Nachschau - Veranstaltung am 18.08.2016

 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Innere Sicherheit in Deutschland und Europa

Ein europäischer Vergleich

 
Referentin:

Julia Weigelt

Fachjournalistin für Sicherheitspolitik

am Donnerstag 18. August 2016, 19:00 Uhr
im Haus Schütting
Am Markt 13, 28195 Bremen

 

Zur Veranstaltung:

„Ihnen ist es nicht gelungen die Franzosen zu beschützen.“ So lautet der Vorwurf des konservativen Abgeordneten Eric Ciotti an den Präsidenten Hollande nach den Anschlägern von Paris und Nizza, obwohl er den Ausnahmezustand ausgerufen hatte, der die Bürgerrechte massiv einschränkt und zudem den Einsatz des Militärs im Inneren erlaubt. Auch aus Brüssel erreichen uns beunruhigende Bilder nach den Attentaten. Sie zeigen uns ein massives Aufgebot an Sicherheitskräften, neben der Polizei, der Feuerwehren und den Rettungsdiensten auch immer wieder Soldaten.

In Deutschland rechtfertigt nur der „Innere Notstand“, eine drohenden Gefahr für den Bestand des Bundes oder seine freiheitliche demokratische Grundordnung den Einsatz von Soldaten. Wann ist diese Gefahr gegeben?

Das neue Weißbuch der Bundesregierung (https://www.bmvg.de/portal/a/bmvg) führt in diesem Zusammenhang zwei neue Begriffe in die Diskussion ein, den der hybriden Bedrohung und den der Resilienz. Sie greift damit eine laufende Diskussion auf, die die Fragen nach den Bedrohungen stellt, denen unsere offene, pluralistische Gesellschaft ausgesetzt ist und die Frage nach der psychischen Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft. Als eine Aufgabe der Bundeswehr werden unter der Überschrift Heimatschutz u.a. „Beiträge zur Terrorabwehr im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung gefordert“ ...... „um zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge und zur Resilienz von Staat und Gesellschaft beizutragen.“

Auch andere gesellschaftliche Gruppierungen haben die Frage aufgeworfen, wie die Innere Sicherheit in unserem Land gestärkt werden kann.

Der Vortrag von Frau Weigelt wird in die gegenwärtig in Deutschland geführte Diskussion einführen und wo es möglich ist, einen Blick auf die Politik und das Instrumentarium der Inneren Sicherheit unserer Nachbarn tun.

Zur Referentin:

JULIA WEIGELT (Jahrgang 1983) ist Fachjournalistin für Sicherheitspolitik. Sie schreibt über Bundeswehr, Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Sie arbeitet für die Deutsche Presseagentur, den Hörfunk (NDRinfo, Deutschlandradio Kultur, Hessischer Rundfunk) sicherheitspolitische Magazine, Tageszeitungen und Stiftungen. Sie hält Vorträge, und Seminare und moderiert Podiumsdiskussionen.

Nach dem Studium der Soziologie, Kunstgeschichte und Kulturanthropologie wurde sie nach einem Volontariat bei einer Tageszeitung als Redakteurin weiter beschäftigt. Journalistische Fort- und Weiterbildungen im Bereich Rundfunk bei der ARD und an der ZDF-Medienakademie, eine Sprecherausbildung in der Akademie für professionelles Sprechen erlaubten es ihr sich in Hamburg mit dem Journalistenbüro SICHERLICH selbstständig zu machen.

Auszeichnungen erhielt die Autorin für ihre Serie „Von Fulda nach Afghanistan“. Dafür begleitete sie über ein Jahr lang einen Bundeswehrsoldaten und reiste dafür erstmals an den Hindukusch. Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger prämierte die Serie mit dem Hessischen Jungjournalistenpreis.

Für ihren Text „Wenn harte Männer weinen“ über Belastungen im Polizeidienst wurde die Autorin mit dem Medienpreis für herausragende Polizeiberichterstattung der Mörtl-Stiftung ausgezeichnet.

Eine Afghanistan-Recherche über die Zusammenarbeit von deutschen und afghanischen Sicherheitskräften erhielt den Journalistenpreis der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik.

Die Journalistin ist Vorstandsmitglied des sicherheitspolitischen Netzwerkes "Women in international Security" und leitet dessen Hamburger Gruppe.

 
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