Nachschau - Veranstaltung am 20.05.2015

 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Kampfdrohnen:

Völkerrechtliche Aspekte, die Frage nach dem militärischen Nutzen
und die Ambivalenz von Technikentwicklung und -einsatz

Referent:

Oberst a.D. Wolfgang Richter

Stiftung Wissenschaft und Politik SWP, Berlin
 

am Mittwoch, 20. Mai, 17.30 Uhr
im Seminarraum 3, Zentrales Hörsaalgebäude
Brandenburgische Technische Universität Cottbus - Senftenberg
Zentralcampus Cottbus
Platz der Deutschen Einheit 1, 03046 Cottbus

 

Zur Veranstaltung:

Im März 2015 wurde bekannt, daß die Bundesregierung die Entwicklung einer waffentragenden fernlenkbaren Kampfdrohne gemeinsam mit den europäischen Partnern Frankreich und Italien auf den Weg bringen wird. Frühestens im Jahr 2020, spätestens aber im Jahr 2025, soll die bewaffnete Drohne auch bei der Bundeswehr eingeführt werden und wird ab diesem Zeitraum in Bundeswehreinsätzen nutzbar sein. Dieses Vorhaben wird von Beobachtern als ein Paradigmenwechsel in der deutschen Militär- und Sicherheitspolitik angesehen.

Der Vortrag bietet die Gelegenheit, das Feld der möglichen Konflikte im Zusammenhang mit der Entwicklung von Drohnen und deren Einsatz auszuloten und mit einem ausgewiesenen Experten Argumente für ein Für oder Wider auszutauschen. Welche völkerrechtlichen Normen werden möglicherweise berührt? Wie steht es um die Verantwortung und Verantwortlichkeit beim Einsatz eines solchen Waffensystems? Welche operativ-taktischen Vorteile versprechen sich Militärs von der Verfügbarkeit von Drohnen? Vor welche Herausforderungen sehen sich die Streitkräfte gestellt?

Das Thema zeigt überdies mit besonderer Eindringlichkeit, von welchen Ambivalenzen Technikentwicklung und -einsatz (nicht nur) im militärischen Bereich gekennzeichnet sind.

Zum Referenten:

Wolfgang Richter, Oberst a.D., ist Mitarbeiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin. Zuvor war er Abteilungsleiter für globale und europäische Rüstungskontrolle im Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr sowie von 2005 bis 2009 Leiter des militärischen Anteils der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien.

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