Nachschau - Veranstaltung am 25.04.2017

 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Radikalisierung und Militanz:
Salafismus und Dschihadismus
als Herausforderung für Politik und Gesellschaft

 
Referent:

Janusz Biene M.A.

Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
 

am Dienstag, 25. April 2017, 19.30 Uhr
im Forum Wolf Graf von Baudissin
des Zentrums Innere Führung der Bundeswehr
Von-Witzleben-Straße 17, 56076 Koblenz

 

Zur Veranstaltung:

Nicht erst seit den Attentaten des vergangenen Jahres von Hannover, Würzburg, Arnsberg und Berlin ist die Diskussion um Salafismus und Dschihadismus – als Gefahrenpotenzial sowie als Anlaufstelle für Sympathisanten – allge-genwärtig. Bis heute haben sich mehr als 900 Personen aus Deutschland einer dschihadistischen Gruppierung in Syrien oder dem Irak angeschlossen. Jenseits der Sorge über dschihadistische Ausreise und Anschläge sorgen die öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten der salafistischen Szene sowie der beobachtete Zuwachs zur salafistischen Bewegung für Irritationen. In der oft aufgeregten Diskussion um Radikalisierung, religiös begründeten Extremismus und (terroristische) Gewalt verschwimmen dabei mitunter Grenzen zwischen unterschiedlichen Phänomenen, Erklä-rungen und Ansätzen zur Bearbeitung dieser Herausforderungen. Der Vortrag widmet sich ausgehend von einer Einführung in das Themenfeld der Frage, warum sich junge Menschen für abstrakte Ideologien wie politischen Salafismus und Dschihadismus interessieren bzw. wie Radikalisierungsprozesse verlaufen können und wie der Hin-wendung zu religiös begründetem Extremismus vorgebeugt werden kann. Dabei wird der Blick nicht auf sicherheitspolitische Fragen verengt, sondern Salafismus und Dschihadismus als gesellschaftliche Herausforderung Ernst genommen.

Zum Referenten:

Janusz Biene, Friedens- und Konfliktforscher, beschäftigt sich aus praktischer und wissenschaftlicher Perspektive mit Fragen von Radikalisierung, politischer Gewalt und Präventionsarbeit gegen (religiös begründeten) Extremismus. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main hat er u.a. zu transnationaler Kooperation dschihadistischer Gruppen gearbeitet, am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) war er Co-Koordinator des Forschungsverbundes “Salafismus in Deutschland: Forschungsstand und Wissenstransfer”. Zurzeit ist er als Koordinator des Präventionsprojekts “PRO Prävention – gegen (religiös begründeten) Extremismus” des Kreises Offenbach tätig.

 
Foto: Pressefoto HSFK
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