Nachschau - Veranstaltung am 22.08.2017

 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Spionage unter Freunden

Partnerdienstbeziehungen und Westaufklärung der Organisation Gehlen und des BND

 
Referent:

Erich Schmidt-Eenboom

Vorsitzender des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V.
 

am Dienstag, 22. August 2017, 19.30 Uhr
im Forum Wolf Graf von Baudissin
des Zentrums Innere Führung der Bundeswehr
Von-Witzleben-Straße 17, 56076 Koblenz

 

Zur Veranstaltung:

Angela Merkels empörtes Votum, „Spionage unter Freunden – das geht gar nicht“, ist längst zum geflügelten Wort geworden. Das neue Buch des italienischen Journalisten Christoph Franceschini, des dänischen Universitätsprofessors Thomas Wegener Friis und von Erich Schmidt-Eenboom belegt, dass die internationale Geheimdienstkooperation in weiten Teilen von Konkurrenz und Abschottung bestimmt ist. Die Autoren untersuchen das strategische Kalkül der Zusammenarbeit und den beiderseitigen Nutzen. Es werden die frühesten und wichtigsten Partner im Westen von den USA über Großbritannien, Frankreich, Italien, die Schweiz und Österreich sowie skandinavische Staaten ins Auge genommen. Grundsätzlich besteht bei fast allen Partnerdienstbeziehungen unter westlichen Nachrichtendiensten seit Jahrzehnten eine Dichotomie: Bei gleicher oder ähnlicher Interessenlage arbeitet man sorgsam austariert zusammen, beim Aufeinanderprallen unterschiedlicher nationaler Interessen auch mit harten Bandagen gegeneinan-der. In weiten Teilen war und ist die intelligence community der westlichen Staaten von einer Kultur des Misstrauens geprägt. Das Machtgefälle zwischen großen und kleinen Geheimdiensten bestimmte und bestimmt noch heute in vielen Fällen die Kooperation.

Schmidt-Eenboom, der Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V. und aus zahlreichen TV-Dokumentationen und Talkshows als Geheimdienstexperte bekannt, wird in seinem Vortrag die wesentlichen Erkenntnisse aus dem trinationalen Projekt vorstellen und auch auf die Rolle der Bundesregierungen von Konrad Adenauer bis Angela Merkel eingehen.

 
Foto: Forschungsinstitut für Friedenspolitik e.V.
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