Nachschau - Veranstaltung am 14.02.2017

 
 
 

Sicherheitspolitischer Vortrag

zum Thema

Die Rolle der NATO
in der europäischen Sicherheitspolitik

 
Referent:

Professor Dr. Johannes Varwick

Professor für Internationale Beziehungen und europäische Politik an der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Vizepräsident der GSP
 

am Dienstag, 14. Februar 2017, 19:30 Uhr
im Gymnasium Marienschule
Ostlandstraße 13, 59558 Lippstadt - Lipperbruch

 

*****

 
vom 05.03.2017

„Hat Europa noch eine Zukunft?“

Vize der Gesellschaft für Sicherheitspolitik diskutiert mit Marienschülern

Europa und die Sicherheitspolitik im Blick: Prof. Dr. Johannes Varwick (3.v.r.) und Dr. Olav Freund (GSP Sektion Lippstadt, 2.v.r.) mit den Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses Geschichte der Jahrgangsstufe Q1 an den Gymnasien Marienschule und ihrem Lehrer Dietmar Lange (r.).

Lippstadt-Lipperbruch. „Hat Europa Zukunft oder befindet es sich in einer Sackgasse“ lautete die eröffnende Fragestellung des Vizepräsidenten der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Prof. Dr. Johannes Varwick, der vor Schülerinnen und Schülern der Gymnasien Marienschule aus der Einführungsphase und der Jahrgangsstufe Q1 über sicherheitspolitische Fragestellungen, gerade in Bezug auf Europa, referierte. Schon am Vorabend hatte der Professor für Politologie der Universität Münster vor Interessierten auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Sektion Lippstadt über die Rolle der Nato in der europäischen Sicherheitspolitik referiert; auch die Veranstaltung am Morgen war durch Zusammenarbeit der Marienschule mit den Verantwortlichen der Sektion Lippstadt zustande gekommen. Nachdem sich eingangs fast ausnahmslos jeder der Schülerinnen und Schüler zur Zukunftsfähigkeit des europäischen Gedankens bekannt hatte, nutzte der Referent die Zeit, um auf die historischen Entwikklungen Europas einzugehen. „Mehr oder weniger ist die europäische Geschichte eine Geschichte von Krieg und Frieden“, so Varwick, gleichwohl sei in der augenblicklichen Friedenszeit eine gewisse Krisenhaftigkeit festzustellen. Ein Grund dafür sei die Spannung zwischen dem international geltenden Anspruch Europas einerseits und den machtbewussten Souveränitäten der einzelnen Nationen andererseits. Die Flüchtlingskrise, der „Brexit“ und auch die aktuelle US-Politik beinhalteten einen gewissen „Euroskeptizismus“, der in Renationalisierungstendenzen oder auch einem „politischen Durchwurschteln“ ihre Antwort finden könnte.

Wo ist die Rolle der staatlichen Souveränität in Europa anzusetzen? Kann die EU gemeinsame Außenpolitik machen? Gibt es ein Kerneuropa und ein Resteuropa mit unterschiedlicher Geschwindigkeit? Münden wir in einer „Eurosion“? lauteten die Fragen, mit denen der Politologe seine Ausführungen schloss, nicht ohne Schülerinnen und Schüler motiviert zu haben, in der sich anschließenden Diskussion unterschiedliche Meinungen und politische Stellungnahmen auszutauschen. „Europa sei mit einem großen Spannungsbogen zu vergleichen“, hieß es in der abschließenden Stellungnahme seitens der Teilnehmer, doch wer dabei die Koordinaten dieser Spannung setze, sei immer wieder von Neuem auszuloten. Dass Europa aber ein „spannendes“ Phänomen sei und für die Zukunft bleibe, darüber waren sich am Ende des Vortrags Referent und Zuhörer ausdrücklich einig.

Für die Marienschule bedankte sich Lehrer Dietmar Lange bei dem Politologen für einen inhaltsreichen Beitrag von hoher Aktualität, der sicherlich manche Fragestellung aufgeworfen aber auch beantwortet habe.

 
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