Nachschau - Veranstaltung am 13.09.2017

 
 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Die Geschichte der Zukunft

Das Sozialverhalten von heute und der Wohlstand von morgen

 
Referent:

Erik Händeler

Wirtschaftsjournalist und Zukunftsforscher
Foto: Erik Händeler - Eigenes Bild
 

am Mittwoch, 13. September 2017, 19:30 Uhr
im Forum des Gymnasiums Marienschule
Pauline-von-Mallinckrodt-Platz 1 (früher Ostlandstr. 13)
59558 Lippstadt - Lipperbruch

 

*****

 
vom 16.09.2017

„Wirtschaft ist kulturell“

Zukunftsforscher Erik Händeler sieht Mangel an Gesundheit als Motivation für Veränderung

LIPPSTADT. Zwar ohne Glaskugel, dafür aber mit wirtschaftswissenschaftlichen Erkenntnissen blickte Wirtschaftsjournalist und Zukunftsforscher Erik Händeler in seinem Vortrag im Forum der Lippstädter Marienschule auf die „Geschichte der Zukunft“.

der Zukunft“. In der ersten Veranstaltung, die von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) und der Volkshochschule gemeinsam organisiert worden war, erklärte der Forscher seine Thesen für die Zukunft anhand der sogenannten „Theorie der langen Wellen“, auch Kondratieff- Theorie genannt.

Diese geht davon aus, dass grundlegende technische Neuerungen in zyklischen Abständen auftreten und lange Wachstumsschübe auslösen können. So zeigte Händeler anhand von Grafiken, welche bisherigen Innovationen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aufschwung bewirkt haben, wie zum Beispiel die Erfindung der Dampfmaschine im Jahr 1815. Dabei gehe immer ein Mangel oder eine Knappheit voraus, die bewältigt werden müsse.

Heutzutage sei nicht die Digitalisierung oder die Industrie 4.0 das Problem, sondern der „Mangel an Gesundheit.“ Dies sei der aktuelle Faktor, der uns zu Veränderungen motiviere. Gesundheit sei ein knappes Gut, sowohl aus körperlicher, als auch aus psychischer Sicht. Den Grund dafür erkennt Händeler im Strukturwandel hin zur Wissensgesellschaft: Die Arbeit wandelt sich, Berufe beinhalten mehr Gedankenarbeit, die Anforderungen steigen.

Seine These ist: „Wirtschaft ist immer eine kulturelle Angelegenheit.“ Das von den jeweils vorherrschenden Religionen oder Kulturen geprägte Sozialverhalten mache langfristig den Unterschied – durchsetzen werde sich diejenige Wirtschaft, die am meisten kooperativ sei.

Weitere gemeinsame Veranstaltungen der Gesellschaft für Sicherheitspolitik mit der Volkshochschule finden nun noch im Oktober und November statt, dann wird ein besonderer Fokus auf die Wahlen in Deutschland und Frankreich gelegt. - mp

 
Nach oben Zurück
Veranstaltungskalender
 

GSP-Veranstaltungskalender

Legende: Termin exportieren - Zur Sektionsseite - Termininfo versenden - Terminerinnerung anfordern - Bei Veranstaltung anmelden