Nachschau - Veranstaltung vom 18. - 20.03.2017

 
 
 
 

Informationsreise

 
 

Samstag, 18. März – Montag, 20. März 2017

 
Foto: Jürgen Rann
 

*****

 
Bericht der Sektion Ostwürttemberg

Sicherheitspolitische Informationsfahrt ins Berchtesgadener Land

Von Gerhard Ziegelbauer

Eine Sicherheitspolitische Informationsfahrt unter der Leitung von Sektionsleiter Gerhard Ziegelbauer führte die Sektion Ostwürttemberg ins Berchtesgadener Land.

Erstes Ziel war das Salzburger Wehrgeschichtliche Museum in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Salzburg. Dort begrüßte Herr Professor Dr. Oberst Mitterer der Leiter des Museum begrüßte die Gruppe.

Das Quartier "Schapbachhof" - Foto: freizeitheim-schapbachhof.de

Im Museum sind 2000 Jahre Wehrgeschichte dargestellt mit Uniformen, Ausrüstungsgegenstände, Orden und Ehrenzeichen sowie vor allem Waffen und Munition aus den unterschiedlichsten Bereichen und Epochen. Es beginnt mit dem Gladius eines römischen Legionärs und geht über verschiedenste alte Blankwaffen, Steinschlosspistolen und Gewehre bis zu den Waffen des Ersten Weltkrieges und der Moderne. Darüber hinaus sind viele andere Ausstellungsobjekte zu besichtigen. Darunter seltene Urkunden, wie der „Trachenberger Kriegsplan“ des österreichischen Generalstabschefs Josef Graf Radetzky, einer absoluten Rarität. Daneben gibt es umfangreiche Sammlungen alter Bilder, Landkarten und einzigartiger Fotografien. Im Freigelände können Panzer, Kanonen und Fahrzeuge des österreichischen Bundesheeres besichtigt werden.

Das Bundesheer der zweiten Republik spannt den Bogen von der unmittelbaren Nachkriegszeit, der B-Gendarmerie und der Aufstellung des Bundesheeres über die Raumverteidigung der Siebziger- und Achtzigerjahre bis zu den internationalen Einsätzen.

Im Anschluss an den Besuch wurde das Quartier „Schapbachhof“ in Schönau am Königssee, unweit von Berchtesgaden bezogen. Dort begrüßte SL Gerhard Ziegelbauer am Abend den Stellvertretenden Deutscher Direktor des GCMC Garmisch Partenkirchen General .a.D. Johann Berger. Dieser erläuterte in einem Vortrag Organisation, Aufgaben und Ziele das Marshall Center. Im Anschluss an eine rege Diskussion überreichte Gerhard Ziegelbauer General Berger das Wappen der GSP.

Am Sonntag stand der Besuch des Nationalparkzentrum Haus der Berge in Berchtesgaden auf dem Programm. Das Tor zum Alpen-Nationalpark wurde im Mai 2013 eröffnet und versteht sich als Tor zum Nationalpark. In einem rund 1000 m2 großen Raum befindet sich die Ausstellung „Vertikale Wildnis“. Hier erlernt man auf einer stetig ansteigenden Wanderung die gesamte Bandbreite des Lebens im Nationalpark Berchtesgaden kennen. Unterschiedliche Raumeindrücke und je nach Jahreszeit wechselnde Licht- und Toninszenierungen machen jede Wanderung durch die Ausstellung einzigartig.

Am Nachmittag wurde dann die Mozart Stadt Salzburg auf eigene Faust erkundet.

Der folgende Tag begann mit einem Besuch beim Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen-Strub. Der stellv. Kommandeur Major Lars Kauven begrüßte die Gruppe und stellte den Verband vor. Die Gebirgsjäger haben die Fähigkeit den Kampf besonders im Gebirge und Hochgebirge unter extremen Bedingungen wie extremer Witterung und im arktischen Gelände sowie in der Wüste zu führen. In diesem Gelände führt die Gebirgsjägertruppe den infanteristischen Kampf gegen feindliche Infanterie, bedingt mittels Panzerabwehrwaffen auch gegen gepanzerte Fahrzeuge. Die Versorgung erfolgt abhängig von Gelände, Witterung und Feindlage durch Kraftfahrzeuge, Hubschrauber oder auch Tragtiere. Die Gebirgsjäger können auch in unwegsamen Gelände durch die Heeresflieger angelandet werden. Als Transportfahrzeug dient dem Bataillon unter anderem der BV 206 Husky.

Stabsfeldwebel Florian Keusch vom Gebrigsjägermuseum und SL Gerhard Ziegelbauer - Foto: GSP

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr am Standort. Nachwuchsathleten für Olympische Sportarten wie Bobfahren, Rennrodel, Skeleton und Snowboard werden hier trainiert. Diese Erfolge sind Olympiasieger und Medaillengewinner im Rodeln wie Georg Hackl und Tobias Wendler vom Königssee.

Zur Stärkung gab es ein Weißwurstfrühstück. Danach wurde das Gebirgsjägermuseum besucht. Stabsfeldwebel Florian Keusch führt durch das Museum. Eine umfangreiche Sammlung der Gebirgsjägerausrüstung und Dokumentation über in den beiden Weltkriege, den UNO Einsatz in Somalia bzw. auf dem Balkan und den Afghanistaneinsatz wurden gezeigt.

Kaserne in Strub mit Jennergebrige - Foto: GSP

Ein Bummel durch die Stadt Bad Reichenhall und deren Kuranlagen rundete den Besuch ab.

Weiterführende Informationen:

Über das Marshall Center
Geschichte des George C. Marshall Center
 
Nach oben Zurück