Nachschau - Veranstaltung am 21.06.2017

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Trumped - unsere Erfahrungen
mit dem neuen US-Präsidenten

 
Referent:

Dr. Udo Metzinger

Politischer Berater, Frankfurt/Main und Leipzig
 

am Mittwoch, 21. Juni 2017, 19.00 Uhr
in der Aula des Gymnasiums Dionysianum
Anton-Führer-Straße 2, 48431 Rheine

 

*****

 
vom 23.06.2017

Mit Fake News an die Macht

„Trumped - Erfahrungen mit dem neuen US-Präsidenten"
Metzinger: In Regierungsarbeit wenig erfolgreich

Mit gezielten Regelverletzungen und Fake News gelang Donald Trump in den USA an die Macht. Das zeigte der Politikwissenschaftler Udo Metzinger auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik im Dio auf. - Foto: MV

RHEINE. Auf Einladung der Gesllschaft für Sicherheitspolitik sprach der renommierte Politikwissenschaftler Udo Metzinger am vergangenen Mittwoch vor etwa 140 interessierten Bürgern und Oberstufenschülern in der Aula des Gymnasiums Dionysianum zum Thema: "Trumped - unsere Erfahrungen mit dem neuen US-Präsidenten".

Er erläuterte am Anfang seines Vortrages plakativ, dass das Wahlergebnis von Donald Trump zum Präsidenten für viele europäische Politiker und Regierungen durchaus überraschend kam und dass mehrheitlich von einem Wahlerfolg für Hillary Clinton ausgegangen wurde.

Trump wurde überwiegend nach „politischen Maßstäben" gemessen und eingeschätzt. Er hat allerdings im US-Wahlkampf sich bewusst als "Anti-Politik-Establishment- Kandidat" dargestellt und die in den USA derzeit in größeren Bevölkerungsschichten weit verbreitete Angst vor der Zukunft für seine Kampagne genutzt ("Make America great again").

Seine Bekanntheit aus seiner Reality-TV Fernsehshow ("Hired or Fired") sowie seine mediale Präsenz im TV und in den sozialen Medien durch gezielte Regelverletzungen. Fake-News und verbale Rüpeleien gegenüber seinen Mitbewerbern taten ihr übriges.

Jedem Politiker wären seine widersprüchlichen Aussagen auf Facebook und Twitter, seine sexistischen Äußerungen. seine alternativen Fakten, seine Weigerung, die Steuererklärung offenzulegen, usw. zum Verhängnis geworden. Trotz allem wurde Donald Trump - als"Nicht-Politiker" - zum US-Präsidenten gewählt!

Metzinger führte weiter aus, dass Trump in seiner Regierungsarbeit bisher wenig erfolgreich war. Er konnte keine seiner Ankündigungen aus dem Wahlkampf erfolgreich umsetzen. 4000 Regierungsmitarbeiter verloren Ihre Stellung im Zuge des Präsidentenwechsels, bisher wurden aber nur etwa 2000 neue Mitarbeiter eingestellt. So sind derzeit Schlüsselstellungen wie z.B. der Leiter der Europaabteilung im Weißen Haus, der US - Botschafter in Südkorea sowie der Russlandbeauftragre im Außenministerium noch unbesetzt.

Eine auf Erfahrung aufbauende, abgestimmte Regierungsarbeit ist daher durch die Trump-Administration zum Teil nicht realisierbar. Aber auch die fehlenden Erfolge münzt er geschickt für seine Zwecke um.

Vorhaben scheitern nicht, weil sie unzureichend vorbereitet sind (z.B. Abschaffung Obama-Care), sondern weil die etablierten Establishment- Strukturen in Washington und die Medien seine Ideen und Vorstellungen torpedieren. Wie in seiner Antrittsrede schon deutlich wurde: Donald Trump will nicht Präsident aller Amerikaner sein, sondern der Präsident seiner Wähler.

Zusammenfassend stellte Metzinger in seinem Vortrag fest, dass sich unter der Regierung Trump die Amerikaner auf eine deutlich veränderte Politikwirklichkeit und wir Europäer uns auf eine Zeit der Unverlässlichkeit und Überraschungen einstellen müssen.

Nach oben Zurück
Veranstaltungskalender
 

GSP-Veranstaltungskalender

Legende: Termin exportieren - Zur Sektionsseite - Termininfo versenden - Terminerinnerung anfordern - Bei Veranstaltung anmelden