Nachschau - Veranstaltung am 25.10.2017

 
 
 
 

Exkursion
zum

Truppenübungsplatz Hohenfels
in der Oberpfalz

 
 

Mittwoch, 25. Oktober 2017

 

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Bericht der Sektion Ostwürttemberg

Übungsplatz Hohenfels erkundet

Exkursion der Sektion Ostwürttemberg in die Oberpfalz

Von Gerhard Ziegelbauer
Die Reisegruppe auf dem Übungsplatz in Hohenfels - Foto: GSP Ostwürttemberg

Ziel der GSP Ostwürttemberg unter der Leitung von Sektionsleiter Gerhard Ziegelbauer war der Truppenübungsplatz Hohenfels in der Oberpfalz, der 1931 eröffnet wurde, seit 1951 von der US Army genutzt wird und mit 16000 Hektar einer der größten Plätze in Deutschland ist.

Bei der Rundfahrt durch den Platz erfuhren die Teilnehmer von Norbert Wittl viel Interessantes über Entstehung, Größe, militärische und zivile Einrichtungen, Beschäftigte und militärische Nutzung. Nur noch Ortsschilder, Obstbäume und einige Häuserruinen erinnern heute noch an die ehemaligen Siedlungen.

Die weiteren brachliegenden Flächen sind heute wichtige Rückzuggebiete für seltene Pflanzen und Tiere. 13000 Schafe sind von März bis Oktober auf dem weiten Gelände als Landschaftspfleger eingesetzt.

Die Bundeswehr nutzte den Platz jahrelang für den „Scharfen Schuss“ mit Panzerfahrzeugen. Inzwischen sind die ehemaligen Schießbahnen entmunitioniert, das heißt von Blindgängern und Munitionsresten gesäubert.

Sie werden von der Natur zurückerobert. Die US Army und ihre Verbündeten bereiten sich heute auf dem Übungsplatz auf die unterschiedlichsten Anforderungen vor, die bei Auslandseinsätzen Mensch und Material fordern.

Durch möglichst realitätsnahe Szenarien üben Soldaten die interkulturelle, teils mehrsprachige Kommunikation und den sozialen Umgang mit Einwohnern eines Einsatzgebietes, um so Eigenheiten des Landes kennenzulernen. Die Soldaten sollen sensibilisiert werden. Sie trainieren die Unterscheidung militärischer Ziele bzw. Bedrohungen von zivilen Personen und Angelegenheiten und üben den Umgang sowie die Zusammenarbeit mit anderen Sicherheitskräften und Hilfsorganisationen vor Ort.

Burgruine Hohenfels - Foto: GSP Ostwürttemberg

Nachdem in den vergangenen Jahren die US Armee ihre Truppen in Europa sehr stark abgebaut hatte, sich die sicherheitspolitische Lage in Europa seitdem aber leider nicht zum Positiven veränderte, werden heute in gewissen Zeitabständen wieder Soldaten aus den USA zum Üben nach Hohenfels verlegt.

In Hohenfels sind aber auch Soldaten mit Familien stationiert. Fast 700 deutsche Arbeitnehmer finden auf dem Übungsgelände Arbeit. Die Angehörigen Kinder und Jugendliche besuchen die dortige Elementar bzw. Middle High School, übringens werden zwei Drittel der benötigten Nahrungsmittel von den USA eingeführt, der Rest meist Frischprodukte wird auf dem deutschen Markt gekauft.

Ein Zwischenstopp gab es dann noch in Hohenfels um die Burgruine zu besteigen. Mit einer Einkehr in der alten Scheune Hammermühle bei Schmidmühlen ließen die Teilnehmer den informativen Tag ausklingen.

 
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