Nachschau - Veranstaltung am 22.06.2017

 
 
 

Posterausstellung

 
 
 

Ausstellungseröffnung

im Rahmen eines Akademieabends

mit einem Eröffnungsvortrag
von

Professor Dr. Bernd Faulenbach

Ruhr-Universität Bochum
 

am Donnerstag, 22. Juni 2017, 19.00 Uhr
im Bonifatiushaus
Neuenberger Str. 3, 36041 Fulda

 

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vom 27.06.2017

Die Rolle des Terrors im Kommunismus

Ausstellung im Bonifatiushaus

Kommunismus-Experte Bernd Faulenbach (Mitte) war zu Gast bei Marco Bonacker (rechts) vom Bonifatiushaus und Michael Trost von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Fulda. Foto: Gisbert Hluchnik

FULDA. Die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ wurde jetzt mit einem Akademieabend und einem renommierten Gast im Bonifatiushaus Fulda eröffnet.

Die in Kooperation mit der Sektion Fulda der Gesellschaft für Sicherheitspolitik und derem Leiter Michael Trost organisierte Ausstellung, die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum herausgegeben wird, stellt in über 20 Informationstafeln Aufstieg und Fall des Kommunismus dar.

Zur Ausstellungseröffnung sprach der Zeithistoriker Prof. Dr. Bernd Faulenbach (Ruhr- Universität Bochum). Er war in den 90er Jahren Mitglied der beiden Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestages zur Aufarbeitung der SEDDiktatur und dann mehr als 15 Jahre stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Aufarbeitung. Zehn Jahre lang war er Mitglied der Gemeinsamen Kommission der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland zur Aufarbeitung der neuesten Geschichte.

In seinem Vortrag ging Faulenbach vor allem auf die Anfänge der gewaltsamen Oktoberrevolution in Russland ein, die sich 2017 zum 100. Mal jährt. Dabei zeichnete er ein differenziertes Bild der politischen Vorgänge in Russland und stellte besonders die Rolle von Gewalt und Terror zur Durchsetzung der gesellschaftlichen und politischen Ziele des Kommunismus heraus. Zum Abschluss beschrieb Faulenbach die Gründe, die zum Zerfall der kommunistisch-politischen Ordnung führten und welches Erbe der Kommunismus gerade in Russland hinterlassen hat.

Dr. Marco Bonacker, der in den Abend thematisch einführte, verwies auf die besondere Konfliktlinie zwischen Kirche und Kommunismus im 20. Jahrhundert, weswegen die Ausstellung nicht zufällig im Bonifatiushaus verortet sei: „Der Kommunismus als totalitäre politische Ideologie und sein materialistisches Theorem einer Gesellschaft ohne Gott musste zwangsläufig gegen das Welt- und Menschenbild der Kirche stehen.“

Die Ausstellung kann bis zum 30. Juni und vom 24. Juli bis 29. September wochentags von 9 bis 18 Uhr im Bonifatiushaus (Neuenberger Str. 3-5) kostenlos besucht werden.

 

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Zur Ausstellung:

Die Oktoberrevolution 1917 prägte nicht nur Staat und Gesellschaft Russlands und nachfolgend der UdSSR über Generationen hinweg; sie war zugleich Ausgangspunkt einer das 20. Jahrhundert prägenden Blockbildung weltweit.

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranschaulicht auf 25 Postern unter Verwendung von über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten, Schaubildern sowie QR-Codes die Entwicklung der größten und tiefgreifendsten Massenbewegung des 20. Jahrhunderts vom Putsch der Bolschewiki unter der Führung Lenins bis zum Kollaps 1989 und dem anhaltenden Aufschwung Chinas unter der ungebrochenen Diktatur der Kommunistischen Partei.

 

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YouTube-Video: Der Film zur Ausstellung

 
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