Nachschau - Veranstaltung am 06.04.2017

 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Weltweite Wasserknappheit
als außen- und sicherheitspolitische Herausforderung

 
Referent:

Jörg Barandat

Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg
 

am Donnerstag, 06. April 2017, 19.00 Uhr
in der Stadthalle Detmold, Kleiner Saal
Schloßplatz 7, 32756 Detmold

 

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vom 08.04.2017

Experte warnt vor Wasserknappheit

Vortrag: Das Thema wird Jörg Barandat von der Bundeswehruni Hamburg zufolge bei der Außen- und Sicherheitspolitik immer wichtiger

v.l. Dr. Karl-Hans Schloßstein, Sektionsleiter Detmold; Referent Jörg Barandat; GSP-Landesvorsitzender NRW, Brigadegeneral a.D. Gerhard Kemmler. - FOTO: GOCKE

Detmold (tog). Wasser ist in unseren Breitengraden eigentlich überall und problemlos zu bekommen. Seine Verfügbarkeit stellt auf den ersten Blick keine besondere Aufgabe dar. Auf den zweiten zeichnet sich aber eine ganz andere Problematik ab, die Jörg Barandat von der Bundswehruniversität Hamburg in den Mittelpunkt seines Vortrags in der Detmolder Stadthalle rückte.

„Man mag sich zu Recht die Frage stellen, inwiefern dieses Thema für uns hier im nassregnerischen Mitteleuropa eine sicherheitspolitische Relevanz haben sollte", sagte Barandat. Wie bedeutend der Rohstoff für den Menschen eigentlich ist, machte der· Referent zunächst mit einer Zahl deutlich: „Denn obwohl wir auf dem blauen Planeten jede Menge Wasser haben, herrscht aber kein überfluss. Der Großteil ist Salzwasser, oder in den Polkappen gebundenes Eis", so der Dozent weiter. Am Ende bliebe gerade einmal ein · Prozent der Gesamtmenge für den Menschen nutzbar.

Durch die Veränderung von Umweltbedingungen kämen jetzt jedoch auch die Wasserkreisläufe, wie man sie bislang kennt, in Bewegung. Deshalb könnten in Zukunft wesentlich größere Gebiete an Knappheit leiden als bislang. Prognosen und Modelle in dieser Richtung hätten zwar keine Garantie auf Erfüllung, „aber ein Großteil der Forscher geht davon aus, dass ·es wahrscheinlich so kommen könnte", sagte der Referent zu einem Modell, wonach auch in Europa das Wasser bis 2025. weniger werde.

Sehr viel direkter werde das Thema allerdings relevant, wenn etwa südlich der Sahara immer mehr Menschen um immer weniger Wasser ringen müssten. „Der Tag andern für sie das Wasser ausbleibt, ist der Tag, an dem sich diese Menschen auf den weg zu einem anderen Ort machen", ist sich Jörg Barandat sicher. Probleme, die aus dem verschwindenden Wasser resultieren, ließen sich nur üb.er politische Grenzen hinweg mit vielen Partnern in den Griff bekommen, so der Referent.

Zu dem Vortrag eingeladen worden war er von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Lippe.

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