimes

    Von Peter E. Uhde
    Foto: Rainer Mittelstädt
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    Unser Leitbild

    Organ der GSP

    Partner der GSP

    DWT
    DtAtlGes
    Bundeswehrverband
    CiDAN
    RollUp

    19. Atlantischer Sommer

    US - Außen-und Sicherheitspolitik zwischen Kontinuität und Wandel

    Verfasst von Peter Boswell, Praktikant der Atlantischen Akademie
    v.l.n.r.: Giorgio Franceschini (HSFK), Dr. Josef Braml (DGAP), Oberst a.D. Gerd-Heinz Haverbusch (GSP) und Dr. David Sirakov (AA). - Foto: GSP
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    Strong Europe: Besuch bei U.S. Army Europe - USAREUR - in Wiesbaden

    Von Dr. Heinz Neubauer
    Gruppenfoto vom GSP-Besuch bei USAREUR. - Foto: Peter Mock/USAREUR

    Am letzten Juli-Samstag besuchten knapp 80 Gäste USAREUR in der Lucius D. Clay-Kaserne in Wiesbaden-Erbenheim. Dazu hatten die acht GSP-Sektionen in Baden-Württemberg und die regional zuständigen Jugendoffiziere der Bundeswehr eingeladen.

    Neben Mitgliedern und Gästen waren auch Freunde der GSP aus dem benachbarten Österreich, der Schweiz und Frankreich der Einladung gefolgt.

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    Wir erinnern

    Die Nationalhymne: Das „Lied der Deutschen“

    Vor 175 Jahren schrieb es Hoffmann von Fallersleben

    Von Peter E. Uhde
     
     
     

    Das Verhalten des Diskus-Olympiasiegers Christoph Harting bei der Siegerehrung als die Nationalhymne gespielt wurde, gab Anlass zu heftigen Kommentaren in der Öffentlichkeit. Aber nicht nur dieser Moment, auch bei den Spielen der Fußball-Europameisterschaft, gab es immer wieder Diskussionen über das Singen oder Nichtsingen der Nationalspieler. Grund also um einmal auf die Geschichte des Deutschlandliedes einzugehen, das als „Staatssymbol“ anerkannt ist.

    Für die Gründungsväter der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland war eine Nationalhymne kein Thema. Erst nach Verabschiedung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 wurde das Fehlen einer Bundeshymne bedauert.

    Bundespräsident Theodor Heuss schlug daher an der Jahreswende 1950/51 den Text „Hymne an Deutschland – Land des Glaubens, deutsches Land, Land der Väter und der Erben“ von Rudolf Alexander als Hymne vor, konnte sich damit aber nicht durchsetzen.

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    Deutschlandfunk - Interview

    Nato und Russland

    "Schmutzigen realpolitischen Kompromiss" schließen

    Professor Dr. Johannes Varwick

    Der Politikwissenschaftler Johannes Varwick, Professor für Internationale Beziehungen an der Martin-Luther-Universität Halle - Wittenberg und Vizepräsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., hält die Maßnahmen der Nato gegen Russlands Außenpolitik für notwendig. Allerdings dürften sie nur ein Baustein in der Auseinandersetzung mit Moskau sein, während gleichzeitig auf politischer Ebene Kompromisse ausgehandelt würden, sagte Varwick im DLF. Dazu müsse die Krim-Annexion vorerst hingenommen werden.

    Deutschlandfunk - Podcast: Johannes Varwick im Gespräch mit Dirk Müller.

    Johannes Varwick zur NATO: "Zwischen Verteidigungsallianz und Weltpolizei"

    Zur Diskussion gestellt

    Der Brexit und die Sicherheit für Europa

    Von Kersten Lahl
    Kersten Lahl

    „Rache ist mein Gewerbe“ - so formuliert es der Räuberhauptmann Karl von Moor in einer seltsamen Mischung aus Charakterfestigkeit, Wagemut und Tollkühnheit. So mancher mag sich nach dem jüngsten Ausgang des britischen Referendums zur EU in ehrlichem Zorn nur allzu gerne an Schillers tapferem Helden orientieren.

