Nr. 11/2016

Landesbereich IV

Hessen - Rheinland-Pfalz - Saarland

 

Sektion Saar
Sektionsleiter: Oberst a.D. Klaus Zeisig

 

Die Sektion „Saar“ in der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) deckt das gesamte Saarland ab.

Seit Oktober 2004 nimmt Oberst a. D. Klaus Zeisig aus Nonnweiler die Funktion des Sektionslei-ters Saar wahr, unterstützt von Oberstleutnant a. D. Hans-Eduard Fentsch als Stellvertreter und Stabsfeldwebel a.D. Wolfgang Leiser als Organisations-Assistent, beide aus Saarlouis.

Seit Oktober 2014 führt die älteste sicherheitspolitische Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland, die seit 1952 zunächst als Gesellschaft für Wehrkunde, dann seit Anfang der 1990er Jahre als Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik bestehende und bisher unter dem Kürzel „GfW“ bekannte Vereinigung einen neuen Namen:

Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP)

Die GSP ist eine unabhängige und überparteiliche Vereinigung, die sich der Vermittlung eines sicherheitspolitischen Verständnisses in der Bevölkerung widmet.

Mit der Namensänderung sollte dem mittlerweile umfassenden Verständnis von Sicherheitsvorsorge eines Staates gegenüber seinen Bürgern deutlicher Ausdruck verliehen werden.

Mit dem Begriff Sicherheit verbindet die GSP schon seit langem mehr als nur den Schutz und die Unversehrtheit des eigenen Landes durch eigene und verbündete Streitkräfte.

Das Spektrum der Vorsorge des Staates für die Sicherheit und das Wohlergehen seiner Bürger ist heute in der globalisierten und durch moderne Kommunikations- und Transportmittel immer enger zusammenrückenden Welt äußerst komplex und umfasst neben dem klassischen Feld der Äußeren auch die Innere Sicherheit, den Schutz vor Terrorismus, Umwelt- und Katastrophenschutz, Sicherheit freier Handelswege, den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, hinreichende Versorgung mit gesundem und sauberem Wasser, ausreichende Ernährung und Gesundheitsvorsorge weltweit zur Vermeidung humaner Katastrophen, wie auch Hilfestellung beim Abbau von Migrationsursachen.

Die Informationsarbeit der GSP-Sektion Saar erfolgt überwiegend in Form von Vortragsveranstaltung, hin und wieder werden auch Ganztagesseminare angeboten.

Die Themenbereiche der Sektionsarbeit orientieren sich an der satzungsgemäßen Ausrichtung der GSP in der Förderung der Bildung auf dem Gebiet der Sicherheitsvorsorge des Staates. Dabei wird auch im besonderen Maße dem Umstand Rechnung getragen, dass moderne Sicherheitspolitik im obigen Sinne längst die Grenzen klassischer Verteidigungspolitik überschritten hat und selbst als sehr komplexes Aufgabenfeld des Staates verstanden werden muss.

Infolge der asymmetrischen Bedrohung durch den internationalen, derzeit vorwiegend religiös-kulturell begründeten Terrorismus, verschwimmen zudem die Grenzen zwischen äußerer und innerer Sicherheit. Diese Zusammenhänge aufzuzeigen, für eine nationale, komplexe Sicherheitsvorsorge im internationalen Verbund Verständnis zu wecken und sachliche Hintergrundinformationen zur eigenen Meinungsbildung oder deren Abrundung zu liefern, sind die wesentlichen Orientierungspunkte für die Themenauswahl in der Sektion.

Auch die Art der Informationsdarbietung trägt dem eigenen Verständnis der Vermeidung von Bevormundung erwachsener oder heranwachsender Bürger und deren Indoktrinierung Rechnung. So werden in den überwiegend als Vortragsveranstaltung mit anschließender Aussprache konzipierten Veranstaltungen unterschiedlichste Themen grundsätzlichen Charakters oder mit aktuellem Bezug durch sachkompetente und namhafte Referenten aufbereitet und in einer anschließenden Aussprache unter starker Beteiligung der Zuhörer vertieft.

Die GSP verfügt über eine eigene Homepage – www.gsp-sipo.de – auf der sich jeder Interessierte grundlegend und über aktuelle Veranstaltungen informieren kann.

