Nachschau - Veranstaltung am 19.11.2014

 
 

Tagesfahrt nach Kassel

Besuch der Firma
und des

Währungsreformmuseums

in Fuldatal - Rothwesten

 

Mittwoch, 19. November 2014, ca. 07.30 - 19.30 Uhr

 
 
vom 30.11.2014

Vom Panzerbau beeindruckt

Prägende Eindrücke: Die Teilnehmer auf dem Gelände von Rheinmetall. - Foto: nh

FRANKENBERG. Die Studienfahrt der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP) nach Kassel und Fuldatal war Sicherheitspolitik zum Anfassen.

Am Vormittag wurde die Firma Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) besucht. Dr. Tufan Ertunc empfing die 35 Teilnehmer unter Führung des stellvertretenden Sektionsleiters Manfred Weider. Dieser stellte RMMV kurz vor. Rheinmetall hat zwei Bereiche „Automotive“ als Automobilzulieferer und „Defence“ für Produkte für die internationalen Streitkräfte.

RMMV gehört zu Rheinmetall Defence. Hier werden gepanzerte Ketten- und Radfahrzeuge entwickelt, hergestellt und gewartet. Alles ist auf dem ehemaligen Henschel-Gelände untergebracht und setzt dort die 125 jährige Industriegeschichte fort.

Produktleiter Jens Türke stellt dabei den „Boxer“ vor. Der Boxer ist ein Radschützenpanzer mit dem eine Infanteriegruppe bis zu acht Schützen und drei Soldaten Fahrzeugbesatzung, also elf Soldaten, die drei Tage kämpfen können ohne das Fahrzeug zu verlassen.

Dabei wurde auch die heutige Philosophie sowohl der Streitkräfte als auch der Rüstungsindustrie deutlich. So richtet sich die Ausrüstung nach den Erfordernissen der Kriegsschauplätze, die nicht zu vergleichen sind, mit denen eines zweiten Weltkrieges. Syrien ist hier ein Beispiel.

Der Schutz des Soldaten zieht sich wie ein roter Faden durch die Vorstellung. Und hier stellt die Bundeswehr die höchsten Ansprüche von allen Staaten. Nach dem Briefing konnte sich die Gruppe die Produktion und die Instandsetzung des Boxer anschauen. Beeindruckend war der Stand, an dem die Achsen von oben montiert werden.

Am Nachmittag stand der Besuch des Währungsmuseums Fuldatal auf dem Programm. Museumsleiter Bernd Niesel stellte die Währungsreform 1948 vor. Antrieb war die immer stärker werdende Armut der Deutschen.

Die nun beginnende Arbeit baute auf Unterlagen des Homburger Kreises auf, in dem deutsche Fachleute, unter Leitung von Ludwig Erhard, für die vier Alliierten ein Konzept erarbeiteten. Nach einem Monat hatten elf Spezialisten alles erarbeitet, was für die Geldumstellung nötig war. Der Raum, in dem diese Kommission arbeitete, ist heute der Vortragsraum des Museums. Der Tisch an dem zehn Männer und eine Frau saßen, steht nebenan im Museum. Die ersten gedruckten DM-Scheine und -Münzen, bereits 1947 in den USA hergestellt, wurden am 20. Juni 1948 ausgegeben.

Die Teilnehmer waren beeindruckt von der guten Aufarbeitung des Themas und einhellig der Meinung, dass dieses Kleinod „Währungsmuseum Fuldatal“ viel zu wenig bekannt ist. - (nh/fbr)

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