Nachschau - Veranstaltung am 15.09.2015

 
 

Informationsfahrt

Besichtigung

 

Taktische Luftwaffengruppe
"Richthofen"

in Wittmund

und

Besuch

am Vareler Hafen

 

am Dienstag, 15. September 2015

 

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vom 20.09.2015

Fahrt nach Wittmund

Eurofighter Typhoon hautnah besichtigt

VON ANDREAS BROCKMANN
Die Reisegruppe vor der 2013 letzten außer Dienst gestellten F-4F mit Kennung „37+1" des Jagdgeschwaders JG 71 „R". - Foto: ab

Bremervörde. Die Sektionsgruppe Elbe-Weser der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP e.V.) sowie der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. veranstalteten für Mitglieder und interessierte Bürger vor Kurzem eine Tagesfahrt von Bremervörde nach Wittmund zum nahe gelegenen Fliegerhorst Wittmundhafen. Eingeladen hatte zu diesem Ausflug der zuständige Sektionsleiter Werner Hinrichs, Oberstleutnant a.D., aus Bremervörde.

Vom Bremervörder Marktplatz ging es um 8 Uhr los. Mit einem überaus komfortablen Bus ging es auf den bei Wittmund gelegenen Fliegerhorst Wittmundhafen. Dort stand ein Besuch bei der „Taktischen Luftwaffengruppe Richthofen" auf dem Programm. Dieser Traditionsverband der deutschen Luftwaffe stellt für den norddeutschen Raum die Alarmrotte. Aktuell ist dort, nach der Ende 2013 erfolgten Außerdienststellung der F-4F (Phantom II), der Eurofigther Typhoon zum Einsatz gekommen. Die erste Maschine dieses Typs traf dort im April 2013 ein. Diese taktische Luftwaffengruppe soll bis 2016 wieder zu einem Vollgeschwader wachsen.

Dieses und weitere historische Kampfflugzeuge konnten bei dem Besuch ebenso wie die militärgeschichtliche Sammlung besichtigt werden, die dort im kleinen fliegerhorsteigenem Museum ausgestellt ist.

Gelegenheit hatte die Gruppe auch, die hiesige, unter ziviler Leitung befindliche Elektronik-Ausbildungswerkstatt „ABW Wittmund" zu besichtigen. „Es handelt sich um den drittgrößten zivilen Ausbildungsbetrieb in Ostfriesland" , so der Ausbildungsleiter Thomas Hamann nicht ohne Stolz. „2015 wurden erstmals 36 Azubis im Alter von 16 bis 35 Jahren mit Schulabschlüssen von Hauptschule bis Abitur eingestellt, darunter vier junge Damen", so Hamann weiter. Wie beliebt diese Ausbildungseinrichtung deutschlandweit ist, zeigt, dass auch Azubis aus entfernten Bundesländern dabei sind. Diese werden nach Wunsch auf Stuben in der Kaserne untergebracht. Ausbildungsinteressierte finden weiterführende Informationen unter www.abw-wittmund.de.

Auf dem Flugfeld konnten gleich zwei Landungen von Eurofightern hautnah miterlebt werden. Für die Ohren wurde „befohlen": „Schotten dicht." Hierzu wurden Stöpsel verteilt, die auch brav genutzt wurden.

Nach erfolgter Landung wurden dann den Besuchern anhand eines in der Wartungshalle eingestellten Eurofighter dessen Vorzüge aufgezeigt und Besonderheiten erläutert. „Den hab ich mir aber viel größer vorgestellt," ließ ein unmittelbar davorstehender Besucher sogleich ein wenig „enttäuscht" verlauten. Eben dies sei nur eine Raffinesse des Eurofighters, da er hierdurch und zusätzlich durch seine verstellbaren Frontstummel eine enorme Wendigkeit bei immerhin bis fast doppelter Schallgeschwindigkeit (Mach 1,8) erreiche, die ihm zum gefährlichen Gegner mache. Damit das Flugzeug dabei überhaupt flugstabil - und damit vom Piloten kontrollierbar - bleibt, werden zeitgleich vier unabhängige, sensible, parallel arbeitende Rechnersysteme beansprucht. Selbst bei Ausfall von zeitgleich drei Rechnern sei der Eurofighter noch kontrollierbar zu fliegen. Und zu landen.

Auf dem Rückweg ging es dann über Varel. Hier wurde das „winzig" zu nennende Vareler Brauhaus besichtigt. So musste die 35-köpfige Besucherschar in drei Gruppen aufgeteilt werden. Die lehrreiche Führung wurde vom verantwortlichen Braumeister hochselbst vorgenommen, und mit einer dazugehörigen Portion friesischen Humors auch entsprechend unterlegt. Dass wahre Größe von innen kommt, wurde schon zuvor am Eurofighter demonstriert und so war es auch in dieser Brauerei: In nur drei nicht gerade großen Kesseln und zwei noch kleineren wird hier schmackhaftes Bier verschiedener Geschmacksrichtungen gebraut. Bei der anschließenden Verköstigung wurde die innere Größe hiesiger Braukunst einstimmig gelobt.

Gegen 19 Uhr kam die Reisegruppe wohlbehalten nach einem erlebnisreichen Tages mit allerlei Eindrücken aus Wittmundhafen und Varel auf dem Bremervörder Marktplatz an.

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