Sektion Fulda

 

Nachschau - Veranstaltung vom 13. - 14.08.2015

 
 

Jahresfahrt 2015 nach Wilhelmshaven

Besuch der Einsatzflottille 2

und des Marinemuseums

 

vom 13.bis 14. August 2015

 

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Bericht der Sektion Fulda

Besuch der Einsatzflottille 2 und des Deutschen Marinemuseums in Wilhelmshaven

Von Michael Trost

Auch in diesem Jahr fand unser Programm eine sehr gute Beteiligung. Mit 50 Mitgliedern und Gästen starteten wir wie immer auf die Minute pünktlich mit einem neuen Fernreisebus des Züntersbacher Reisedienst Kimmel zu unserer Fahrt in den Norden Deutschlands.

Besuch bei der Einsatzflottille 2

Planmäßig erreichten wir gegen Mittag Deutschlands größten Marinestützpunkt „Heppenser Groden“ in Wilhelmshaven, Heimat der dort stationierten Einsatzflottille 2.

Nach einem schmackhaften Erbseneintopf und kühlen Getränken, serviert von freundlichen Marineangehörigen im Restaurant der Unteroffizierheimgesellschaft, wurden wir im NATO-Saal des Stützpunktes von Kapitänleutnant Eike Exner, Presseoffizier der EinsFltl 2, begrüßt.

Viele Auslandseinsätze im Rahmen von NATO und EU

Anhand einer anschaulichen und umfassenden Präsentation brachte uns Kaleu Exner alle Aspekte seines Verbandes näher, in dem die größten Einheiten der Flotte, Fregatten und Versorgungseinheiten, zusammengefasst sind.

Dabei ging er auch auf die zahlreichen Einsätze der EinsFltl 2 im Rahmen der NATO und EU ein. Dazu zählten u.a. Einsätze im Kampf gegen den internationalen Terrorismus am Horn von Afrika, „Enduring Freedom“, in der Operation „Active Endeavour“ im Mittelmeer, „UNIFIL“ zur Überwachung der libanesischen Küste und im Rahmen der europäisch geführten Mission „Atlanta“ zur Bekämpfung der Piraterie. Jüngst dazu gekommen sind geplante Einsätze zur Zerstörung von Schlepperbooten im Mittelmeer im Rahmen von „EUNAVFOR“.

Ein Blick in die Zukunft

Breiten Raum nahm bei seinen Ausführungen auch die Modernisierung der Flotte durch die künftigen Fregatten (ab 2016) der Klasse 125 ein. Zu ihrem Aufgabenspektrum sollen neben der Seeraumüberwachung in Stabilisierungsaktionen, die Unterstützung des Einsatzes von Spezialkräften von See her und die Fähigkeit zum Beschuss von Landzielen als taktische Feuerunterstützung gehören.

Was besonders neu sein wird, ist das sog. Mehrbesatzungskonzept das eine Intensivnutzung von einer durchgehenden Betriebszeit im Einsatz von bis zu zwei Jahren vorsieht.

„Das bedeutet, dass es künftig mehrere Besatzungen geben wird, die sich im Einsatzgebiet abwechseln“ so KptLt Exner.

Herzlicher Dank

Gemeinsam mit Fregattenkapitän a.D. der ehem. Volksmarine der DDR, Knut Schäfer, Mitglieder der GSP-Sektion Fulda, überreichte SL Trost das mit einer Widmung versehene Buch Schäfers „DDR-Marine“ als Dank an Kaleu Exner für seinen engagierten und lebendigen, zuweilen auch kritischen Vortrag.

An Bord der Fregatte F 213 AUGSBURG

Nach kurzer Busfahrt zur „Ostmole“ sahen wir schon von weitem die vor Anker liegenden Einheiten und wurden kurz darauf von KptLt Stargardt und drei weiteren Besatzungsmitgliedern an Bord der AUGSBURG zu einem Rundgang begrüßt.

In vier Kleingruppen aufgeteilt erfuhren wir nun alles über die Fähigkeit dieser Kampfeinheit der Klasse 122, sich unter Mehrfachbedrohung Überwasser, Unterwasser und aus der Luft durchzusetzen. „Ihre Hauptaufgabe liegt jedoch in der Bekämpfung von U-Booten“ so Kaleu Stargardt.

Mit einer Besatzungsstärke von 219 Mann verfügt sie als Bewaffnung über ein 76-mm-Geschütz, zwei 20-mm-Bordkanonen, zwei x Vierfach-Starter für Seezielflugkörper HARPOON, sechzehn radargesteuerte Flugabwehrsysteme Sea Sparrow, vier Torpedorohre für 324-mm-Torpedos und zwei Nahbereichsverteidigungssysteme RAM 21 Zellen.

Laut Kaleu Stargardt war seine Einheit nach sechsmonatigem Einsatz im Juli 2014 erfolgreich von der Vereinten Nationen Mission zur Vernichtung syrischer Chemiewaffen vom Schutz des US-Spezialschiff „Cape Ray“ zurückgekehrt.

