Nachschau - Veranstaltung am 28.03.2017

 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Die Entwicklung in Nahost –
aktuelle Situation in Syrien

 
Referent:

Dr. Kinan Jaeger

Uni Bonn, Center of Global Studies
 

am Dienstag, 28. März 2017, 19.00 Uhr
im Stadtverordnetensaal
Rathaus Wiesbaden

 

Zur Veranstaltung:

Vor 100 Jahren (16. März 1916) wurde ein von dem französischen Diplomaten Francois Georges-Picot und dem Engländer Mark Sykes ausgehandeltes und nach ihnen benanntes Abkommen unterzeichnet, das die Einflusssphären der beiden Großmächte im Nahen Osten für die Zeit nach dem ersten Weltkrieg festlegte. Nach dem Zerschlagen des Osmanischen Reiches wurde Großbritannien die Herrschaft über ein Territorium zuerkannt, das etwa dem heutigen Jordanien, dem Irak und dem Gebiet um die Hafenstadt Haifa entspricht. Frankreich übernahm die Herrschaft über die Süd-Ost Türkei, den Nordirak, Syrien und den Libanon. Das als „Palästina“ bezeichnete Gebiet – das in der Folge Anlass zu heftigen Kontroversen sein sollte, kam unter internationale Verwaltung und wurde später britisches Völkerbundmandat.

Die anschließende Deklaration des britischen Außenministers Balfour, in der sich England zu einer nationalen Heimstätte für die Juden bekannte, stand im Widerspruch zum Versprechen ein souveränes arabisches Königreich zu konstituieren.

Der Nahe Osten wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ein Spielball der Westmächte, wie´s das Osmanische Reich jahrzehntelang zuvor auch gewesen war. Die Auswirkungen des „Sykes-Picot-Abkommen“ sind noch heute zu spüren – befriedet wurde der Nahe Osten nicht.

Der Vortrag von Dr. Kinan Jaeger wird hierzu berichten, aber sicher auch das aufgreifen, was wir über Monate als Albtraum namens Syrien empfinden. Saudi-Arabien contra Iran - der Islamische Staat (IS) - die Al-Nusra-Front – die Freie Syrische Arme - die Kurden – die Türkei - Russland und die USA – also ein Fülle von Einzelfaktoren die das geschundene Land, die Region nicht zur Ruhe kommen lassen.

 
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