Nachschau - Veranstaltung am 29.11.2016

 
 
mit dem Thema

Das neue Weissbuch
der Bundesregierung zur Sicherheitspolitik

 

am Dienstag, 29. November 2016
im Detmolder Residenzschloss
Schloßplatz 1, 32756 Detmold

 

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Bericht der Sektion Lippe - Detmold

„Detmolder Schlossgespräche zur Sicherheitspolitik“

Vielversprechende Auftaktveranstaltung

vlnr.: Stephan Prinz zur Lippe; Gerd Kemmler; Kersten Lahl; Winfried Nachtwei; Karl-Hans Schloßstein. - Foto: GSP

„Das neue Weissbuch der Bundesregierung zur Sicherheitspolitik" war Gegenstand einer lebhaften und äußerst informativen Podiumsdiskussion im Residenzschloß Detmold. Die Sektion Lippe-Detmold (Sektionsleiter Dr. Karl-Hans Schloßstein) hatte dazu als Experten Generalleutnant a.D. Kersten Lahl und den ehemaligen Bundestagsabgeordneten, Verteidigungspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion ,eingeladen. Moderiert wurde die Veranstaltung von BG a.D. Gerd Kemmler, Landesvorsitzender NRW der GSP. Nach einer Vorstellung der Entstehungsgeschichte des Weissbuchs unter weit gespannter Mitwirkung einer Reihe von politischen und gesellschaftlichen Institutionen, auch ausländischen, widmeten sich die Diskutanten schwerpunktmäßig zunächst der Frage, ob das WB tatsächlich den darin formulierten hohen Ansprüchen an Leistungsfähigkeit, Flexibilität, Modernisierung und personeller Ausstattung der Streitkräfte gerecht wird. Desweitern wurde diskutiert, welchen Einfluss die Wahl des neuen US-Präsidenten auf die sicherheitspolitischen Ziele und Vorhaben der Bundesregierung und der NATO haben und was das für die im WB festgesetzten Ziele bedeuten könnte. Schließlich wurde auch die Frage der Finanzierbarkeit der sicherheitspolitischen Vorhaben und die Umsetzung der viel gepriesenen „vernetzten Sicherheit“ behandelt. Einig waren sich die Experten auf dem Podium, dass dem Weissbuch ein klarer Schwerpunkt fehle, dass der Auftrag der Streitkräfte viel zu weit gefasst sei (unter Zurückstellung der Verteidigung unserer territorialen Integrität), dass es an einer länder-und ressortübergreifenden Stelle zur Formulierung nationaler Interessen mangele und dass dem Thema Sicherheitspolitik ein breiterer Raum nicht nur in Fachkreisen gegeben werden müsse.

Vertreter aus Politik, Kirchen, Verwaltungen, der Kommandeur der PzBrig 21 und geladene Gäste aus interessierter Öffentlichkeit folgten gespannt den Diskussionen und beteiligten sich lebhaft daran mit eigenen Beiträgen und Fragen. Prinz zur Lippe als Hausherr und Gastgeber erinnerte in kurzen Begrüßungsworten an die Wehrtradition seiner Vorfahren, die sich bis in die heutige Generation erhalten habe. – Der lebhafte Zuspruch (50 Zuhörer) ermutigen die Sektionsleitung, dieses Informationsformat fortzusetzen.

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