Nachschau - Studienreise 2015

 
 

Sicherheitspolitische Studienfahrt
in die Schweiz

Samstag, 01. bis Donnerstag, 06. August 2015

 

*****

 
vom 12.08.2015

Ein besseres Bild von der Schweiz

Mehrtagesfahrt der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Frankenberg

Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Frankenberg, hat eine mehrtägige Studienfahrt in die Schweiz unternommen. - Foto: pr

Frankenberg/Solothurn. Eine mehrtägige sicherheitspolitische Studienfahrt der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP), führte in die Schweiz. Die Reiseleitung – der stellvertretende Sektionsleiter Manfred Weider und Volker Küster – begrüßten am Samstagmorgen 21 Teilnehmer.

Erstes Ziel war das Festungs-Museum Full-Reuenthal. Dort bekam die Gruppe einen ersten Eindruck, wie die Schweizer denken und handeln, wenn es um die Verteidigung ihres Landes geht: Das System der Milizarmee erwies sich als beeindruckend. Die Festung war eine Stellung, die verhindern sollte, dass deutsche Truppen den Grenzfluss Aare überschreiten.

An der noch vorhandenen Kanone wurden die technischen Leistungen sichtbar. Der Einbau ist so geschickt, dass eine Öffnung des Bunkers kaum größer als das Kanonenrohr, einen Bereich von 180 Grad ermöglicht.

Ausgangspunkt für die verschiedenen Programmpunkte war ein Hotel in Solothurn. Am Sonntag stand zunächst historisches und touristisches Sightseeing an. Mit einer Schifffahrt auf dem Bieler See von Biel nach Erlach genossen die Teilnehmer dann das herrliche Alpenpanorama.

Am Montag begann der sicherheitspolitische Studienteil mit einem Besuch der Militärregion 2 in Bern. Oberst iGst Mark Haggenmüller stellte der Reisegruppe die Militärpolizei vor.

Im Briefingraum der Militärregion 2 in Bern. Vorne rechts Manfred Weider, links daneben Oberst iGst Mark Haggenmüller, Kommandant Militärregion 2, Bern. - Foto: pr

Danach wurden in der Praxis Aufgaben der Militärpolizei gezeigt - wie etwa das Arbeiten mit Diensthunden zum Aufspüren von Drogen und zum Personenschutz, ein Einsatz eines VIP-Konvosi, ein Einsatz der Militärpolizei bei Unfällen mit Soldaten und die Präventionsarbeit in der Armee zur Vermeidung von Drogen- und Alkoholmissbrauch. Zum Mittagessen bei den Streitkräften fuhr die Gruppe nach Thun zum Kommando Lehrverband Panzer und Artillerie. Im Anschluss stellte Oberst iGSt Hans Jörg Diener den Lehrverband vor.

Das Miliz-System sieht vor, dass jeder männliche Schweizer, der 18 Jahre alt und tauglich ist, in 21 Wochen zu einem feldverwendungsfähigen Soldaten ausgebildet wird. Danach muss er bis zum 30. Lebensjahr jedes Jahr vier Wochen üben. Frauen können freiwillig in der Armee dienen. Nach einer Einweisung wurde das mechanisierte Ausbildungszentrum besichtigt. Dort wird an Simulatoren sowohl der einzelne Soldat ausgebildet, aber auch Gruppen, Züge und Kompanien im Zusammenwirken. Den Abschluss des Tages bildetete das Panzermuseum.

Am Dienstag führte der Weg erneut nach Thun. Ziel war der Rüstungsbetrieb RUAG. Das Kommunikationssystem „Tetrapol", ein System für Militär, Polizei und andere staatliche Stellen, stand dort im Mittelpunkt. Ebenso wie ein Multilaser-Protector - ein Schutzsystem gegen Laserangriffe. Eine Stadtführung schloss sich der Besichtigung an.

Die Schweizer Hauptstadt Bern stand am Mittwoch auf dem Programm. Die Führung durch das Parlamentsgebäude war auch eine Einführung in das Staatswesen der Schweiz. Manfred Weider gelang es, Nationalrat Roland Borer für ein einstündiges Gespräch im Anschluss an die Führung zu gewinnen. Der Nachmittag begann mit einer Führung durch die Hauptstadt.

Die Reisegruppe im Ständesaal im Parlamentsgebäude in Bern. - Foto: pr

Die Rückreise am Donnerstag mit einer Pause in Baden-Baden schloss die Reise ab. Zum Gelingen der Fahrt trug auch das hervorragende Wetter bei. Die Teilnehmer waren beeindruckt von der Offenheit und Informationsdichte an den einzelnen Stationen der Reise. - (r)

 
Nach oben Zurück
Veranstaltungskalender
 

GSP-Veranstaltungskalender

Legende: Termin exportieren - Zur Sektionsseite - Termininfo versenden - Terminerinnerung anfordern - Bei Veranstaltung anmelden