Nachschau - Veranstaltung am 30.06.2016

 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Kein kranker Mann am Bosporus

Das neue Selbstbewußtsein der Türkei

Referent:

Dr. Ralf Bambach

Politikwissenschaftler, Hamburg
 

am Donnerstag, 30. Juni 2016, 19:00 - 21.00 Uhr
im Haus Schütting
Am Markt 13, 28195 Bremen

 

Zur Veranstaltung:

Kein Tag, an dem es keine Schlagzeilen über den NATO-Partner und EU Mitgliedskandidaten an der europäischen Südostflanke gibt. Zum Beginn des letzten Jahrhunderts als „kranker Mann am Bosporus“ bezeichnet, hat auch der moderne türkische Staat dieses Image nicht nachhaltig ablegen können. Schwächelnde Wirtschaft, hohe Inflationsraten, schneller Wechsel von demokratischen Regierungen und Militärputschen waren Ausdruck gesellschaftlicher Widersprüche.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute sehen wir uns einer Türkei gegenüber, die ihre geostrategische Lage massiv und aggressiv zu ihrem Vorteil und zur Durchsetzung ihrer nationalen Interessen nutzt.

Aber geht es nur darum? Ist die Türkei, des mit umfangreicher Macht ausgestatteten Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, auf dem Weg zu einer neuen, anderen Türkei? Einer Türkei, die selbstbewusst das Erbe Atatürks abstreift und dem westlichen Staats- und Gesellschaftsmodell des demokratisch laizistischen Staats ein neues „Kalifat“, gegenüberstellt, einen auch von religiösen Regeln beherrschten Gegenentwurf zur westlichen Staatsidee?

Diese Fragestellungen untersucht der Vortrag von Herrn Dr. Bambach.

Zum Referenten:

Dr. Ralf Bambach wurde am 11. 07. 1948 in Hamburg geboren. Die Hochschulreife erwarb er 1968 dort, mit vorangegangenen Schulbesuchen in den USA sowie im Vereinigten Königreich.

Daran schloss er sein Studium der Sozialwissenschaften an, mit dem Schwerpunkt Politikwissenschaft sowie der Mittleren und Neuen Geschichte, der Philosophie und des Öffentlichen Rechts in Hamburg und in Paris.

Ab 1978 war Dr. Bambach in Lehre und Forschung tätig, zunächst an der Sorbonne (Paris), danach am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte waren Gesellschaftstheorien, Sozialphilosophie sowie internationale Politik und Sicherheitspolitik.

Seit Anfang der 1980er Jahre ist er auch im Rahmen der politischen Erwachsenenbildung sowie in der sicherheitspolitischen Beratung tätig. 1993 hat Dr. Bambach seine universitäre Lehrtätigkeit aufgegeben und die Generalvollmacht für ein mittelständisches Unternehmen in Hamburg übernommen.

Als Referent ist er nach wie vor aktiv und hat mehrfach vor anderen Sektionen unserer Gesellschaft vorgetragen.

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