Nachschau - Veranstaltung am 30.11.2015

 
 

Sicherheitspolitischer Vortrag

zum Thema

Die Rolle der Türkei in der Flüchtlingsfrage

Referent:

Matthias Hofmann M.A.

Historiker und Orientalist
 

am Montag, 30. November 2015,19.00 Uhr
in der Nibelungen-Kaserne
Dr.-August-Stumpf-Str. 33, 74731 Walldürn

 

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Pressebericht Logistikbataillon 462

Flüchtlinge als Chance für einen Neuanfang

Zur Rolle der Türkei in der Flüchtlingsfrage

Von Frederik Zimmermann

Zum zweiten Mal in diesem Jahr konnte die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) den renommierten Historiker und Orientalist, Herr Diplom Medienpraktiker Matthias Hofmann, für ein sicherheitspolitisches wie auch brisantes Thema gewinnen. Im Themenschwerpunkt stand die Rolle der Türkei in der Flüchtlingsfrage. Da dieses Thema nicht nur die Bundeswehr betrifft, konnte sich der Vortragende auch über eine rege Beteiligung aus der zivilen Gesellschaft freuen.

Erneut ging die Initiative von der GSP Sektion Taubertal aus und so lud Herr Oberstleutnant a.D. Wolfgang Krayer, der Sektionsleiter, in die Räumlichkeiten der Nibelungenheimgesellschaft am 30.11.2015 ein. Der Kommandeur des Logistikbataillons 461, Herr Oberstleutnant Marko Dietzmann, bedankte sich vorab für die Organisation seitens der GSP und Herrn Hofmann. „Trotz der Kurzfristigkeit haben wir eine ausgebuchte Veranstaltung“, so Dietzmann, sichtlich erfreut.

Die Veranstalter vlnr.: OTL a.D. Krayer, OTL d.R. Hofmann, OTL Dietzmann - Foto: Kappl

Ein Abriss der Flüchtlingshistorie

Zu Beginn erläuterte der Experte welche Ursachen „Flucht“ begünstigen. Diese reichten von Bürgerkriegen, über Epidemien bis hin zur Armut. Er wies nochmals darauf hin, dass kein Mensch gerne flieht und zeigte geschichtliche Beispiele auf, anhand derer die verschiedenen Flüchtlingsbewegungen, wie auch Ursachen, in der Vergangenheit ersichtlich wurden. „Ich bin stolz auf unser Bildungssystem“ betonte Hofmann. Es sei Dank dessen, dass wir eine so hohe Toleranz in Fragen der Flüchtlingsaufnahme haben. Unser weltoffenes Erziehungsbild trage in einer solchen Situation ihre Früchte.

Aus Fehlern lernen und für Neues vorbereitet sein

Im Laufe des Vortrags zeigte Matthias Hofmann die zahlreichen Torturen der Flüchtlinge auf, sei es die Strapazen der Reise quer durch Afrika oder die Verschleppung und den daraus resultierenden Menschenhandel. Der Rolle der Türkei sah der Nahostexperte kritisch entgegen. „Eine Flüchtlingszone als Puffer in den kurdischen Gebieten südlich der Türkei halte ich für fraglich. Erst recht wenn der türkisch-kurdische Konflikt durch die EU finanziert wird“.

Ferner betonte er, dass ein fehlendes Flüchtlingskonzept in Baden-Württemberg vieles erschwert habe und es wichtig sei mit offenen Karten zu spielen, um den Gemeinden frühzeitig Handlungssicherheit zu geben. Abschließend führte er seinen gebannten Zuhörern vor Augen, dass es unumgänglich sei, Flüchtlinge gegebenenfalls eines Tages wieder in ihre Länder zurückzuschicken, vorausgesetzt die Sicherheit vor Ort erlaube dieses, denn Flüchtlinge die unsere Werte anhand der Gesellschaft und des Bildungssystems aufgenommen haben, können es schaffen diese Werte in ihren ursprünglichen Ländern vorzuleben. „Es ist die Jugend, die wir eines Tages an der Macht sehen wollen, nicht die alte Generation, die in ihren Köpfen noch Hass und Intoleranz haben“, so Hofmann abschließend.

