Nachschau - Veranstaltung am 08.03.2017

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Trumps Amerika –
Auf Kosten der Freiheit

Der Ausverkauf der amerikanischen Demokratie und die Folgen für Europa

 
Referent:

Dr. Josef Braml

Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Berlin
 

am Mittwoch, 08. März 2017, 18.00 Uhr
in der Rabanus-Maurus-Schule (Domgymnasium)
Magdeburger Str. 78, 36037 Fulda

 
Foto: DGAP
 

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vom 21.03.2017

Vortrag zu Trump lockt etwa 250 Interessierte

Veranstaltung im Domgymnasium

Schulleiter Mathias Höhl (rechts) und GSP-Sektionsleiter Michael Trost (links) begrüßten den Referenten Josef Braml. An der Diskussion über Trumps Politik beteiligten sich auch zahlreiche Schüler. - Foto: Gisbert Hluchnik

FULDA. Donald Trump und seine Politik – um dieses aktuelle und viel diskutierte Thema drehte sich eine gut besuchte Vortragsveranstaltung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) in der Aula des Domgymnasiums.

Etwa 250 Interessierte waren der Einladung der Fuldaer GSP gefolgt, darunter auch viele Lehrer und Schüler der Rabanus- Maurus-Schule. Als Referenten hatten die Veranstalter den Politikwissenschaftler Dr. Josef Braml gewinnen können. Er ist USA-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und kann auf „praktische“ Erfahrungen etwa als Mitarbeiter renommierter amerikanischer Think Tanks oder als Consultant der Weltbank verweisen.

Trump habe, so Braml, die Wahl gewonnen, obwohl – oder gerade weil – er die Regeln des Anstands und demokratische Prinzipien missachtet habe. Sein Wahlkampf habe sich gegen das sogenannte Establishment, gegen die Eliten des Landes, gerichtet und vielen Ohnmächtigen, die sich schon lange vom politischen Geschehen verabschiedet hatten, wieder eine Perspektive gegeben. Die Probleme Amerikas jedoch seien „hausgemacht“, so die Einschätzung des Referenten, während Trump anderen, etwa den Einwanderern, die Schuld zuweise und einfache Lösungen für komplexe Probleme anbieten wolle.

Die meisten Amerikaner hegen laut Braml eine tiefe Abneigung gegen die etablierte Politik. Das liege, so der Referent, daran, dass einige Wenige die Spielregeln bestimmten, um ihre Interessen zu wahren. Dies habe Trump erkannt und im Wahlkampf versprochen, den Sumpf in Washington auszutrocknen. Es bestehe jedoch die Gefahr, dass der Präsident die „Frösche frage“, die gesellschaftlichen Gräben in der USA noch tiefer würden und die politischen Fronten sich verhärten. Je mehr sich die USA mit sich selbst beschäftigten, befürchtet Braml, desto weniger könnten sie eine friedliche Weltordnung aufrechterhalten. Selbst im günstigsten Fall werde Trump weiter sicherheitspolitischen Druck auf die Europäer aufbauen, damit diese mehr Geld für Rüstung und Sicherheit ausgeben. Um in eine bessere Verhandlungsposition zu kommen, habe „Deal- Maker“ Trump eine Extremposition eingenommen: die Nato als „obsolet“ erklärt und sogar die Beistandspflicht der USA infrage gestellt. Die Alliierten in Europa können sich indes das Wohlwollen der neuen USRegierung erkaufen, indem sie mehr für ihre Rüstung ausgeben. Europa müsse aber, so Braml, auch aus eigenem Interesse mehr Geld für seine Sicherheit investieren – nicht nur weil Trump es wolle.

Nach dem Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, an der sich insbesondere Lehrkräfte und Schüler rege beteiligten. - zen

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