Sektion Rheine

 
vom 18.01.2017

Kalter Krieg: Wirklich beendet oder heute nur anders?

Ursachen, Geschichte und Folgen: Gesellschaft für Sicherheitspolitik holt sehenswerte Ausstellung nach Rheine / Stoff ist auch Unterrichtsthema für Schüler

RHEINE. Viele Bürger und Jugendliche sind wegen der aktuellen internationalen Krisen verunsichert. Sie fragen sich, wie es dazu kommen konnte. Dies veranlasste die Gesellschaft für Sicherheitspolitik, die Ausstellung „Der Kalte Krieg - Ursachen - Geschichte - Folgen" nach Rheine zu holen.

Die gegenwärtige internationale Lage ist nicht plötzlich entstanden, sondern hat einen langen Vorlauf, der mindestens bis 1945 zurückreicht. Diese Ausstellung wurde Anfang der Woche an den Kaufmännischen Schulen eröffnet. Daran nahmen nicht nur Schüler der Gesellschaftswissenschaften teil, sondern auch der Städtepartnerschaftsverein mit Clemens Schöpker.

Oie Ausstellung wurde von dem bekannten Historiker Prof. Dr. Greiner, dem Berliner Kolleg und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erarbeitet. Auf den ersten Blick, erläuterte Alfred Franz von der GSP Rheine, handele es sich um ein historisches Thema. Ausgehend vom zweiten Weltkrieg untersucht sie den Ost-West-Konflikt von der Teilung Deutschlands 1945 bis zur Wiedervereinigung 1990/91 und dem Ende der Sowjetunion. Auch das Land Nordrhein-Westfalen habe viel mit dem Kalten Krieg zu tun, denn es wurde vor 70 Jahren von den Briten, einer der vier alliierten Besatzungsmächte gegründet.

Die Dokumentation geht aber weit über die Aufarbeitung der Ursachen und den geschichtlichen Verlauf hinaus, da sie auch die Folgen bis heute in die Betrachtung einbezieht. Manche meinen sogar, der Kalte Krieg sei noch gar nicht zu Ende, sondern werde heute nur anders fortgesetzt.

Deshalb ist diese Aussrellung für Jüngere genauso interessant wie für Ältere. Was speziell die Generation der Großeltern berrifft: Sie sind gewissermaßen Kinder des Kalten Krieges, geprägt vom Ost-West-Konflikt mit seinem atomaren Wettrüsten, das gleich nach 1945 begann. Sie haben diese Entwicklung in Rheine, einem der größten Standorte der Bundeswehr, oft hautnah miterlebt. Sie sind Zeitzeugen für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Für die Jugendlicben ist die Ausstellung über die Zeit des Kalten Krieges ebenfalls wichtig. Sie behandeln diese Zeit im Unterricht. Dieses Thema spielt auch bei Prüfungen und Vorstellungen eine Rolle. Denn es gehört zur allgemeinen politischen Bildung. So ist die Ausstellung für Jung und Alt interessant. Sie hilft, die Gegenwart zu verstehen und ermutigt, sie mitzugestalten. Aus diesem Grunde beteiligt sich auch der Srädtepartnerschaftsverein, denn die Ausstellung leistet einen aktiven Beitrag zur Verständigung mit den europäischen Nachbarn. Die Ausstellung kann während der Unterrichtszeit bis Ende September im Eingangsbereich der Kaufmännischen Schulen besichtigt werden.

 
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