Dank und Verabschiedung

Auch hier wurde zur Verabschiedung mit herzlichem Applaus als Dank für die interessante Führung als Gastgeschenk ein weiteres Buch mit dem Titel „DDR-Marine“ überreicht. „Im 25. Jahr der Wiedervereinigung Deutschlands sei das Buch auch diesem historischen Ereignis gewidmet“, betonte FKpt a.D. Schäfer.

Beste Stimmung in der Hotel- und Freizeitanlage „Dorf Wangerland“

Einhelliges Lob fand die großzügige Unterkunft und das reichhaltige Buffet zum Abendessen und Frühstück in Wangerland/Hohenkirchen, ca. 10 km von der Nordsee entfernt.

Nicht nur weil alle Getränke inklusive waren, sondern auch wegen der glänzenden Stimmung, saß man noch bis spät in die Nacht hinein gemütlich in kleinen Gruppen bei einem Schoppen Wein oder einem friesisch-herben Jever Pilsner vom Fass zusammen um den erlebnisreichen Tag ausklingen zu lassen.

Besuch im Deutschen Marinemuseum

Am zweiten Tag unserer Jahresfahrt stand der Besuch des Deutschen Marinemuseums mit Führung auf dem Programm.

Bereits bei der Begrüßung hatten wir das Gefühl, dass man unserer mit sicherheitspolitischer Öffentlichkeitsarbeit befassten Gruppe wohl besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden ließ.

Denn kein geringerer als der im Ruhestand befindliche Stellvertreter Befehlshaber Flotte und Chef des Stabes beim Glücksburger Flottenkommando, Konteradmiral a.D. Gottfried Hoch, übernahm eine der drei Gruppen zur außergewöhnlich spannenden und hochinteressanten Führung durch die Marinegeschichte von 1848 bis heute, die Sonderausstellung „SMS EMDEN - Zwischen Mythos und Wirklichkeit“ und schließlich an Bord des Lenkwaffenzerstörers „Mölders“ und des U-Boot U 10.

Die Bewertung der Führungen der anderen beiden Gruppen, die zwei Fregat-tenkapitäne a.D. übernommen hatten, lauteten anschließend ebenfalls: „Vorzüglich“!

Auf unserem Rundgang über und durch die Decks des einstmals größten Kriegsschiff Deutschlands „Mölders“, vorbei an Waffensystemen, Arbeitsplätzen und Unterkunftsbereichen, ließ man uns hautnah die Atmosphäre spüren, in der die damals 334 Besatzungsmitglieder lebten und arbeiteten. Und das gilt sinngemäß auch für das Kennenlernen des Innenlebens von U-Boot U 10.

Dank und Heimreise

Nach Überreichung des Gastgeschenkes und herzlicher Verabschiedung von Konteradmiral a.D. Hoch, stellvertretend für alle Gästeführer, vor der im Hintergrund ruhenden „Mölders“, traten wir nach dem Mittagessen im Museumscafé die Heimreise nach Fulda an.

Die vielen neu gewonnenen maritimen Eindrücke, seien es nun aktuelle oder historische, ließen den Wunsch aufkommen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, wenn die GSP Sektion Fulda mit neuem Ziel auf Reisen geht.

 

Fotoshow

 
  • Aufmerksame Zuhörer von Kaleu Exner - Foto: Thomas Thys

  • Die Fregatte AUGSBURG - Foto: Thomas Thys

  • 4-fach Starter HARPOON - Foto: Thomas Thys

  • 76 - mm - Geschütz - Foto: Thomas Thys

  • Die sympathische Frau OLt z.S. im Gespräch mit den Brüdern Schwarz - Foto: Otmar Wald

  • SL Trost mit Gastgeschenk als Dank - Foto: Thomas Thys

  • Der Buchautor FKpt a.D. Schäfer bedankt sich - Foto: Thomas Thys

  • Das stilvolle Restaurant in der Hotelanlage Dorf Wangerland - Foto: Otmar Wald

  • Im Restaurant beim Abendessen - Foto: Michael Trost

  • In gemütlicher Runde zur nächtlichen Stunde - Foto: Michael Trost

  • Lenkwaffenzerstörer MÖLDERS - Foto: Thomas Thys

  • Erinnerungsplakette in der Offiziersmesse - Foto: Thomas Thys

  • Beim Rundgang mit Konteradmiral a.D. Gottfried Hoch - Foto: Thomas Thys

  • Auf der Kdo-Brücke der MÖLDERS - Foto: Gerhard Wienert

  • Messe und Küche - Foto: Gerhard Wienert

  • Enge Schlafkajüten - Foto: Gerhard Wienert

  • Aufmerksame Zuhörer im Kommandostand - Foto: Otmar Wald

  • U-Boot U 10 - Foto: Thomas Thys

  • Buchautor Schäfer bedankt sich bei Konteradmiral Hoch - Foto: Thomas Thys

 
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