Sektion Lippstadt

 

Nachschau - Veranstaltung am 09.10.2015

 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Europäische Ostpolitik

Referent:

Elmar Brok, MdEP

Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments (AFET)
 

am Freitag 09. Oktober 2015, 19:30 Uhr
im Hotel Hubertushof
Holzstraße 8, 59556 Lippstadt - Bad Waldliesborn

Foto: www.elmarbrok.de
 

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vom 12.10.2015

„Demokratie verteidigen“

Auf GSP-Einladung: EU-Politiker Brok zu Ukraine-Konflikt und Flüchtlingskrise

vlnr. Christoph Bors M.A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.; MdEP Elmar Brok; Dieter Brand, Geschäftsführer und Dr. Olav Freund, Sektionsleiter der GSP-Sektion Lippstadt. - Foto: GSP

BAD WALDLIESBORN. „Wie geht es weiter im Ukraine- Konflikt – Die Ostpolitik der Europäischen Union?“ Unter dieser Überschrift hatten die Sektion Lippstadt der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) und die Konrad-Adenauer- Stiftung interessierte Bürger jetzt zu einer Vortragsveranstaltung in den Hubertushof nach Bad Waldliesborn eingeladen.

Hierzu konnten die Organisatoren den außenpolitischen Experten sowie Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlamentes (AFET), Elmar Brok, als Referenten begrüßen. In seinem mehr als einstündigen Vortrag ging der Experte sehr ausführlich auf die Rolle der Europäischen Union im Rahmen des Ukraine-Konfliktes ein. So müsse die EU, bzw. der Westen alles dafür tun, um die Lage in der Ukraine wieder zu stabilisieren. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung der östlichen EU-Mitgliedsstaaten fühle sich Russland mehr und mehr geschwächt. Auch historische, bzw. territoriale Gründe sowie die pro-europäische Sichtweise innerhalb der Bevölkerung der Ukraine hätten zum Einmarsch russischer Truppen dort geführt. Brok appelliert deshalb an die EU: „Wir müssen unser demokratisches System verteidigen. Die EU darf nicht zulassen, dass ein demokratisches Toleranzsystem (EU) durch ein autoritäres System von Putin gefährdet wird.“

Aus aktuellem Anlass ging der außenpolitische Experte auch auf die Rolle Russlands im Syrien-Krieg und die Rolle Europas im Flüchtlingsstrom ein. Den Eingriff Russlands sieht der Experte als Provokation und „reine Machtdemonstration“. Auch die religiösen Motive als Gegenstand der kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien sieht er kritisch und erklärte, dass Religion nur als Alibi für die Regionalmächte in Syrien diene.

Zur Flüchtlingsdebatte in Europa erklärte Brok: „Bevor wir uns innerhalb der EU-Staaten über Flüchtlingsquoten für einzelne Länder und Grenzkontrollen streiten, ist es viel wichtiger die Ursachen des Krieges in Syrien (und anderswo) zu bekämpfen. Andererseits wird der Flüchtlingsstrom nie aufhören.“ Dies könne jedoch nur von der EU gemeinsam angegangen werden. - jh

 
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