Nachschau - Veranstaltung am 14.03.2017

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Die aktuelle Sicherheitspolitik
Russlands und die NATO

Beginnt eine neue Phase in den Beziehungen
zwischen Russland und den USA?

 
Referent:

Dr. Aschot Manutscharjan

Publizist
 

am Dienstag, 14. März 2017, 19.30 Uhr
im Café Schwarz
Breitenburger Str. 14-16, Itzehoe

 

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Bericht der Sektion Itzehoe-Steinburg

Ein "Putin-Versteher" der anderen Art

Von Winfred Krech
vl. Dr. Aschot Manutscharjan, Landesvorsitzender Harry Preetz, GSP-Präsidentin Ulrike Merten, Sektionsleiter Winfred Krech. - Foto: GSP

"Putin-Versteher" ist ja eine abfällig gemeinte Bezeichnung für all diejenigen, die sich um ein Verständnis der Politik des russischen Präsidenten bemühen.

Dass diese Bezeichnung auch eine andere Bedeutung haben kann, demonstrierte der in Armenien geborene Historiker Dr. Aschot Manutscharjan auf einer Veranstaltung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik im Café Schwarz.

Für Manutscharjan sind die Annexion der Krim, das Eingreifen in der Ukraine und der Syrien-Einsatz der russischen Luftwaffe in erster Linie von dem Willen Putins bestimmt, seine innenpolitische Position zu sichern und die Kritik an dem korrupten staatskapitalistischen System, das von der herrschenden politischen Klasse kontrolliert und ausgebeutet wird, zu unterdrücken.

Als hohe Rohstoffpreise Russland gewaltige Gewinne garantierten und Putin einen Teil davon auch an die Bevölkerung verteilte, schuf er sich innerhalb Russland einen Ruf, den er sich jetzt angesichts wirtschaftlicher Probleme zu erhalten sucht. Da wird dann nach altbewährter Manier ein Szenario der Bedrohung der Grenzen durch andere Mächte, insbesondere NATO und EU, aufgebaut.

Und diesen Gefahren kann nur begegnet werden, wenn alle Russen sich hinter ihren Präsidenten stellen und ihr persönliches Wohl dem des Staates unterordnen. Der Sicherung seiner Position dient auch sein Vorhaben, in Abgrenzung zur westlichen Kultur eine neue "russische Zivilisation" zu schaffen.

Hierzu gehören auch die Hinwendung zur orthodoxen Kirche und die Versuche, neue Mythen (z. B. der Wandel in der Sicht der Rolle Stalins) zu erfinden.

Und dem Volk wird außerdem suggeriert, seine spezielle "russische" Kultur und Lebensweise gegen die verderblichen Einflüsse westlicher, liberal-dekadenter Vorbilder abschotten zu müssen.

Als jemand, der Ziele und Motive Putins verstanden hat, geht Manutscharjan davon aus, dass in der nächsten Zukunft kein Einlenken Putins zu erwarten ist. Daher spricht er sich nachdrücklich dafür aus, Putin eindeutig aufzuzeigen, wo der Westen die roten Linien sieht, z. B. durch die Stationierung von NATO-Einheiten in den baltischen Staaten.

Sektionsleiter Winfred Krech konnte bei dieser mit 54 Teilnehmern gut besuchten Veranstaltung auch die Präsidentin der GSP, Frau Ulrike Merten und den Landesvorsitzenden Schleswig- Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, Harry Preetz begrüßen.

 
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