    „Und in der Tat: „The tiny rest of Europe“ (aus der reichlich verengten Sicht über den Ärmelkanal hinweg) steht vor einem nur schwer lösbaren Dilemma:

    -

    Einerseits darf, sobald der Artikel 50 des EU-Vertrages durch das Vereinigte Königreich aktiviert ist, auch nicht nur der geringste Zweifel aufkommen, dass niemand unter diesem Beschluss mehr leiden wird als die Briten selbst. Denn bewahrheiteten sich klar erkennbar die unsäglich zurechtgebogenen Prognosen der Brexit-Befürworter, dann würde das europaübergreifend zwangsläufig zu weiteren Zerfallserscheinungen und zu einem Erstarken rechtspopulistischer nationalistischer Gesinnungen führen. Das zu verhindern ist ein wichtiges Gebot in schwieriger Stunde.

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    Andererseits kann niemandem daran gelegen sein, die Briten nun zu isolieren. Dazu sind sie politisch, wirtschaftlich und kulturell einfach zu wichtig. Wir müssen sie schon aus wohlverstandenem Eigeninteresse so weit wie nur irgend möglich im Boot behalten - Ärger über den Brexit hin oder her. Eitles Schmollen oder gar strafende Rache, das geht gar nicht und käme einer masochistisch anmutenden Strategie gleich.

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    33. Kulturwissenschaftlicher Dialog

    Strategie neu denken – Wissen was man erreichen will

    Clausewitz im Mittelpunkt des Dialogs

    Von Peter E. Uhde

    Carl von Clausewitz stand im Mittelpunkt des 33. Kulturwissenschaftlichen Dialogs sowie der Pilotkonferenz der gemeinsam von der Österreichischen Militärischen Zeitschrift (ÖMZ) und der Europäischen Militärpresse Vereinigung (EMPA) vom 21. bis 24. Juni durchgeführten Veranstaltung. Tagungsort war die Landesverteidigungsakademie (LVA) in Wien. Sie ist Trägerin der sicherheitspolitisch-militärwissenschaftlichen Forschung und Lehre in Österreich. Als schöpferischer Denker ist der preußische General wieder mehr in den Focus der Öffentlichkeit gerückt. Nicht nur in Militärkreisen, auch in Politik und Wirtschaft wird von Strategie gesprochen und auf Clausewitz zurückgegriffen. Sein allseits bekanntes und anerkanntes Werk „Vom Kriege“ ist in zahlreichen deutschen Ausgaben und in vielen Sprachen erschienen.

    Der Soldat und Militärphilosoph

    Einige Anmerkungen zur Person Carl von Clausewitz. Er wurde am 1. Juni 1780 in Burg bei Magdeburg geboren. Als zweitjüngstes von sechs Kindern stammte er aus einer Theologen- und Beamtenfamilie. Sein Vater wurde als Secondeleutnant im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) verwundet, erhielt seinen Abschied aus preußischen Diensten und wurde königlicher Steuereinnehmer. Die bescheidenen Familienverhältnisse führten dazu, dass der junge Carl mit zwölf Jahren als „Junker“ d.h. Gefreiter-Korporal, in das Infanterieregiment Prinz Ferdinand in Potsdam eintrat. Hier dienten bereits zwei seiner älteren Brüder. Mit 13 Jahren, am 20. Juli 1793, wurde er Fähnrich und 1795 Secondeleutnant. Nach dem Krieg verlegte das Regiment in die Garnison Neuruppin. Die nächsten Jahre nutzte er dazu, seine ungenügende Schulbildung durch Selbststudium zu verbessern.

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    Sicherheitspolitik interessiert die Bürger

    Von Peter E. Uhde

    Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) hat eine neue Studie „Sicherheits- und verteidigungspolitisches Meinungsklima in der Bundesrepublik Deutschland“ veröffentlicht. In diesem Forschungsbericht sind die Ergebnisse und Analysen der Bevölkerungsbefragung 2015 zusammengefasst. Schon seit 1996 wird diese Studie regelmäßig erarbeitet und ist damit „die längste und aktuellste Zeitreihe sicherheits- und verteidigungspolitischer Umfragen in Deutschland.“ Sicherheitsgefühl und Bedrohungswahrnehmung der Bürger ändern sich je nach Ereignissen im nahen oder weiteren Umfeld. Hieraus resultieren Einstellungen zum außen- und sicherheitspolitischen Handeln der Bundesregierung. Befragt wurden nach dem Zufallsprinzip 2653 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren, die in Privathaushalten in Deutschland leben.

