Nachschau - Veranstaltung am 07.05.2015

 
 

Sicherheitspolitische Studienfahrt
nach Kassel

 

Besuch der Firma Krauss-Maffei Wegmann (KMW)

und

Besichtigung des Regionalflughafens Kassel - Calden

 

am Donnerstag, 07. Mai 2015

 
 

*****

 
vom 14.05.2015

Rüstungsbetrieb besucht

Gesellschaft für Sicherheitspolitik absolvierte Studienfahrt nach Kassel

Auf Studienfahrt: Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Waldeck-Frankenberg fuhr kürzlich nach Kassel und besuchte dort unter anderem den Rüstungsbetrieb Kraus-Maffei Wegmann (KMW). - Foto: nh

FRANKENBERG.Eine eintägige sicherheitspolitische Studienfahrt führte die Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP) nach Kassel. Besucht wurden der zweite große Rüstungsbetrieb in Kassel, Kraus-Maffei Wegmann (KMW), und der Flughafen Kassel-Calden. Der stellvertretende Sektionsleiter Manfred Weider wurde mit 49 Teilnehmern bei KMW vom dortigen Bereichsleiter Michael Kohlstedt begrüßt. Der GSP wurden ausgesuchte Waffensysteme vorgestellt.

Auf eine über 170-jährige Tradition blickt KMW zurück. Die Firma ist eng mit den Standorten Kassel und München verbunden. 1838 gründete Joseph Anton von Maffei die erste Münchener Lokomotivfabrik. Krauss & Co. übernahmen 1931 die Fabrik, die anschließend unter Krauss-Maffei AG firmierte. In den 1930er-Jahren entwickelte das Unternehmen erste militärische Produkte. 1963 begann Krauss-Maffei als Generalunternehmer mit der Serienfertigung des Kampfpanzers Leopard eins, später auch mit der des Flakpanzers Gepard und des Kampfpanzers Leopard zwei.

Bau von Artilleriesystemen

Wegmann & Co. wurde 1882 in Kassel von Peter Wegmann und Richard Harkort als Casseler Waggonfabriken von Wegmann, Harkort & Co. gegründet. 1912 wurde Wegmann von August Bode und dem Kaufmann Conrad Köhler übernommen. Bekannt wurde das Unternehmen in den 1930er-Jahren als Hersteller der Reise-Zugwagen für den Henschel-Wegmann-Zug. Später folgte der Bau militärischer Fahrzeuge. In den 1960er-Jahren spezialisierte sich Wegmann auf die Entwicklung und den Bau von Turmsystemen für Leopard eins, Gepard und Leopard zwei sowie für Artillerie- und Aufklärungssysteme. Im Jahre 1999 wurden schließlich die wehrtechnische Sparte der Krauss-Maffei AG und die Wegmann & Co. GmbH unter dem Dach Krauss-Maffei Wegmann vereint. KMW stellt seitdem für die Streitkräfte aus über 30 Ländern Rüstungsgüter her.

Nach dem Mittagessen traf sich die Gruppe dann am Flughafen Kassel-Calden mit Bernd Brotkorb. Dieser stellte sehr engagiert den Flughafen vor. Interessant waren die Details der Kostenaufstellung. Laut Brotkorb ist die Stadt Calden mit circa 3,1 Millionen Euro Grundsteuereinnahmen jährlich eine klare Gewinnerin des Flughafens Kassel-Calden. Seiner Einschätzung nach habe der Flughafen eine gute Zukunft.

Antwort schuldig geblieben

Die Frage, ob jemals schwarze Zahlen geschrieben werden, ließ er allerdings unbeantwortet. Nach einer Kaffee- und Kuchentafel im Flughafencafé ging es dann wieder auf die Heimfahrt.

Besonders der Besuch des Rüstungsbetriebs Kraus-Maffei Wegmann wurde bei den vielen Gesprächen im Bus als sehr gewinnbringend bewertet. Viele Teilnehmer wollen nun ihre Einstellung zur Rüstungsindustrie überdenken. (nh/dau)

Nach oben Zurück