Nachschau - Veranstaltung am 28.09.2015

 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung

Ein Blick auf Vergangenheit und Zukunft
aus französischer Perspektive

Referent:

Professor Dr. Henri Ménudier

Universität Paris III – Sorbonne Nouvelle
 

am Montag, 28. September 2015, 18.00 - 20.00 Uhr
Steigenberger Hotel Potsdam
Allee nach Sanssouci 1, 14471 Potsdam

 

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Bericht der Sektion Potsdam

25 Jahre deutsche Einheit aus französischer Sicht

Ein Blick hinter die Kulissen der 2+4-Gespräche

Von Dr. Kurt Hecht
vlnr: Oberst a.D. Horst Abromeit; Deutsch-Atl.Ges; Oberst a.D. Manfred Hildenbrand, Reservistenverband Brandenburg; Referent Prof.Dr.Henri Ménudier, Dr.Kurt Hecht GSP Potsdam und Stephan Raabe KAS Brandenburg - Foto: GSP

Über 100 Zuhörer haben am 28. September 2015 einen Vortrag von Prof. Dr. Henri Ménudier gehört, der das Thema „25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung – Ein Blick auf die Vergangenheit und Zukunft aus französischer Perspektive“ zum Inhalt hatte.

Der Referent hat sehr anschaulich, ausgehend von der französisch-deutschen Geschichte bis 1989, berichten können, wie die verantwortlichen politischen Eliten Frankreichs differenziert auf die Zwei-plus-Vier-Verhand-lungen hingewirkt haben.

Professor Ménudier war an entscheidenden Zusammenkünften der damaligen Zeit als Berater Frankreichs involviert. Er hat den Anwesenden die französische Sicht der damaligen politischen, wirtschaftlichen, militärischen, materiellen und sozialen Öffentlichkeit sehr plastisch vor Augen geführt.

Aber angefangen bei Schumann über de Gaulle bis zu Mitterand haben die Verantwortlichen Frankreichs stets für eine europäische Lösung der deutschen Frage plädiert, obwohl es nicht an Versuchen fehlte die deutsche Vereinigung nach dem Fall der Mauer offen zu halten.

Präsident Mitterand war zur damaligen Zeit zugleich auch Vorsitzender des Europarates und hat aus dieser Verantwortung für eine effektive französisch-deutsche Kooperation auf die Sowjetunion und Großbritannien, gemeinsam mit dem Präsidenten der USA, eingewirkt.

Die Rolle, die Helmut Kohl in der damaligen Zeit spielte, war zur Findung einer Lösung der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen ebenso wichtig, wie die feste Anlehnung an die Rolle Frankreichs.

Die anschließende Diskussion der Fragen der anwesenden Zuhörer vertieften den sehr positiven Eindruck, den der Referent auf der Kooperationsveranstaltung hinterlassen hatte.

Die persönlichen Gespräche zur Sicherheitspolitik wurden bei einem Glas Wein und Butterbrezeln weiter geführt.

 
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