Fortsetzung folgt

Eine angeregte Diskussionsrunde beendete den offiziellen Teil und die Zuhörer konnten sich noch im Beisein des Redners bei einem kleinen Umtrunk in Gespräche vertiefen. Die Veranstaltung war, wie auch im Frühjahr, ein voller Erfolg und wird nächstes Jahr mit einer neuen Themenreihe fortgesetzt. Herr Krayer und Herr Dietzmann bedankten sich beim Referierenden und der Kommandeur überreichte, Herrn Hofmann, das Bataillonswappen als Dank und gleichzeitig als Erinnerung an eine gelungene Veranstaltung im Rahmen der Gesellschaft für Sicherheitspolitik.

 

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vom 06.12.2015

Vortrag: Matthias Hofmann referierte bei der Gesellschaft für Sicherheitspolitik in Walldürn

Die Rolle der Türkei stand im Fokus

WALLDÜRN. Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die Gesellschaft für Sicherheitspolitik {GSP) den Historiker und Orientalist, Diplom-Medienpraktiker Matthias Hofmann, für ein sicherheitspolitisches Thema gewonnen. Schwerpunkt war die Rolle der Türkei in der Flüchtlingsfrage. Da dieses Thema nicht nur die Bundeswehr betrifft, erfreute sich der Vortragende über rege Beteiligung aus der zivilen Gesellschaft.

Erneut ging die Initiative von der GSP Sektion Taubertal aus und so lud Oberstleutnant a.D. Wolfgang Krayer, der Sektionsleiter, in die Räume der Nibelungenheimgesellschaft ein. Der Kommandeur des Logistikbataillons 461, Oberstleutnant Marko Dietzmann, sagte, „trotz der Kurzfristigkeit haben wir eine ausgebuchte Veranstaltung". Zu Beginn erläuterte der Experte welche Ursachen „Flucht" begünstigen. Diese reichten von Bürgerkriegen, über Epidemien bis hinzur Armut. Er wies nochmals darauf hin, dass kein Mensch gerne flieht und zeigte geschichtliche Beispiele auf, anhand derer die verschiedenen Flüchtlingsbewegungen, wie auch Ursachen, in der Vergangenheit ersichtlich wurden. „Ich bin stolz auf unser Bildungssystem" betonte Hofmann. Es sei Dank dessen, dass wir eine so hohe Toleranz in Fragen der Flüchtlingsaufnahme haben. Unser weltoffenes Erziehungsbild trage in einer solchen Situation ihre Früchte.

Im Laufe des Vortrags zeigte Hofmann die Torturen der Flüchtlinge auf, sei es die Strapazen der Reise quer durch Afrika oder die Verschleppung und den daraus resultierenden Menschenhandel. Der Rolle der Türkei sah der Nahostexperte kritisch entgegen. „Eine Flüchtlingszone als Puffer in den kurdischen Gebieten südlich der Türkei halte ich für fraglich. Erst recht wenn der türkisch- kurdische Konflikt durch die EU finanziert wird".

Ferner betonte er, dass ein fehle~ des Flüchtlingskonzept in Baden- Württemberg vieles erschwert habe und es wichtig sei, mit offenen Karten zu spielen, um den Gemeinden Handlungssicherheit zu geben. Abschließend führte er aus, dass es unumgänglich sei, Flüchtlinge gegebenenfalls eines Tages wieder in ihre Länder zurückzuschicken, vorausgesetzt die Sicherheit vor Ort erlaube dies, denn Flüchtlinge, die westliche Werte aufgenommen haben können es schaffen, diese Werte in ihren ursprünglichen Ländern vorzuleben. "Es ist die Jugend, die wir eines Tages an der Macht sehen wollen, nicht die alte Generation, die in ihren Köpfen noch Hass und Intoleranz haben".

Eine angeregte Diskussionsrunde beendete den offiziellen Teil. Die Veranstaltung war, wie auch im Frühjahr, ein voller Erfolg und wird nächstes Jahr mit einer neuen Themenreihe fortgesetzt.

Krayer und Dietzmann bedankten sich beim Referierenden und der Kommandeur überreichte Hofmann das Bataillonswappen als Dank und Erinnerung an eine gelungene Veranstaltung.

 
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