Nachschau - Veranstaltung am 15.07.2015

 
 

Informationsfahrt
nach Munster

 

Besichtigung

 

Deutsches Panzermuseum

 

Teilnahme am Lili-Marleen-Tag

der Bundeswehrdienststellen am Standort Munster

 

am Mittwoch, 15. Juli 2015

 

*****

 
vom 26.07.2015

Eine Reise in die Militärhistorie

Gesellschaft für Sicherheitspolitik und Reservisten besuchen Panzertruppe in Munster

Die Besuchergruppe vor dem Panzermuseum in Munster. - Foto: sj

Bremervörde. Vor kurzem führten die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) Sektion Elbe-Weser und der Rotenburger Kreisverband der Reservisten der Bundeswehr ihre jährliche Exkursion zum Deutschen Panzermuseum und zum dritten „Lili-Marleen-Tag“ der Panzertruppe nach Munster durch.

58 erwartungsfrohe Mitglieder und Gäste hatten sich zur Abfahrt am frühen Morgen auf dem Marktplatz in Bremervörde eingefunden. Die Gäste besichtigten zuerst das Panzermuseum in Munster und am Nachmittag waren sie Gäste der Stadt Munster und der Bundeswehr, die gemeinsam unter der Schirmherrschaft des Standortältesten den dritten „Lili-Marleen-Tag“ durchführten.

Nach einer kleinen Kaffeepause begann mit einer professionellen Führung eine Reise durch die Militärgeschichte des 20. Jahrhunderts. Über zwei Stunden begleitete ein Gästeführer die Gruppe über das 10 000 Quadratmeter große Ausstellungsgelände. Die Gruppe erhielt dabei einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Panzer aller Art (Kampf-, Schützen-, Flak-, Spähpanzer, Sturmgeschütze und Panzerartillerie) militärische Lastkraftwagen, Personenkraftwagen und Motorräder.

Dabei erfuhren die Besucher allerhand Neues und wurden in ihren vorhandenen Kenntnissen bestätigt. Für viele Besucher war es jedoch überraschend zu hören, dass die deutschen Konstrukteure des Kampfpanzers „Leopard I“ viele Konzepte vom damaligen sowjetischen Konstrukteur des T-34, Michail Koschkin, übernommen und verbessert hatten. Auch dass die heutige Version des Kampfpanzers „Leopard III“ mit seiner stärkeren 140 Millimeter Glattrohrkanone und den komplett digitalisierten Panzerturm sogar dem neuen russischen Modell T-14 gewachsen sei, interessierte die Teilnehmer. „Dabei kommt es nicht immer auf die Technik an, sondern insbesondere auf gut geschulte Panzerbesatzungen, die manches Gefecht auch mit unterlegender Technik entscheiden können“, teilte GSP-Sektionsleiter Werner Hinrichs mit.

In den verschiedenen Ausstellungshallen sahen die Besucher unter anderem Panzer, Geschütze und Motorräder des Ersten und Zweiten Weltkrieges, darunter der erste deutsche „Sturmkampfwagen A7V“ aus dem Ersten Weltkrieges sowie einen der schwersten Kampfpanzer des Zweiten Weltkrieges, den deutschen Kampfpanzer „Tiger“.

Ein „Sturmkampfwagen A7V“ aus dem Ersten Weltkrieg. - Foto: sj

Außerdem waren die Panzer und Fahrzeuge der Nationalen Volksarmee der DDR und der Bundeswehr zu besichtigen. Darunter der russische Kampfpanzer T-74 und der deutsche Flugabwehrpanzer „Gepard“ sowie neuere Modelle der Bundeswehr und anderer Armeen, wie etwa der israelische Panzer „Merkava Mk.I“.

Den Besuchern wurden jedoch nicht nur die technischen Details zu den einzelnen Exponaten erklärt. Vom Experten vor Ort gab es auch einen kleinen Einblick über den historischen Hintergrund der jeweiligen Fahrzeuge. „Die Führung war spannend und lehrreich und alle waren froh, dass die moderne Panzertechnik, obwohl sie sehr beeindruckend war, in den letzten 70 Jahren in Mitteleuropa nicht eingesetzt wurde“, so Werner Hinrichs. Die Reise durch die Militärgeschichte endete in einem exemplarisch nachgebauten, modernen Einsatzlager der Bundeswehr.

Nach dem Mittagessen stand ein weiterer Höhepunkt der Informationsfahrt auf dem Programm: die Teilnahme am „Lili-Marleen- Tag“.

Diese Veranstaltung findet als „Tag der offenen Tür“ vor der Tribüne des Truppenübungsplatzes Munster Süd statt. Gezeigt wurden ein „Leopard II A 7“, „Marder“, „Boxer“, „Fennek“, eine Panzerhaubitze 2000, ein Fahrzeug der Flugplatzfeuerwehr Faßberg, mehrere Aufklärungsdrohnen sowie weitere militärische Fahrzeuge. Ebenfalls vor Ort waren das Wehrwissenschaftliche Institut, die Gesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungs-Altlasten (GEKA), die Feldjäger, das Bundesforstamt und die Polizei. „Alle zeigten ihr Können, das an diesem Standort auch gebraucht wird“, so das Fazit der GSP.

Über allem stand aber die dynamische Waffenschau eines Panzer-Lehrbataillons mit seinen Soldaten. Letztere gaben Einblicke, wie das Zusammenspiel verschiedener Truppenteile eines Panzerbataillons im Gefecht wirkt. Zum Abwchluss wurden die Besucher mit „Preussens Gloria“, gespielt vom Marinemusikkorps aus Kiel, verabschiedet. (sj)

 
Nach oben Zurück
Veranstaltungskalender
 

GSP-Veranstaltungskalender

Legende: Termin exportieren - Zur Sektionsseite - Termininfo versenden - Terminerinnerung anfordern - Bei Veranstaltung anmelden