Nachschau - Veranstaltung vom 16. - 18.05.2017

 
 
 

Studienfahrt in die Bundesstadt Bonn
und Umgebung

zum Thema

Auf den Spuren Konrad Adenauers

 
 

16. - 18. Mai 2017

 
Foto: Konrad Adenauer 1952 - Bundesarchiv, B 145 Bild-F078072-0004 / Katherine Young / CC-BY-SA 3.0
 

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Bericht der Sektion Lippstadt

Auf den Spuren Konrad Adenauers

Zeitreise der GSP Sektion Lippstadt in die „Bonner Republik“

Von Michael Morkramer
Die Reisegruppe vor der Villa Hammerschmidt, bis 1994 Hauptarbeits- und Wohnsitz des Bundespräsidenten, heute immer noch Zweitsitz des deutschen Staatsoberhauptes. - Foto: Manfred Kapp

Eine Studienfahrt der Konrad Adenauer Stiftung - Regionalbüro Westfalen, in Kooperation mit der Bundeswehr, vertreten durch den Jugendoffizier und sicherheitspolitischen Referenten für Ostwestfalen, Hauptmann Alexander Finke sowie der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) führte Mitglieder und Freunde der Sektion Lippstadt in die „Bonner Republik“.

Genau genommen müsste es heißen „Studienfahrt in die Bundesstadt Bonn“, doch es ging um Konrad Adenauer, der am 19. April 1967 in seinem Haus in Rhöndorf gestorben ist. Für diejenigen, die auf den Spuren der Bonner Republik wandeln, ist der Besuch im Adenauerhaus unerlässlich. Der alte Herr mit dem Pepita-Hütchen prägte von Beginn an die Politik der Bundesrepublik, beginnend mit der Sitzung des Parlamentarischen Rates im Museum König am 1. September 1948. Der Kuppelsaal wurde von den ausgestopften Tieren befreit, damit die Parlamentarier dort den notwendigen Platz fanden. Dass Adenauer zum Präsidenten gewählt wurde, hatten die Engländer verursacht, indem sie ihn in Bonn aus dem Bürgermeistersessel entfernten; er hatte sich ihren Anordnungen widersetzt. So war er frei für die Bundespolitik. Die Lippstädter Sektion der GSP besuchte unter anderem das geschichtsträchtige Museum König mit dem ersten Arbeitszimmer Konrad Adenauers.

Als Bonn 1949 Regierungssitz wurde, konnte manches Gebäude benutzt werden, die meisten Räumlichkeiten mussten jedoch neu gebaut werden. Auf die Villa Hammerschmidt als Sitz des Bundespräsidenten konnte man zurückgreifen. Die Lippstädter besichtigten dessen zweiten Amtssitz, so wie es das Bonn-Berlin-Gesetz nach der Wiedervereinigung will, und konnten beim anschließenden Rundgang durch das frühere Regierungsviertel, dem heutigen UN-Viertel, ihre Erinnerungen wach rufen; die junge Generation muss da schon zum Bildband greifen oder sich auf den Weg ins Haus der Geschichte machen. Sie kennt das frühere Abgeordneten-Hochhaus „langer Eugen“ nur mit dem Emblem der Vereinten Nationen. Der Bundesrat als „Länderparlament“, dem man ebenfalls einen Besuch abstattete, verkörpert den politischen Pluralismus unserer Republik und hat seinen Sitz nach wie vor in der ehemaligen pädagogischen Akademie.

Die von Adenauer betriebene Westeinbindung brachte bereits 1955 die Aufnahme in die Nato, was viele Bundesbürger als Sündenfall ansahen, sollte doch vom deutschen Boden nie wieder ein Krieg ausgehen. Die Hardthöhe war logischerweise der Ort, wo sich der Jugendoffizier und politische Referent Hauptmann Finke und seine Gäste mit aktuellen Problemen der inneren Führung und der militärischen Tradition auseinandersetzten konnten. Doch kam die Gruppe auch an den Fragen nach der Amtsführung in Washington nicht vorbei.

Der Wechsel von Bonn nach Berlin, von der Bundeshauptstadt zur Bundesstadt, konnte bei einem Streifzug durch das Diplomatenviertel Bad Godesberg nachempfunden werden. Vieles hat sich durch den Wechsel zahlreicher Botschaften nach Berlin verändert. Neue Wirtschafts- und Lebenskonzepte mussten erstellt werden, um mit den sozialen Umbrüchen fertig zu werden. Die Geschichte des Hotels Dreesen aus dem Mund des Seniorchefs erzählte den Lippstädtern davon in eindrucksvoller Weise. Den Überblick über die bescheiden gebliebene Dimension der Bonner Republik gewährte bei dieser sehr gelungenen Veranstaltung von GSP, Bundeswehr und Konrad-Adenauer-Stiftung der Blick vom Drachenfels.

 
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