Nachschau - Veranstaltung am 15.09.2015

 
 

Informationsfahrt

Besichtigung

 

Taktische Luftwaffengruppe
"Richthofen"

in Wittmund

und

Besuch

am Vareler Hafen

 

am Dienstag, 15. September 2015

 

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vom 11.10.2015

„Eurofighter“ hautnah

Gesellschaft für Sicherheitspolitik besucht Luftwaffengruppe

Die Reisegruppe vor der 2013 letzten außer Dienst gestellten F-4F mit Kennung „37+1" des Jagdgeschwaders JG 71 „R". - Foto: sj

Wittmund. Vor kurzem fuhr eine Reisegruppe der Gesellschaft für Sicherheitspolitik und des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr aus Bremervörde in das ostfriesische Wittmund zum ehemaligen Jagdgeschwader 71 „Richthofen“, jetzt Taktische Luftwaffengruppe „Richthofen“ der Bundeswehr.

1961 wurde dem Geschwader der Name verliehen. Namensgeber ist der bekannteste Jagdflieger des Ersten Weltkrieges, Manfred Freiherr von Richthofen. 40 erwartungsfrohe Mitglieder und Gäste erhielten nach Ankunft ein Kurzbriefing vom stellvertretenden Kommandeur zum Auftrag des Verbandes. Danach wurde die militärgeschichtliche Sammlung der Taktischen Luftwaffengruppe „R“ besichtigt.

Der rote Dreidecker Fokker Dr. 1 von Manfred von Richthofen - Foto: sj

Im Anschluss besichtigten die Besucher die Ausbildungswerkstatt und informierten sich über die verschiedenen zivilen Berufsmöglichkeiten, die der Verband für junge Auszubildende bietet. So bildet der drittgrößte zivile Ausbildungsbetrieb in Ostfriesland in einer hochmodernen Ausbildungseinrichtung in den Berufen IT-Systemelektroniker und Elektroniker aus. Danach bot die Truppenküche am Standort den Besuchern ein schmackhaftes „Soldatenessen“. Viele Teilnehmer waren positiv überrascht von der hohen Funktionalität der Küche, vor allem vom guten und reichhaltigen Angebot bei der Mittagsverpflegung.

Eine Rundfahrt über den Flugplatz, viele Informationen und die Besichtigung des „Eurofighters“ und des Flugbetriebs vom Vorfeld aus standen am Nachmittag auf dem Programm. Dabei konnte die Besuchergruppe zwei landende „Eurofighter“ beobachten.

Der „Eurofighter“ ist das derzeit modernste in Betrieb befindliche Kampfflugzeug in Europa. Es wurde in einer deutsch-britisch-italienisch-spanischen Kooperation entwickelt und 1998 in Auftrag gegeben. Die Luftwaffen dieser Länder sind heute auch Nutzer dieses Typs. Daneben wurde es von Österreich, Saudi-Arabien und Oman erworben. Die Luftwaffe setzt ihn seit 2004 ein und hat zurzeit 115 von insgesamt 140 Maschinen. Davon besitzt die Taktische Luftwaffengruppe „Richthofen“ 20 Maschinen, die von über 750 Soldaten und zivilen Mitarbeitern betrieben werden.

Seit 2013 sichert eine so genannte Alarmrotte Eurofighter im Rahmen eines Rund-um-die-Uhr-Einsatzes und ganzjährigen Betriebes die Luftraumüberwachung Deutschlands im Norden. Dabei stehen zwei „Eurofighter“ ständig in einem 15 minütigen Statuseinsatz bereit.

Da die jungen NATO-Mitglieder nicht über ausreichend eigene Luftverteidigungskräfte verfügen, übernimmt die Bundeswehr im Wechsel mit anderen NATO-Partnern an der Grenze des Bündnisses für jeweils drei bis vier Monate mit vier Maschinen die Aufgabe „Air Policing“ im Baltikum und identifiziert einfliegende unbekannte Flugobjekte, um so die Sicherheit und die Integrität des Luftraumes der NATO zu gewährleisten.

In einer Wartungshalle, vor einem „Eurofighter“ stehend, erhielt die Besuchergruppe von Flugzeugtechnikern einen detaillierten Einblick über die technischen Möglichkeiten der Maschine. Mit zwei Triebwerken erreicht sie eine so hohe Leistung, dass der Überschallflug auch ohne Nachbrenner erreicht werden kann und dabei eine optimale Steigleistung beziehungsweise Kurventechnik besitzt.

Der Pilot wird beim Fliegen durch eine Reihe von Computern unterstützt, um ihn beim reinen Flug der Maschine und der aerodynamischen Grenzwertüberwachung zu unterstützen und unter anderem damit zu entlasten. Computer halten das an sich instabile Flugzeug künstlich stabil.

Der Aufenthalt bei den Soldaten endete mit der Besichtigung einiger historischer Flugzeuge, die ehemals auf dem Wittmunder Flughafen stationiert waren. Neben dem legendären Jagdflugzeug des Zweiten Weltkrieges, ME 109, konnten die Jagdflugzeuge F86 Sabre, Lockheed F-104 „Starfighter“ und RF4 Phantom bestaunt werden. Auf dem Rückweg wurde ein „technischer Halt“ im „Brauhaus“ in Varel gemacht. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen besichtigte die Besuchergruppe unter Führung eines humorvollen Braumeisters das kleine Brauhaus.

Mit einem Deputat von zwei Flaschen Bier je Besucher verließ die Gruppe das gastliche Haus, um die Rückfahrt nach Bremervörde anzutreten. - (sj)

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