Nachschau - Veranstaltung am 24.04.2017

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Trendwenden in der Bundeswehr –
eine erste Bilanz

 
Referent:
 

Brigadegeneral Wolfgang Gäbelein

Unterabteilungsleiter Führung Streitkräfte II -
Unterstützungsaufgaben im BMVg
 

am Montag, 24. April 2017, 19:30 Uhr
im Hotel Krupp
Poststraße 4, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

 

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vom 29.04.2017

Trends innerhalb der Bundeswehr zeigen nach oben

Das Leben von der Substanz der Streitkräfte ist durch mehr Finanzmittel vorbei

Von Jochen Tarrach
Luftwaffen-Brigadegeneral Wolfgang Gäbelein aus dem Verteidigungsministerium (r.) war der erste Gast des neuen GSP-Vorsitzenden Josef Schmidhofer (l.). - Foto: Jochen Tarrach

Bad Neuenahr. Brigadegeneral Wolfgang Gäbelein, Unterabteilungsleiter „Führung der Streitkräfte II“ (FüSK II) innerhalb des Verteidigungsministeriums war am Montag zu Gast eines Vortragsabends der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) im Hotel Krupp in Bad Neuenahr. „Trendwenden in der Bundeswehr“, so das Thema des Abends. Unter der Leitung des neuen Vorsitzenden Josef Schmidhofer entwickelte sich ein informativer Abend, der bei den zahlreichen Zuhörern allerdings auch viele Zweifel weckte. Logistik, Einsatz und Planung, das sind die drei Kernbereiche, für die der General in der Bundeswehr mit zuständig ist. Sein Resümee über die Trendwenden: Innerhalb der Bundeswehr ist in den vergangenen Jahren durch Ministerin Ursula von der Leyen an vielen Stellschrauben gedreht worden und die mageren Zeiten, die insbesondere nach der Wende für das Militär angebrochen waren, sind endgültig vorbei. Deutschland werde in Zukunft seiner gestiegenen Rolle in der Welt besser gerecht werden können. Die Trendwende bei drei Punkten sah der General als besonders wichtig an: Die bisher fallende Finanzlinie gehe wieder nach oben, das Leben aus der Substanz sei nun vorbei. Notwendige Investitionen in modernes Material könnten nun getätigt werden und auch beim Personal habe sich vieles verbessert. Damit unmittelbar verbunden sei auch ein gesteigerter Ausbildungsbedarf. Anhand zahlreicher Details und Einzelbeispiele begründete der Referent seine Aussagen. Voraussetzung um alle militärischen Aufgaben zu schaffen, sei aber weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit den Partnerarmeen. Das notwendige Fähigkeitsspektrum könne nur gemeinsam abgedeckt werden. Obwohl die Verteidigungsausgaben erheblich in die Höhe gegangen sind, werden aber auch in den nächsten Jahren die insbesondere vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump geforderten 2% des Gesamthaushalts der Republik für Verteidigungsausgaben nicht erreicht werden. Derzeit sein rund 3000 deutsche Soldaten weltweit im Einsatz. Besonders belastend sei dabei die Vielzahl der kleineren Einsätze. Neben Afghanistan sah er in Mali einen besonders schwierigen Einsatz. Wie er sich in beiden Staaten weiter entwickle, sei schwer vorauszusagen. Das sei schlicht lageabhängig. Für die Verteidigungsanstrengungen in Europa sei Deutschland durch die Erweiterung der Nato nach Osten zur Drehscheibe auf dem Weg nach Polen und in die baltischen Staaten geworden. Insgesamt gesehen sei die Bundeswehr auf gutem Weg, die gestellten Aufgaben der Zukunft zu meistern. Wörtlich: „Deutschland wird in Zukunft auch seiner gestiegenen militärischen Rolle in der Welt besser gerecht werden können.“

 
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