Nachschau - Veranstaltung am 21.08.2017

 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

„Baltikum - Quo Vadis?

 
Referent:

Oberstleutnant a.D. Karl-Dieter Karstens

Ulm
 

am Montag, 21. August 2017, 19.00 Uhr
im Mannschaftsheim der Rommelkaserne
Auf dem Lerchenfeld 1, 89160 Dornstadt

 

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Bericht der Sektion Ulm

Baltikum – quo vadis?

Blick in Vergangenheit und Zukunft der Baltenrepubliken

Von Wolfgang Goetze
vlnr. OStFw a.D. Lott, OTL a.D. Lempke, Brigadier (AUT) Platzer, Referent OTL a.D. Karstens, GenMaj (HU)Fucsku, OTL a.D. Goetze, Sektionsleiter Ulm - Foto: Goetze

Am vergangenen Montag, den 21.08.2017 hielt Herr Oberstleutnant a.D. Karl-Dieter Karstens in der Rommel-Kaserne Dornstadt einen Vortrag zum Thema „BALTIKUM – QUO VADIS?“ vor Mitgliedern der Sektion Ulm und zahlreichen Gästen. Mit den Spannungen zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation vor Augen – wie auch davor gelegener Ereignisse beispielsweise zwischen Georgien und der Russischen Föderation – unternahm Herr Karstens den gelungenen Versuch an Hand der geschichtlichen Vergangenheit der drei Baltischen Republiken Litauen, Lettland und Estland einen Blick in deren politische Zukunft nach 1990 zu werfen. Durch die mit Informationen und Fakten geladenen Gliederung des Vortrags in die Punkte A. Begriffsbestimmung „Baltikum“, B. Historische Zusammenhänge, C. Reiseimpressionen und D. Sicherheitspolitischer Aspekt, gewannen die Zuhörer sehr schnell ein klares Bild darüber, dass die mit dem politischen Oberbegriff „Baltische Staaten“ zusammengefassten drei Republiken weder politisch, wirtschaftlich, noch kulturell eine Einheit bildeten. Die „territoriale und ethnische sowie historische, politische und kulturelle Entwicklung“ aufgeführt seit der Besiedelung der Region vor 11.000 Jahren über das Mittelalter und der Zeiten vor, während und nach den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts verdeutlicht, dass diese Staaten und deren Bevölkerung von Mächten wie Spielbälle hin und her geworfen, erobert und an ihrer Eigenständigkeit gehindert wurden.

Angesichts der jeweiligen Bevölkerungszahl zeigte die Gegenüberstellung militärischer Stärken und deren Zusammensetzung zu Weißrussland, der Russischen Föderation sowie die geopolitische Lage des zu letzteren gehörenden Kaliningrad die Vulnerabilität der Baltischen Staaten. Hier wurde dann auch die Bedeutung von deren Mitgliedschaft in der NATO hervorgehoben. Auch die NATO-Präsenz in Form von NRF (NATO Response Force) und VJTF (Very High Readiness Task Force), um die politische Eigenständigkeit von Litauen, Lettland und Estland zu sichern, wurde erläutert. In Litauen unter deutscher Führung, denn dort sind auch 450 Bundeswehrsoldaten. Abschließend wurden die sogenannte „Suwalki-Lücke“ und das anstehende Großmanöver „SAPAD 2017“ russischer und weißrussischer Truppen angesprochen.

Die im Anschluss stattfindende Frage-Runde wurde vom interessierten Publikum mit zahlreichen Fragen genutzt. Bei den Antworten unterstützten hochrangige militärische Gäste vom MNKdoOpFü und trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei.

 
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