Nachschau - Veranstaltung am 05.05.2015

 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Zwischen Weltmachtstreben und Seehandel:

Die maritimen Interessen Deutschlands
im 20. und 21. Jahrhundert

Referent:

Dr. Jörg Duppler

Ehem. Amtschef des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes Potsdam
 

am Dienstag, 05. Mai 2015, 19:30 Uhr
General-Fahnert-Kaserne
ehem. Heim der Soldatengemeinschaft
An der Trift 15, 76149 Karlsruhe

Zur Veranstaltung:

Die Erdoberfläche ist zu 71% von Wasser bedeckt. Seit Jahrhunderten verlaufen die wichtigsten Handelsrouten über See. Die See verbindet die Kontinente, und die Kontrolle dieser Seeverbindungswege hat über die Jahrhunderte hinweg die politische, wirtschaftliche und strategische Geographie unseres Planeten maßgeblich beeinflusst und gestaltet:
Die Entdeckung der Neuen Welt im 15. und 16. Jahrhundert,
 die Inbesitznahme der neuen Gebiete und ihre wirtschaftliche Ausbeutung - insbesondere durch die europäischen Staaten -,
 der stetige Kampf um Interessen- und Einflußsphären bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Das Deutsche Reich fand erst spät Anschluss an diese Entwicklung und suchte "Deutschlands Ehr' im Weltenmeer" und den gleichberechtigten "Platz an der Sonne". Diese Träume zerschellten in zwei Weltkriegen - nicht zuletzt an der Dominanz der arrivierten Seemächte.

Die maritimen Interessen der Bundesrepublik Deutschland wurden nach ihrer Gründung im Jahre 1949 durch die Integration in die maritime westliche Welt bestimmt: Einerseits durch den Beitritt zur NATO mit der Einbindung der neuen deutschen Seestreitkräfte in dieses (See)Bündnis, andererseits durch die wirtschaftliche Abhängigkeit der Bundesrepublik von lebensnotwendigen Importen und dem weltweiten Export hochwertiger Industrieprodukte. Durch diese Abhängigkeit wird für Deutschland auch das 21. Jahrhundert zu einem "Maritimen Jahrhundert".

 
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