    Subjektive Sicherheit

    Vorangestellt fassen die Autoren (Heiko Biehl, Chariklia Höfig, Markus Steinbrecher, Meike Wanner) die Ergebnisse kurz zusammen. Im Gegensatz zum Vorjahr wird die Sicherheitslage in Deutschland deutlich schlechter bewertet. Persönlich fühlen sich die Bürger sicher, aber im Vergleich zum Vorjahr ist das Sicherheitsgefühl gesunken. Militärische Angriffe bzw. kriminelle Gefahren werden häufiger als bedrohlich empfunden. In weiteren Abschnitten untersucht die Studie die Haltung der Bürgerinnen und Bürger zur Bundeswehr und bewertet den Kontakt von Bundeswehr und Gesellschaft. Die Attraktivität des Arbeitgebers Bundeswehr und die Bewertung des Claims „Wir. Dienen. Deutschland“ werden in den nächsten Kapiteln bewertet.

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    DWT - Jahrestagung 2016

    Neue Einsatzszenarien haben Auswirkungen auf die Wehrtechnik

    Jahrestagung der DWT: Krisenerkennung und Krisenbewältigung

    Von Peter E. Uhde
    DWT-Präsident Gerhard Schempp begrüßte die Delegierten - Foto: Frank Kühnrich

    Nach der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT) findet traditionell die Jahrestagung statt. „Krisenerkennung und Krisenbewältigung“ lautet die diesjährige Überschrift. Markus Kaim, der Forschungsgruppenleiter Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik befasst sich mit diesem Thema.

    Aus dem Verteidigungsministerium ist der Abteilungsleiter Strategie und Einsatz Generalleutnant Dieter Warnecke in die Bad Godesberger Stadthalle gekommen, um am 10. Mai 2016 Rede und Antwort zu stehen. Der vorgesehene dritte Referent aus dem Auswärtigen Amt fällt krankheitsbedingt aus. Gerhard Schempp, Präsident der DWT, „der neutralen Dialog und Informationsplattform“ erläutert in seiner Begrüßung und Einführung die thematische Wahl der Jahrestagung, die sich mit zivilen und militärischen Aspekten von Krisen und Konflikten auseinandersetzt.

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    Zur Diskussion gestellt

    Zum Umgang mit einem nicht einfachen Verbündeten

    Von Kersten Lahl
    Kersten Lahl

    Heinrich Mann lässt seinen Professor Unrat in dem gleichnamigen Werk mehrfach in eine „Panik des Tyrannen, der einer Widersetzlichkeit durch kopfloses Wüten begegnet“, verfallen. Zwar entstammt - „aufgemerkt nun also!“ - der Protagonist längst vergangenen wilhelminischen Zeiten. Aber wer denkt da nicht unwillkürlich auch an ganz aktuelle und zugleich merkwürdig befremdende Zusammenhänge?

    Nun rechnet sich unser GSP-Blog nicht dem Genre der Satire zu, kann daher auch nicht auf die Gnade der künstlerischen Freiheit hoffen. Von daher wäre es durchaus nicht ohne Risiko, die jüngst aufgeworfene Debatte um Böhmermann und andere erneut aufzugreifen. Das ist hier auch nicht die Absicht. Trotzdem: Nachdem einige halbwegs beruhigende Wochen die medialen Wogen notdürftig ein wenig geglättet haben, sollte eine sachliche Auseinandersetzung um einige für die deutsche Sicherheitspolitik zentrale Fragen erlaubt - wenn nicht gar geboten - sein.

    Im Kern geht es um die - unser Professor Unrat würde sagen „immer mal wieder“ - sinnstiftende Frage, ob die vielbeschworenen europäischen Werte nur solange praktische Relevanz erhalten (sollten), wie sie unseren vitalen Interessen nicht entgegenstehen. Oder anders ausgedrückt: Gibt es eine Schwelle, an der die sogenannte Realpolitik alles andere überstrahlt? Oder noch schärfer formuliert: Legen wir auf unsere Werte auch bei Schlechtwetter „wert“?

