Nachschau - Veranstaltung am 10.05.2016

 
 

Informationsbesuch

beim
 

Gebirgspionierbataillon 8

in Ingolstadt

 

am Dienstag, 10. Mai 2016

 

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Bericht der Sektion Ostwürttemberg

Zu Gast bei den Gebirgspionieren

Informationsbesuch in Ingolstadt

Von Fritz Rudzik
Zusammensetzen einer stählernen Kurzbrücke aus Einzelkomponenten. - Foto: Fritz Rudzik

Gerhard Ziegelbauer, Leiter der Sektion Ostwürttemberg der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, freute sich über eine große Teilnehmerzahl, die unter seiner Leitung am 10. Mai das Gebirgspionierbataillon 8 in Ingolstadt besuchen konnten. Es ist das einzige für die Pionierunterstützung im Gebirge ausgerüstete Bataillon der Bundeswehr und der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall unterstellt. Gleich nach Ankunft beeindruckte die Pionierkaserne auf der Schanz in der Manchinger Straße mit modernen, großzügigen Bauten, die für die Bundeswehr des 21. Jahrhunderts Modellcharakter besitzen.

Der stellvertretende Kommandeur, Oberstleutnant Jürgen Pfeilschifter, stellte Aufgaben und Gliederung des Bataillons vor, das nach Umgliederung in die neue Struktur HEER 2011 eine Stabs- und Versorgungskompanie, 2 Gebirgspionierkompanien sowie eine Panzerpionierkompanie umfasst. Das Gebirgspionierbataillon 8 unterstützt die Einsatzkräfte der Gebirgsjägerbrigade 23 unmittelbar, wie OTL Pfeilschifter erläuterte.

Überwinden von Gewässern und Sperren - Foto: Fritz Rudzik

Insbesondere fördert das Bataillon die Bewegungen eigener Truppen beim Überwinden von Gewässern, Sperren, Gelände- und baulichen Hindernissen. Es hemmt die Bewegungen des Gegners, stellt Verkehrsanlagen her und erhält deren Funktionsfähigkeit mittels Einsatz von Pioniermaschinen und Kriegsbrückengerät sowie durch Maßnahmen der Kampfmittelabwehr. Weitere zentrale Kompetenzen des GebPiBtl 8 betreffen das Erhöhen der Überlebensfähigkeit und Schaffen der Einsatzvoraussetzungen der Truppe, indem es Gefechtsstände und Unterkünfte härtet, Feldbefestigungen baut und unterstützend wirkt mit infrastrukturellen Hilfsmitteln für Führung, Logistik, Sanitätsdienst und Unterbringung der Truppe. Die Gebirgspioniere operieren dabei im gesamten Intensitätsspektrum, auch in schwierigstem Gelände, einschließlich großer Höhen und unter extremen Klima- und Wetterbedingungen, wie OTL Pfeilschifter in einer Bildfolge eindrucksvoll veranschaulichte.

Magazins für Schulungszwecke mit Bomben, Granaten und Gewehrmunition aller Art aus verschiedensten Ländern. - Foto: Fritz Rudzik

Unter sachkundiger Führung von Hauptfeldwebel Ihrcke konnten danach einsatzwichtiges Großgerät und Fahrzeuge des GebPiBtl 8 besichtigt werden, so Pionierpanzer „Dachs“, Transportpanzer „Fuchs“, Brückenlegepanzer „Biber“, Überschneetransportfahrzeuge BV 206 S Hägglund und Minenräumpanzer „Keiler“, ein Vollkettenfahrzeug¸ das befahrbare Gassen durch Minenfelder schlagen kann. Daneben verfügen die Einsatzkräfte über verschiedenste moderne Baumaschinen. Nächster Programmpunkt: Besichtigung eines Magazins für Schulungszwecke mit Bomben, Granaten und Gewehrmunition aller Art aus verschiedensten Ländern. Daran anschließend beobachteten die Teilnehmer im Übungsgelände einen Pioniertrupp, der eine stählerne Kurzbrücke aus Einzelkomponenten mit großem Kraftaufwand manuell zusammensetzte, während daneben mit Widerhakensperrdraht bestückte Spanische Reiter aufgestellt wurden, um Feindkräfte in der Bewegung zu hindern. Am Ende des Truppenbesuchs mit einer Fülle an Informationen und Erkenntnissen bedankte sich Sektionsleiter Gerhard Ziegelbauer mit einem Präsent bei Oberstleutnant Jürgen Pfeilschifter für die hervorragende Vorbereitung und Betreuung und wünschte dem Gebirgsbataillon 8 eine erfolgreiche Zukunft.

Sektionsleiter Gerhard Ziegelbauer (re.)dankt dem Stellv. Kommandeur Oberstleutnant Jürgen Pfeilschifter für hervorragende Betreuung. - Foto: Fritz Rudzik

Eine abschließende Bereicherung bildete der Besuch des Bayerischen Armeemuseums in Ingolstadt, das eine umfangreiche Sammlung von Waffen, Ausrüstungsgegenständen, Uniformen, Fahnen, Standarten, Gemälden und Orden mit dem Schwerpunkt auf der Bayerischen Armee beherbergt.

Besichtigung eines Apache Marschflugkörpers im Bayerischen Armeemuseum. - Foto: Fritz Rudzik
 
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