Sektion Rheine

 
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vom 26.10.2015

"Ist zusammengewachsen, was zusammen gehört?"

Ausstellung zur Deutschen Einheit steht bis Mitte November am Kopernikus-Gymnasium

Jugendliche und Mitgliedern des AK Sicherheitspolitik. Hinten (v.l.n.r.): Günter Thum, Bernd Lunkwitz, Hubert Scharf, Simone Dolansky, Sascha Drescher, Alfred Franz und Josef Verschüer

RHEINE. Ist zusammengewachsen, was zusammen gehört? In der Tat eine provozierende Frage, die Sascha Drescher, Bundesvorsitzender des Kinder- und Jugendverbandes Frischluft, bei der Eröffnung der Wanderausstellung "Der Weg zur Deutschen Einheit" am Kopernikus- Gymnasium stellte.

Bei der Begrüßung der Jugendlichen und der Gäste hatte Simone Dolansky, Koordinatorin der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer an der Schule, die Deutsche Einheit mit einer Ehe verglichen, die vor 25 Jahren geschlossen wurde . "Es wird nun Zeit, sie kritisch mit Hilfe der Ausstellung zu hinterfragen und über ihre Ursachen, Ziele und Ergebnisse nachzudenken".

"Hierbei können wir als Zeitzeugen helfen", griff Alfred Franz von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik diese überlegung auf. Hubert Scharf, einst langjähriger Schulleiter am Kopernikus-Gymnasium und Kreispolitiker, jetzt Vorsitzender der Europa-Union des Kreises Steinfurt, bot sich spontan an, mitzumachen. Ebenso Bernd Lunkwitz, der früher als stellvertretender Bürgermeister viele Gäste der Partnerstädte begrüßte; er ist heute sicherheitspolitischer Sprecher der Kreisgruppe des Reservistenverbandes.

Die ersten Kommentare der Schüler zur Ausstellung waren durchweg positiv. Sie finden die Struktur der Ausstellung und die Darstellung qualitativ und quantitativ angemessen: Nicht zu viel, nicht zu wenig und mit Karikaturen für den Betrachter ansprechend. Und doch sollte man jedes Plakat kritisch hinterfragen, wie Josef Verschüer anmerkte. Dies gilt auch für das Eröffnungsplakat der Ausstellung. So markiert Check Point Charly nicht den Anfang des Weges zur Deutschen Einheit, sondern steht eher als Symbol für die Teilung, den Ost-West-Konflikt und den Kalten Krieg.

Wann aber fing der Weg zur Einheit an und wo stehen wir heute?, lautet die Frage, die der Verband Frischluft auf einem Seminar am Samstag. 31. Oktober, anhand der Ausstellung untersuchen will und zu dem Günter Thum, Rheines Bürgermeister zur Zeit der Wiedervereinigung, als Gesprächspartner zur Verfügung stehen wird.

Zur Teilnahme eingeladen sind alle politisch interessierten Jugendlichen der Stadt Rheine. Denn Frischluft ist kein Klimaschutzverein, wie Sascha Drescher schmunzelnd bemerkte, sondern ein bundesweit aktiver Kinder- und Jugendverband, der sich für "frischen Wind" durch die Stärkung demokratischer Grundwerte einsetzt. Veranstaltungen des Bundesverbandes werden durch das Bundesfamilienministerium gefördert. Er arbeitet mit allen zusammen, die sich allgemein für die Demokratie einsetzen.

Frischluft ist daher für den AK Sicherheitspolitik ein neuer willkommener Partner der politischen Bildung.

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