Die GSP- Sektion Saar gehört zum GSP-Landesbereich IV, der die Bundesländer Hessen, Rhein-land-Pfalz und Saarland umfasst und ist auch über www.gsp-sipo.de/lb4/saar direkt anwählbar. Dort wird über künftige und die aktuell anstehenden Vorhaben informiert. In der Rubrik „Archiv“ finden sich kurze Sachberichte über durchgeführte Veranstaltungen.

In der Regel führt die Sektion Saar 8 - 10 Vortragsveranstaltungen im Jahr durch, die überwiegend donnerstags, 19.30 Uhr, aus Kostengründen im außerhalb der Kaserne gelegenen Offiziersheim in Saarlouis, stattfinden.

Grußbild nach Afghanistan an die damals dort eingesetzten Soldaten der Saarlandbrigade nach einem Afghanistan-Lagebild von MdB a.D. Winfried Nachtwei - Foto: GSP

Vor dem Hintergrund knapper Betriebsmittel, bereitgestellt vom Bundespresseamt, ist die Zu-sammenarbeit mit dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, Landesgruppe Saarland, für die Sektion Saar eine schon fast unerlässliche Notwendigkeit. Dankbar wird auch die aktive Unterstützung der Sektionsarbeit seitens des Standortes Saarlouis durch die Bereitstellung eines Vortragsraumes im Standortoffiziersheim angenommen.

Die dabei erzielten Synergie-Effekte machten und machen eine intensive Sektionsarbeit trotz knapper Betriebsmittel überhaupt erst möglich.

Ergänzt wird diese schon routinemäßige Zusammenarbeit durch fallweise Kooperation mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft - Regionalkreis Saarland, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Villa Lessing, dem Zentrum für lebenslanges Lernen, der Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken und der Landeszentrale für Politische Bildung Saarland.

Auf diese Weise können auch Referenten mit größerer Öffentlichkeitswirksamkeit für übergrei-fende Themen gewonnen werden.

Dennoch ist die Sektion auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen. Hierzu gehören natürlich neue Mitglieder (Mitgliedsbeitrag pro Jahr nur 20, - €!) und Spenden, für die Spendenbescheinigungen ausgestellt werden. Die GSP ist eine vom Finanzamt Bonn-Mitte anerkannte gemeinnützige, förderungs- und spendenwürdige Gesellschaft.

Natürlich bestimmt die Aktualität des Weltgeschehens die Themen der Vorträge. Dabei werden umfangreichere Themenkomplexe in mehreren zeitlich aufeinander abgestimmten Vorträgen behandelt.

Breiten Raum nahmen in den letzten Jahren die Definition von Sicherheitspolitik in einem geän-derten Umfeld, die Analyse möglicher Risiken oder gar Bedrohungen und die daraus abzuleiten-den Konsequenzen für die Außen- und Sicherheitspolitik auf nationaler Ebene, im Rahmen der Europäischen Union und für die internationale Krisenprävention und -bewältigung im Rahmen der Vereinten Nationen ein.

Hierbei wurde deutlich, dass sich nach der Auflösung des Ost-West-Gegensatzes (der nun wieder aufzuflammen scheint) und der Wiedervereinigung Deutschlands auch und gerade für die Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland signifikante Konsequenzen für das real jetzt wahrzunehmende Aufgabenspektrum und die darauf auszurichtenden Streitkräftestrukturen und deren Ausrüstung ergeben. Als Synonym dafür gilt die Transformation der Bundeswehr, die im Mittelpunkt mehrerer Vorträge stand.

Natürlich standen und stehen auch der internationale Terrorismus und dessen Auswirkungen auf Europa im Blickpunkt der Sektionsarbeit.

Die europäischen Aspekte der Sicherheitspolitik wurden mit den Fragen der notwendigen zivilen und militärischen Ressourcen der EU zur Krisenprävention und Krisenbewältigung beleuchtet. Die Fragen nach der Europäischen Identität und den Grenzen Europas erhielten gerade im Zuge der Flüchtlingskrise und deren Bewältigung neue Aktualität.

Klaus Zeisig
In eigener redaktioneller Verantwortung

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