Sektion Rheine

 

Nachschau - Veranstaltung am 19.01.2016

 
 

Vortragsabend

zum Thema

Frankreich und Afrika –
Eine besondere Beziehung?

Referent:

Rechtsanwalt Michael Hellerforth

Major der Reserve der Bundeswehr
Oberstleutnant d.R. der franz. Streitkräfte
 

am Dienstag, 19. Januar 2016, 19.30 Uhr
in der Aula des Gymnasiums Dionysianum
Anton-Führer-Straße 2, 48431 Rheine

 

*****

 
vom 29.01.2016

Vielschichtige Beziehung

Vortrag über das französisch-afrikanische Verhältnis

RHEINE. Michael Hellerforth, Rechtsanwalt mit deutscher und französischer Staatsbürgerschaft, beleuchtete auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik das besondere Verhältnis, das Frankreich mit Afrika verbindet. Ausgehend von der französischen Kolonialisierung zeigte er die bis heute wirkenden wechselseitigen Einflüsse auf. Vor rund 100 interessierten Zubörern, darunter Lehrer und Schüler des Dionysianum, des Emsland-Gymnasiums, der Kaufmännischen Schulen und des AJG Neuenkirchen, spannte Michael Hellerforth einen weiten Bogen vom Beginn der Kolonialisierung Afrikas bis hin zu den aktuellen Anschlägen.

Anhand von vielen Karten, Fotos, Plakaten und alten Ansichten erläuterte er zunächst, wie sich der französische Einfluss in Afrika ausbreitete. Hierbei stellte er anschaulich diesen riesigen Kontinent vor, in den bequem USA, Europa, China und Indien räumlich hinein passen. Vor diesem Hintergrund wurde verständlich, welche große Bedeutung die französischen Kolonien in Afrika einschließlich Algerien während des 2. Weltkrieges im Kampf gegen Deutschland hatten. Sie trugen wesentlich zur Rettung Frankreichs bei. Intensiv beleuchtete er auch die heutige französische Afrikapolitik. Sie bildet die wohl wichtigste europäische Gegenkraft zur wachsenden Einflussnahme Chinas auf dem afrikanischen Kontinent.

Hierbei berücksichtigte er auch die vielfältigen Verbindungen, die in weiten Teilen Afrikas gemeinsam genutzte französische Sprache und Kultur, die Verflechtungen der französischen Wirtschaft und Gesellschaft und vor allem die Militärpräsenz. Insgesamt ist Frankreich eine stabilisierende Kraft, die auch die EU eng mit Afrika verbindet. Gleichzeitig erklärt dies auch die Vielschichtigkeit der französischen Gesellschaft, die dadurch multikulturell geprägt ist. Trotz aller Probleme hält Hellerforth diesen Zusammenhang für sehr wichtig, nicht nur für die Zukunft Frankreichs, sondern auch für Deutschland und Europa.

Hellerforth bot nach seinem hochinformativen Vortrag seinen jugendlichen Zuhörern seine Materialien zur weiteren Beschäftigung mit Frankreich und Afrika an. Dies Angebot gilt nichr nur für das Dionysianum, sondern auch für Schüler und Lehrkräfte der anderen Schulen, die an diesem Vortrag teilgenommen haben.

Mit Rücksicht gerade auf die Jugendlichen, damit sie noch rechtzeitig bei dem Winterwetter nach Hause kommen, blieb zu wenig Zeit für die abschließende Diskussion. Deswegen wird die Gesellschaft für Sicherheitspolitik ihre nächste Veranstaltung am 12. April über Afghanistan mit Winfried Nachtwei auf 19 Uhr vorziehen.

Nach oben Zurück