Nachschau - Veranstaltung am 23.05.2017

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Herausforderungen an einen modernen Bevölkerungsschutz -
Aufgaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

 
Referent:

Christoph Unger

Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
 

am Dienstag, 23. Mai 2017, 19.00 Uhr
Bundespresseamt (Außenstelle Bonn)
Pressesaal 1.OG
Welckerstr. 11, 53113 Bonn

 
 
Foto: BBK
 

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Bericht der Sektion Bonn

Zivilschutz obliegt dem Bund

Vortrag über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Von Richard Rohde
Christoph Unger bei seinem Vortrag in Bonn. - Foto: Richard Rohde

Wer aus dem Bereich des öffentlichen Dienstes erinnert sich nicht an die WINTEX-Stabsrahmenübungen, die bis 1989 durchgeführt wurden? Sie dienten dem besseren Zusammenwirken zwischen militärischer Verteidigung, Zivilschutz und Katastrophenschutz im Fall eines Atomkriegs auf deutschem Boden. Das zivile und militärische Personal bis hin zur kommunalen Ebene sollte hierzu beübt werden und die Verfahren der anderen Betroffenen Behörden und Dienststellen kennen.

Seitdem hat sich viel getan, vieles geriet auch in Vergessenheit. Katastrophen im Frieden obliegen nach wie vor der Zuständigkeit der Länder (z.B. Flutkatastrophe). Militärische Angriffe als Grundlage für den Zivilschutz obliegen dem Bund. Lassen sich jedoch alle Katastrophen und ganz besonders die neue Bedrohung durch Terror darunter fassen?

Eine angepasste Strategie fordert vor allem ein gemeinsames Krisenmanagement durch Bund und Länder bei außergewöhnlichen, national bedeutsamen Gefahren- und Schadenslagen, bei dem alle Staatsebenen zusammenarbeiten müssen. Bereits 2004 wurde durch den Bundesinnenminister daher das neue Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit Sitz in Bonn eingerichtet. Das BBK ist das zentrale Organisationselement für die Zivile Sicherheit und bündelt alle einschlägigen Aufgaben an einer Stelle.

Referent Christoph Unger mit Richard Rohde, Sektionsleiter Bonn. - Foto: Richard Rohde

Der Präsident des BBK, Herr Christoph Unger, ist als ausgebildeter Jurist seit 2003 im Bereich des Katastrophenschutz tätig. Im September 2004 wurde er vom damaligen Bundesminister des Innern, Otto Schily, zum Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe berufen. Neben den vielfältigen, koordinierenden Aufgaben des Bundesamtes hob er auch die Herausforderungen für die Zukunft sehr offen hervor. In der Tat gelte es, Zivile Sicherheit in ihrer Reichweite neu zu denken und auch gegebenenfalls anzupassen. Letztlich gilt es auch, in Vergessenheit geratenes Wissen zu reaktivieren. Die interessierten Zuhörer der Sektion Bonn hatten anschließend Gelegenheit, sich im Rahmen einer Diskussion mit dem Referenten auszutauschen. Dank des passionierten Vortrages rundherum ein gelungener Abend mit Schwerpunkt auf der Inneren Sicherheit.

 
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