Nachschau - Veranstaltung am 05.10.2016

 
 
 

Tagesfahrt

zur

ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang

Besichtigung mit Führung

 
 

am Donnerstag, 06. Oktober 2016

 
Burg Vogelsang - Foto: VoWo - Eigenes Werk - Lizenz: CC BY-SA 3.0
 

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Bericht der Sektion Bad Neuenahr – Ahrweiler

Auseinandersetzung mit der Geschichte eines „Täter-Ortes“

Besuch der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang

Von Gerd-Heinz Haverbusch
Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang. - Foto: Haverbusch

Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ der Erinnerungsort der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang bei den fünfzig Teilnehmern der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Bad Neuenahr-Ahrweiler, und der Kameradschaft ERH- Ahrweiler im Deutschen Bundeswehrverband e.V.

Die ehemalige NS-Ordensburg diente nicht nur als Schulungsstätte für den Nachwuchs des Führungskaders der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) sondern war auch Selbstdarstellung des Nationalsozialismus und sollte mit der gigantischen Herrschaftsarchitektur den Machtanspruch über Mensch, Natur und Technik verdeutlichen.

Als eines der größten Bauwerke der NS-Zeit mit ca.100 Hektar wurde die NS-Ordensburg zwar nicht fertiggestellt aber wie die Ordensburgen Sonthofen und Krössinsee (heute Polen) waren sie eben nicht nur Zweckbau sondern bewusst auch politisches Bauwerk.

Die Teilnehmer an den geplanten 3-jährigen Schulungen, je ein Jahr in Vogelsang, Sonthofen und Kröninsee, waren Mitte 20, handverlesen und kamen aus dem ganzen Reich. Sie mussten sich in der Parteiarbeit bewährt haben und ihre arische Abstammung bis ins 18. Jahrhundert zurück nachweisen. Auf intellektuelle Fähigkeiten wurde dabei weniger Wert gelegt.

Einem Gesamtkonzept folgend war jede der drei Einrichtungen ein Themenschwerpunkt zugeordnet, in Vogelsang: „Rassische Philosophie der neuen Ordnung“, in Krössinsee: „Charakterliche Bildung“ und in Sonthofen: „Verwaltungs-, Militäraufgaben und Diplomatie“.

Mit gut aufbereiteten Informationen erlebten die Gruppen auf einem geführten Plateau- Rundgang eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des “Täter- Ortes“ -. Besonders eindrucksvoll verdeutlichte dabei ein Original-Tondokument, ein Ausschnitt einer Rede des Reichsschulungsleiters Hans Dietel, zeitweise Kommandant der NS-Ordensburg, die abscheuliche Ideologie des Nationalsozialismus mit Äußerungen zum “Lebenswerten Leben“.

Dieser Erinnerungsort hinterließ bei den rund 50 Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck. - Foto: Haverbusch

Die nachdenklich machende Dauerausstellung: “Bestimmung. Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“ bietet darüber hinaus auf 750 qm vielfältige Zugänge zum Erinnerungsort Vogelsang und zeigt auch die fatale Attraktion des Nationalsozialismus.

Ein lebhafter Meinungsaustausch der Teilnehmer blieb nicht aus.

 
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