    Im Fall der Türkei wissen wir sehr wohl, wie entscheidend dieses Land auch für unsere eigene Sicherheit war und noch ist. Im Kalten Krieg kam ihm eine unverzichtbare Rolle als südostlicher Eckpfeiler der Nato zu - nicht zuletzt aufgrund seiner geostrategischen Lage mit der Beherrschung der Schwarzmeerzugänge. Und auch heute bleibt die türkische Relevanz ungebrochen: Etwa als Brücke zwischen Europa und Asien, als islamisch geprägter Bündnispartner, als wichtiges Scharnier für die europäische Energieversorgung, als gefühlte Heimat türkischstämmiger Migranten in Deutschland. Und jetzt: Als Transitland für - in ihrer schieren Zahl uns Europäer zu überfordern drohende - Flüchtlinge und Asylsuchende aus arabischen und asiatischen Regionen. Da mag niemand behaupten: Die weitere Ausrichtung der türkischen Politik kann uns gleichgültig sein.

    Mit genau dieser Erkenntnis kollidieren freilich jüngste Beobachtungen, die sowohl einzeln als vor allem in ihrer Summe einigermaßen verstören, und die sich aus nicht ganz einsichtigen Gründen offenbar rapide verstärken. Es scheint, dass sich die Türkei dummerweise genau in der Zeit von unseren politischen Glaubensgrundsätzen entfernt, in der wir eine enge Zusammenarbeit so dringend brauchen. Kalkül oder Zufall? Jedenfalls bringt uns das in eine schwierige Konfliktlage, die da lautet: Was dürfen wir uns zumuten, um unsere sicherheitspolitischen Interessen zu wahren? Wo liegt eine vertretbare Balance im pragmatischen Handeln? Und auch: Wie können wir am besten auf den weiteren Kurs der türkischen Regierung Einfluss nehmen - durch „klare Kante“ oder durch zähneknirschende Zugeständnisse auch wider unsere innere Überzeugung?

    Eine Antwort in diesem geradezu klassischen Dilemma ist alles andere als leicht. Zu viel steht auf dem Spiel. Aber sprechen und - bitte sachliche! - Argumente austauschen muss man darüber. Gerade auch hier im GSP-Blog.

     

    POL & IS

    POL&IS-Veranstaltung im Schullandheim der Region Hannover in Torfhaus (Harz)

    “Das war megageil!“

    Von Jürgen Hockemeier
    Die 40 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Adolfinum mit den Jugendoffizieren sowie den Politiklehrern Volkmar Heuer-Strathmann, Björn Haßelmann und der Referendarin Muradiye Öztürk. - Foto: Volkmar Heuer-Strathmann

    Es war das erste Mal, dass die Sektion Minden POL&IS mehrtägig mit Schülern durchführte. Politik und Internationale Sicherheit (POL&IS) ist ein komplexes handlungsorientiertes interaktives Planspiel, in dem politische, wirtschaftliche, ökologische und finanzielle Beziehungen von 9 (in diesem Fall) Weltregionen simuliert werden. Eine große Rolle spielen Sicherheitsprobleme. Politische Konflikte zwischen Guerillaorganisationen und einzelnen Staaten werden simuliert – die Sicherheit der eigenen Bevölkerung muss garantiert werden. Darüber hinaus gilt es durch geschickten Welthandel das wirtschaftliche Wohlergehen der eigenen Regionen zu sichern und vor allem dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung ernährt werden kann. Jede Region wird von einer Regierung, die aus dem Regierungschef (zugleich Umweltminister), einem Staatsminister und einem Wirtschaftsminister besteht, geführt. Hinzu kommen außerstaatliche Rollen, diese bestehen aus der Weltpresse, der Weltbank und dem UN-Generalsekretär. NGOs wie Greenpeace, Ärzte ohne Grenzen und Amnesty International sind vertreten. Von der Spielleitung werden ‚Ereignisse‘ generiert, die das Spiel zusätzlich erschweren, so gibt es Streiks, Aufstände sowie regionale Konflikte. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass erfolgreiche Sicherheitspolitik unbedingte Voraussetzung für das Prosperieren der eigenen Region ist.

