Nachschau - Veranstaltung am 19.05.2015

 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Die Bedrohung durch ISIS –
wie geht es weiter im Nahen Osten?

Referent:

Dr. Kinan Jaeger

Lehrbeauftragter der Universität Bonn
 

am Dienstag, 19. Mai 2015, 19:00 Uhr
im "Le Manége"
Am Neuen Markt 9 a/b, 14467 Potsdam

 

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Eigenbericht der Sektion Potsdam

Die Bedrohung durch den IS

Von Dr. Kurt Hecht
vlnr. Dr. Kurt Hecht, GSP-Sektionsleiter Potsdam, Referent Dr.Kinan Jaeger und Oberst a.D. Horst Abromeit, Leiter Regionalkreis Potsdam der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V. - Foto: privat

Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. – Sektion Potsdam, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V. und der Reservistenverband – Landesgruppe Brandenburg luden am 19. Mai zu einer gemeinsamen sicherheitspolitischen Vortragsveranstaltung ein. Der Nahostexperte und gebürtige Syrer Dr. Kinan Jaeger, Lehrbeauftragter der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn sprach zum Thema „Die Bedrohung durch den IS“. Über 90 Zuhörer folgten der Einladung in das Potsdamer „Le Manége“.

Dr. Jaeger gelang es, der interessierten Zuhörerschaft eine umfassende Analyse der Entstehungsgeschichte vom „Islamischen Staat“ im Mittleren Osten aufzuzeigen. Dabei spiele der Zerfall der unterschiedlichen arabischen Staaten und ihren jeweiligen Herrschaftsstrukturen ebenso eine entscheidende Rolle, betonte der Referent, wie auch die angrenzenden sowie direkt oder indirekt beteiligten Mächte, die mit den unterschiedlichsten Mitteln Einfluss nehmen. So seien der Irak und Syrien zum Spielball zwischen sunnitischen und schiitischen Kräften geworden. Auch die Kurden Syriens, des Irak und der Türkei verfolgten ihre ganz elementaren Interessen.

Der IS stellt sich gern als eine arabische Variante der Unterdrückten dar. Die angewandten Methoden des Umgangs in den eroberten Gebieten werden aus dem Koran abgeleitet und sind nicht mit demokratischen sowie humanitären Prinzipien des Menschenrechts westlicher Prägung vereinbar.

Dr. Jaeger wies nach, dass die Antagonismen zwischen den unterschiedlichsten Machtblöcken des Mittleren Orients die verfeindeten Gruppen nicht zur Ruhe kommen lassen wird. Der Kampf und der Besitz um das Öl bleibt wichtigste Triebfeder.

Fragen zur Finanzierung des IS, zu den Strukturen auf militärischer, sozialer und organisatorischer Seite sowie zu den Geländegewinnen führten zu einer angeregten Diskussion, die anschließend bei einem Imbiss in kleinen Gruppen ihre Fortsetzung fand.

 
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