Nachschau - Veranstaltung am 26.08.2017

 
 
 

Sicherheitspolitisches Seminar

20. Atlantischer Sommer

mit dem Thema

An Unreliable Partner?

Die transatlantischen Beziehungen in der
Präsidentschaft Donald J. Trumps

 

am Samstag, 26. August 2017, 10.00 bis 18.00 Uhr

im Hotel Krupp
Poststraße 4, 53474 Bad Neuenahr
 

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vom 28.08.2017

Was wird aus dem Atlantischen Bündnis?

Politik: Tagung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik in Bad Neuenahr zur Politik von Präsident Trump

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach
Tagung der GSP (von links): Sarah Wagner, Bildungsreferentin der Atlantischen Akademie, Josef Schmidhofer, Vorsitzender der GSP Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bürgermeister Guido Orthen sowie Dr. David Sirakov, Direktor der Atlantischen Akademie RLP in Kaiserslautern. - Foto: Tarrach

Bad Neuenahr. „Atlantischer Sommer“, so hieß die Veranstaltung der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), die am Samstag zum 20. Mal im Hotel Krupp in Bad Neuenahr durchgeführt wurde. Doch müsste es angesichts des Verhältnisses zu den USA derzeit nicht besser „Atlantischer Winter“ heißen?

Nein, sagte Dr. David Sirakov, Direktor der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz, es könne höchstens von einer „Atlantischen Abkühlung“ die Rede sein. Im Verhältnis zu den USA gebe es trotz aller aktuellen Irritationen noch immer viel Gemeinsamkeit und Kontinuität. Das Verhältnis werde nicht allein durch einen twitternden Präsidenten bestimmt. Es sei nicht allein Donald J. Trump gewählt worden, sondern hinter ihm stehe ein ganzes, allerdings sehr konservatives Establishment mit vielschichtigen Ansichten und Absichten.

Das allerdings bringe aber auch sehr viele Unabwägbarkeiten mit sich. Und genau darüber wurde beim 20. Atlantischen Sommer unter Leitung von Sektionsvorsitzendem Oberst a.D. Josef Schmidhofer mit Politikfachleuten gesprochen. So waren Prof. Dr. Andreas Falke von der Universität Erlangen-Nürnberg, Jacob Schrot von den jungen Transatlantikern aus Berlin sowie Prof. Dr. Klaus Kamps von der Hochschule für Medien in Stuttgart als Referenten dabei. Obwohl das Transatlantische Verhältnis nicht unbedingt zu den Aufgabenbereichen von Bürgermeister Guido Orthen zählt, hatte er das erste Wort. Man müsse täglich neu darum ringen, gemeinsam den besten Weg zu erarbeiten und die Menschen dafür sensibilisieren, dass Freiheit nicht von selbst komme und von selbst bleibe, sagte er.

„Wie kommt es zu einem Präsidenten Trump?“, fragte dann Professor Falke. Immerhin habe er eine der großen Parteien quasi übernommen und dabei die mächtigen Dynastien Busch und Clinton beiseite gefegt. Mit seiner Frontstellung gegen etablierte Eliten habe er in den USA durchaus historische Vorbilder. Es sei festzustellen, dass die Eliten nicht den Patriotismus des „Amerika first“ ausstrahlten, der jetzt so gezündet habe. Auch durch die weiteren Referate mit ihrem Blick auf die transatlantischen Handelsbeziehungen sowie die gemeinsamen Herausforderungen zwischen Europa und den USA versuchte man, die Fragen zu beantworten, wohin sich die Außen- und Sicherheitspolitik bewegen wird. Ist das Ende der USA als Weltordnungsmacht zu erwarten und welche Rolle werden die NATO und die EU in der zukünftigen Welt spielen? Das waren weitere spannende Themen, die den Seminartag wie im Flug vergehen ließen.

Am Dienstag, 19. September steht bei der GSP um 19.30 Uhr im Hotel Krupp das Thema „Splendid Isolation? Der Brexit vor dem Realitäts-Check“ an.

Lesen Sie auch den Eigenbericht der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler ...
 
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