    Die Konflikte und Beziehungskrisen werden in einer Art UN-Vollversammlung erörtert, dort werden Reden gehalten, Bündnisse entwickelt sowie Verträge abgeschlossen und sogar Boykottmaßnahmen bei Vertragsbruch angesprochen. Im Grunde entsteht in POL&IS ein vereinfachtes gleichwohl realistisches Weltmodell.

    Hauptmann Dr. Martin Neumann am Hauptspielfeld. - Foto: Volkmar Heuer-Strathmann
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    Aktuelles

     

    Ein neues großes Projekt unter Teilnahme der GSP

    Von Gerd-Heinz Haverbusch
    Generalleutnant a.D. Kersten Lahl war kompetenter Fachmann zum Thema „Freiheit und internationale Sicherheit“. - Foto: GSP

    Es ist eine so anspruchsvolle wie ehrgeizige Initiative: Vom 3. bis 5. März 2016 fanden die 1. Ahrweiler Freiheitswochen mit bemerkenswertem Erfolg statt. Das Motto des dazu neu gegründeten Fördervereins mit seinem Vorsitzenden Horst Gies (MdL) an der Spitze spricht für sich: „Freiheiter – Freiheit und Frieden durch Begegnung und Dialog“. Im Mittelpunkt des Projekts stand und steht folgerichtig eine Vielzahl von Veranstaltungen und Projekten, welche die unterschiedlichen Facetten der Freiheits- und Friedensfrage aufgreifen und damit ein tolerantes Miteinander von Bürgern, Gesellschaften, Nationalitäten, Religionen und z.B. von Wissenschaft, Sicherheit und Kunst fördern.

    Die Region Ahrweiler eignet sich bestens, das Thema Frieden und Freiheit in all seinen unterschiedlichen Facetten zu beleuchten. Dies mit der Dokumentationsstätte Regierungsbunker (europäisches Kulturerbe), der Brücke von Remagen mit dem Friedensmuseum, der ehemaligen Ahrweiler Synagoge, der Goldenen Meile sowie dem Bahnhof Ahrweiler, an dem 1989 aus Prag der erste Zug mit Flüchtlingen der DDR ankam, die dann hier ihre vorübergehend neue Bleibe fanden.

    Auch die Namen der Protagonisten der 1. Ahrweiler Freiheitswochen bürgen für höchste Qualität: So stellte sich der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht, Prof. Dr. Paul Kirchhof, als Schirmherr zur Verfügung und setzte mit seinen Ansprachen zur Eröffnung im ehemaligen Regierungsbunker Ahrweiler bzw. beim Festabend im Kursaal beachtenswerte Impulse zum Thema Freiheit. Der erste Preisträger des jährlich zu vergebenden „Freiheiter-Preises“ wiederum war kein Geringerer als Hans-Dietrich Genscher, der frühere Bundesaußenminister, mit dessen Namen nicht zuletzt das größte deutsche Freiheitsereignis, der Fall der Mauer mit der darauf folgenden Deutschen Einheit, untrennbar verbunden ist.

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    Zur Diskussion gestellt

    Zurück zum guten alten Kalten Krieg?

    Von Kersten Lahl
    Kersten Lahl

    Die Münchner Sicherheitskonferenz 2016 ist beendet. Zwei Dinge bleiben: Erstens die vage Hoffnung auf einen baldigen Waffenstillstand in Syrien als unabdingbare Voraussetzung für eine Beendigung des Bürgerkriegs. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie wichtig den diversen Akteuren humanitäre Fragen wirklich sind, oder ob andere offene oder verdeckte Interessen die Oberhand behalten.

    Und zweitens die Behauptung des russischen Ministerpräsidenten, wir befänden uns bereits wieder im Kalten Krieg, und dafür sei die Nato verantwortlich. Doch was meint Medwedjew damit? Ist es der verzweifelte Versuch, eine weitere internationale Eskalation zu verhindern, also mit Blick auf die aktuellen Krisen insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten zur allseitigen Vernunft zu mahnen? Oder ist hier eher der Wunsch der Vater des Gedanken?

