Nachschau - Veranstaltung am 14.02.2017

 
 
 

Schülerveranstaltung

zum Thema

Hat Europa eine Zukunft?

 
mit

Professor Dr. Johannes Varwick

Professor für Internationale Beziehungen und europäische Politik an der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Vizepräsident der GSP
 

am Mittwoch, 15. Februar 2017
im Gymnasium Marienschule
Ostlandstraße 13, 59558 Lippstadt - Lipperbruch

 

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vom 11.04.2017

Die Zukunft Europas

Vortrag an Marienschule über aktuelle Situation und Krisen der EU

Prof Dr. Johannes Varwick (3. v. r.) und Dr. Olaf Freund (2. v. r.) mit den Schülern des Leistungskurses Geschichte der Jgst. Q1 an der Marienschule und ihrem Lehrer Dietmar Lange.

LIPPSTADT. „Hat Europa Zukunft oder befindet es sich in einer Sackgasse“, lautete die eröffnende Fragestellung des Vizepräsidenten der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Dr. Johannes Varwick, der vor Schülern der Marienschule Lippstadt über sicherheitspolitische Fragestellungen, gerade in Bezug auf Europa, referierte.

Schon am Vorabend hatte der Professor für Politologie der Universität Halle-Wittenberg vor Interessierten auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Sektion Lippstadt über die Rolle der Nato in der europäischen Sicherheitspolitik referiert.

An der Marienschule nutzte Referent Varwick auch die Zeit, um auf die historischen Entwicklungen Europas einzugehen.

„Mehr oder weniger ist die europäische Geschichte eine Geschichte von Krieg und Frieden“, so Varwick, gleichwohl sei in der augenblicklichen Friedenszeit eine gewisse Krisenhaftigkeit festzustellen. Ein Grund dafür sei die Spannung zwischen dem international geltenden Anspruch Europas einerseits, und den machtbewussten Souveränitäten der einzelnen Nationen andererseits.

Die Flüchtlingskrise, der „Brexit“ und auch die aktuelle US-Politik beinhalteten einen gewissen „Euroskeptizismus“, der in Renationalisierungstendenzen oder auch in einem „politischen Durchwurschteln“ ihre Antwort finden könnten. Wo ist die Rolle der staatlichen Souveränität in Europa anzusetzen? Kann die Europäische Union gemeinsame Außenpolitik machen? Gibt es ein Kerneuropa und ein Resteuropa mit unterschiedlicher Geschwindigkeit? Münden wir in einer „Eurosion“?, lauteten die Fragen, mit denen der Politologe seine Ausführungen schloss.

„Europa sei mit einem großen Spannungsbogen zu vergleichen“, hieß es bei der abschließenden Diskussion vonseiten der Teilnehmer. Dass Europa aber ein „spannendes“ Phänomen sei und für die Zukunft bleibe, darüber waren sich am Ende des Vortrags Referent und Zuhörer einig.

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