Nachschau - Veranstaltung am 17.10.2016

 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Sicherheitskooperation für Europa –
Anspruch und Wirklichkeit der OSZE

 
Referent:

Oberst a.D. Wolfgang Richter

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik
bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin
 

am Montag, 17. Oktober 2016, 19:30 Uhr

im Hotel Krupp
Poststraße 4, 53474 Bad Neuenahr

 

*****

 
vom 22.10.2016

Von den Grenzen deutscher Außenpolitik

Vortrag: Gesellschaft für Sicherheitspolitik beschäftigte sich mit Möglichkeiten der OSZE

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach
 
Oberst a.D. Wolfgang Richter (links) war von 2005 bis 2009 Leiter des militärischen Anteils der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der OSZE in Wien. Als ausgewiesener Experte berichtete über Anspruch und Wirklichkeit der OSZE. Rechts GSP Sektionsleiter Gerd-Heinz Haverbusch. - Foto: Tarrach

Bad Neuenahr. Die Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland gewinnt immer mehr an Bedeutung und wird von den Bürgern mit großem Interesse verfolgt. Politisch allerdings wird schnell deutlich, wo die Grenzen der Politik liegen, auch als derzeitiger Vorsitzender der OSZE. Das war eines der Ergebnisse eines weiteren Vortags- und Diskussionsabend der Sektion Bad Neuenahr- Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) im Hotel Krupp.

Heinz Haverbusch immer wieder, prominente Fachleute nach Bad Neuenahr einzuladen. Wieder waren es knapp 100 Interessierte, die diesmal gekommen waren, um die Ausführungen von Oberst a.D. Wolfgang Richter, Wissenschaftler der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin zu hören. In einer der schwersten Krisen der europäischen Sicherheitsordnung seit Ende des Kalten Krieges hat Deutschland 2016 mit dem Vorsitz in der Organisation für Zusammenarbeit und Sicherheit in Europa (OSZE) und seinen 57 Mitgliedsstaaten zusätzliche Verantwortung übernommen. Die OSZE, englisch Organisation for Security and Cooperation in Europe, (auch OSCE), ist eine ständige Staatenkonferenz zur Friedenssicherung in Europa. Sie entstand zum 1. August 1975 mit der Schlussakte von Helsinki aus der vormaligen Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE). Die Umbenennung wurde am 1. Januar 1995 wirksam. Doch wie weit liegen angesichts der Geschehnisse in der Ukraine und der Krim Anspruch und Wirklichkeit der OSZE auseinander?

Deutschland will den Vorsitz nutzen, um einen Beitrag zum Dialog zwischen den Staaten, zu erneuertem Vertrauen und damit zu langfristiger Sicherheit in Europa zu leisten. Unter diesem Aspekt ist auch vor wenigen Tagen das Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem französischen Staatspräsidenten Francois Hollande und seinem ukrainischen Kollegen Petro Poroschenko mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin zu sehen.

Referent Wolfgang Richter ist für das Thema „OSZE“ ein ausgewiesener Fachmann und hat viele Jahre im Zentrum des Geschehens gestanden. So war er neben vielen anderen militärischen und politischen Aufgaben von 1999 bis 2005 Abteilungsleiter für globale und europäische Rüstungskontrolle im Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr sowie von 2005 bis 2009 Leiter des militärischen Anteils der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der OSZE in Wien. Als Wissenschaftler ist er seit 2009 Mitarbeiter der SWP in München. So war es ein spannender Abend, der zu vielen Fragen und Diskussionen anregte, aber trotzdem auch viele Fragen unbeantwortet ließ.

 
Nach oben Zurück
Veranstaltungskalender
 

GSP-Veranstaltungskalender

Legende: Termin exportieren - Zur Sektionsseite - Termininfo versenden - Terminerinnerung anfordern - Bei Veranstaltung anmelden