    Selbst wenn man zugesteht, auch im Westen sei in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten so mancher Fehler gemacht worden: Man kann ja schlecht behaupten, die russische Führung sei völlig unschuldig an der derzeitigen Verhärtung. Putin hat vielmehr seine außenpolitische Handlungsfreiheit sehr gezielt und mit strategischem Kalkül genutzt, und das ziemlich kompromisslos in Richtung Konfrontation. Warum also diese einseitige Schuldzuweisung an uns?

    Erinnern wir uns: Der Kalte Krieg war geprägt von einer bipolaren Weltordnung, in der die beiden Supermächte USA und Sowjetunion zwangsläufig auf Augenhöhe miteinander konkurrierten - aus heutiger russischer Sicht eine goldene Zeit, was eigenes Gewicht und internationale Reputation betrifft. Welch ein Unterschied zur bitteren Gegenwart: Russland ist, wenn man alle Kriterien berücksichtigt, kaum noch mehr als eine mittlere Großmacht (oder trifft große Mittelmacht die Lage besser?) in einer multipolaren Welt, in der längst nicht mehr alles einer einfachen Logik folgt. Von Augenhöhe mit den USA kann jedenfalls schon lange keine Rede mehr sein.

    Dummerweise zeigt der Trend auch eher nach unten, sowohl was die ökonomische als auch die politische Perspektive betrifft. Und ob eine militärische Aufrüstung - tatsächlich und vor allem auch verbal - das ausgleichen kann, bleibt fraglich. Kritisch wird diese Entwicklung für die russische Führung spätestens dann, wenn die Mehrheit seines Volk das nicht mehr so klaglos wie bisher akzeptiert. Was liegt also näher, als auf außenpolitischem Terrain für eine gewisse Ablenkung von der Misere im Inneren zu sorgen und damit zugleich den eigenen Nationalstolz zu fördern?

    Ein neuer Kalter Krieg käme da gerade recht - frei nach dem Motto: Viel Feind, viel Ehr. Er garantiert die ersehnte Augenhöhe mit dem Westen und den internationalen Respekt. Was wiegen angesichts solcher Chancen schon die Risiken?

    Nur: Zu einer bipolaren Welt gehören immer zwei. Wir sollten und können uns - auch angesichts der globalen Komplexität - auf dieses Spiel nicht einlassen. Und das heißt im Klartext für uns: Kein einengendes Ost-West-Denken oder gar militärisches Säbelrasseln, dafür ehrlicher Dialog, breite internationale Lösungsansätze, Kompromissbereitschaft, langfristig ausgerichtetes Denken und Handeln. Oder anders ausgedrückt: Wir sollten Russland sehr wohl legitime Gewinne erlauben, und warum nicht auch außenpolitisch. Wir sollten ihm helfen, seine insbesondere wirtschaftlich verheerende Lage zu überwinden. Wir sollten es auf keinen Fall in die Knie zu zwingen oder zu demütigen versuchen - ganz im Gegenteil. Wir sollten uns aber auch nicht in eine Ecke drängen lassen, die sich als Sackgasse erweist.

     
     

    Wir erinnern

    Ohne Appell und Parade: Auflösung des Warschauer Pakts 1991

    Von Peter E. Uhde
     

    Auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz im Februar wurde der Begriff „Kalter Krieg“ wieder gebraucht. Die Zeit der Ost-West-Konfrontation zwischen den Blöcken der westlichen freien Welt und des östlichen sozialistischen Machtsystems wurde in Erinnerung gerufen. Das militärische Machtpotential des Ostblocks stellte die Warschauer Vertragsorganisation (WVO) dar. Ein Blick auf den sogenannten „Warschauer Pakt“ (WP), seine Gründung, Funktion und Auflösung vor fünfundzwanzig Jahren spannt den Bogen der Sicherheitspolitischen Lage über fast fünf Jahrzehnte.

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    Grafik: WP-Logo: Fenn-O-maniC - Eigenes Werk / WP-Map - Lizenz: CC BY-SA 3.0