Nachschau - Veranstaltung am 23.06.2015

 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema
 
Referent:

Leutnant Lukas Reitstetter

und vier weitere Mitautoren des Buches
"Armee im Aufbruch"

 

am Dienstag, 23. Juni 2015, 19.30 Uhr
im Café Schwarz
Breitenburger Straße 14-16, 25524 Itzehoe

 

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Eigenbericht der Sektion Itzehoe-Steinburg

Theorie und Praxis

Vortrag über die deutsche Heeresoffiziersausbildung

Von Winfred Krech
Sektionsleiter Winfred Krech mit Leutnant Lukas Reitstetter - Foto: Reimer Fiedrich

Wer seine Berufswahl mit der notwendigen Überlegung trifft, wird immer ein Interesse daran haben, dass er effizient und kompetent auf die spätere berufliche Praxis vorbereitet wird. Die Frage, inwieweit dies bei der derzeitigen Ausbildung der Offiziere der Landstreitkräfte bei der Bundeswehr geschieht, stand im Mittelpunkt der Darlegungen eines der Autoren des vieldiskutierten Buches "Armee im Aufbruch".

Leutnant Reitstetter, der zugleich auch Herausgeber dieses Werkes ist, stellte die Stufen und Inhalte des derzeitigen Weges zum Offizier der Bundeswehr dar und wies dabei immer wieder auf die seiner Meinung nach erforderliche Verstärkung einer truppennahen Ausbildung hin. Nur so lässt sich nach seiner Ansicht - und der seiner ebenfalls anwesenden Kameraden und Mitautoren - der Übergang von der bisher überwiegend theoretisch ausgerichteten Schulung in den Aufgabenbereich eines Offizier mit den entsprechenden Pflichten - insbesondere auch im Bereich der Menschenführung und des Umganges mit Kameraden und Vorgesetzten - angemessen vorbereiten.

Reitstetter und seine Mitautoren begrüßen deshalb die Verlängerung der Ausbildungszeit von 79 auf 86 Monate, um eine effektivere Vorbereitung auf die Praxis zu ermöglichen.

Mitautoren des vielbeachteten Buches "Armee im Aufbruch" - Foto: Reimer Fiedrich

In seinen Ausführungen zum universitären Teil der Ausbildung sprach sich Reitstetter dafür aus, den Charakter des Studiums als Teil der Vorbereitung auf den Beruf des Soldaten deutlicher werden zu lassen. Hierzu gehört auch, dass sich die "soldatischen" Studenten während des Studiums durchaus gewissen Prinzipien ihres Berufes verpflichtet fühlen sollten. Daher lehnt er auch grundsätzlich eine Reduzierung des Offiziersberufes auf Technikaspekte und/oder überwiegend theoretische Schwerpunkte ab.

In der sich anschließenden Diskussion zeigte sich eine weitgehende Zustimmung zu den als positiv zu bewertenden Bemühungen der jungen Offiziere um eine "Optimierung" ihrer Ausbildung.

 
Illustration: Leutnant Nathalie Falkowski /www.armee-im-aufbruch.de
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