Nachschau - Veranstaltung am 02.03.2016

 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Rolle und Verantwortung der Religionen
für die Förderung des Friedens in der Welt

 
Referent:

Bischof i. R. Dr. Diethardt Roth

Beauftragter der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK)
für Entwicklungszusammenarbeit
 

am Mittwoch, 02. März 2016, 19.30 Uhr
im Haus an der Eder
Waberner Straße 7, 34560 Fritzlar

 

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vom 03.03.2016

Dr. Roth: "Keine Angst vor Islamisierung"

Gesellschaft für Sicherheitspolitik: Friedensprojekt startete an der Fritzlarer Ursulinenschule

Fritzlar. In Deutschland müsse keiner Angst vor einer Islamisierung haben. Das erklärte Altbischof Dr. Diethardt Roth (Melsungen) vor 100 Schülern der Ursulinenschule Fritzlar sowie in einer Veranstaltung der Sektion Fritzlar/Schwalm-Eder der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP).

Es war der Auftakt einer Veranstaltungsreihe, in der die GSP jungen Menschen im Kreis nahebringen will, wie wichtig angesichts der vielen Kriege auf der Welt Frieden und Freiheit sind.

Roth sagte, schon seit vielen Jahren lebten Muslime friedlich unter uns, „und manche beteiligen sich an der Gestaltung unserer Gesellschaft”. Jeder, der in Deutschland lebe, habe in den Grenzen des Grundgesetzes Religionsfreiheit.

Problemfelder wie zum Beispiel Beschneidung und Kopftuch müssten im friedlichen Dialog zwischen den Religionen besprochen und gegebenenfalls seitens des Staates geregelt werden. Gewalttätige Auseinandersetzungen seien durch die staatlichen Ordnungsorgane sofort zu unterbinden und in der Begegnung der Religionen zu thematisieren. Roth: „Anhänger von Religionen sind Friedensbringer und nicht Anstifter zu Gewalt oder Gewalttäter.”

Die Sehnsucht des Menschen nach Frieden und die Friedlosigkeit in der Welt stehen laut Roth bis heute in hartem Kontrast zueinander.

Nach seinen Worten haben die Weltreligionen Christentum (2,3 Milliarden), Islam (1,6 Milliarden), Hinduismus (940 Millionen), Buddhisten (460 Millionen), Juden (15 Millionen), andere einschließlich Atheisten (1,5 Milliarden) bei einer Weltbevölkerung von rund 7,3 Milliarden Menschen „nicht immer zur Förderung des Friedens in ihren eigenen Reihen und untereinander beigetragen”. Das sei ein beschämendes Zeugnis bis heute. (m.s.)

Lesen Sie auch den Bericht der SEK-News vom 04.03.2016 ...
 
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