Nachschau - Veranstaltung am 07.09.2017

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Politische, wirtschaftliche
und sicherheitspolitische Lage Litauens

 
 
Referent:

Brigadegeneral Vilmantas Tamošaitis

Verteidigungsattaché
Botschaft der Republik Litauen in Berlin
Foto: koschyk.de
 
 

am Donnerstag, 7. September 2017, 19:00 Uhr
im Morriensaal des Falkenhofs
Tiefe Strasse 22, 48431 Rheine

 

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vom 11.09.2017

Wie „tickt“ Litauen?

Eine Analyse aus litauischer Sicht

Von Newsdesk
Der Verteidigungsattaché der Republik Litauen aus Berlin, Brigadegeneral Vilmanatas Tamosaitis (2.v.l.), gab einen interessanten Einblick in die litauische Gesellschaft und deren Entwicklung von dem Zerfall der Sowjetunion bis zum heutigen Tage. - Foto: Narloch

Auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik gab der Verteidigungsattache der Republik Litauen aus Berlin, Brigadegeneral Vilmanatas Tamosaitis, einen interessanten Einblick in die litauische Gesellschaft und deren Entwicklung von dem Zerfall der Sowjetunion bis zum heutigen Tage. zu Beginn der Veranstaltung in Rheines guter Stube, dem Morriensaal des Falkenhofs sprach Bürgermeister Peter Lüttmann in seinem Grußwort auch die besondere historische Beziehung Deutschlands zu Litauen, einschließlich der Zeit der deutschen Besetzung im zweiten Weltkrieg an. Gerade auch aus diesem Grund hob Lüttmann die intensiven Kontakte der lebendigen Städtepartnerschaft zwischen Rheine und Trakai heraus, die seit mehr als 20 Jahren fest auf vielen Ebenen in Rheine verwurzelt ist.

In dem folgenden kurzen Vortrag ging Brigadegeneral Tamosaitis auf die Geschichte Litauens ein, das in seiner größten Ausdehnung zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert von der Ostsee bis ans Schwarze Meer reichte.

Er erläuterte die gegenwärtige politische Situation des seit 1990 unabhängigen Litauens. Besonders wies er auf das starke wirtschaftliche Wachstum Litauens in den vergangenen Jahren hin, welches er unter anderem auf die hohe Akademisierung und internationale bzw. europäische Ausrichtung der jüngeren Bevölkerung zurückführte. Beeindruckend waren auch seine Aussagen, zu der etwa 25 prozentigen allgemeinen Lohn- und Gehaltskürzung im Jahr 2008 aufgrund der damaligen wirtschaftlichen Situation um die weitere Finanzierung des litauischen Staatshaushaltes sicherzustellen. Abschließend machte er in seinem Vortrag auf die besondere Bedeutung der in den baltischen Staaten stationierten NATO-Truppenteile für die Sicherheit Litauens aufmerksam.

In der sich anschließenden intensiven Diskussion wurden weitere Aspekte der litauischen Gesellschaft erläutert. Der Fragenkatalog aus dem Zuhörerkreis umfasste unter anderem die berufliche Aus- und Weiterbildung, das Rentensystem in Litauen mit seiner nur 25-jährigen Historie, die sehr gut ausgebaute IT-Infrastruktur, das Verhältnis zur russischen Minderheit in Litauen, die Einstellung der litauischen Bevölkerung zu Europa und weitere Aspekte der Digitalisierung. Souverän, humorvoll und mit persönlichen Erfahrungen gewürzt, gab Tamosaitis Antworten auf die Vielzahl der Fragen.

Der Vorsitzende des Städtepartnerschaftsverein Clemens Schöpker bedankte sich bei dem Gast für seine ausführlichen Erläuterungen, die einen Blick in die litauische Gesellschaft über die Städtepartnerschaft mit Trakai hinaus ermöglicht haben. Insgesamt war dieser Vortrag sicherlich geeignet, die guten Verbindungen zu Litauen und zur Städtepartnerschaft mit Trakai weiterhin mit Leben zu füllen.

 
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