Nachschau - Veranstaltung am 25.02.2015

 
 

"Die Stadt Strausberg und das Militär – 1714 bis 2014"

Besuch der Sonderausstellung im Heimatmuseum Strausberg

Von Wolfgang Krieger
Heimatmuseum Strausberg - Foto: Kvikk/Wikipedia - Lizenz: CC BY-SA 3.0

Am 25 Februar 2015 folgten 20 Personen der Einladung der GSP-Sektion Strausberg / Königs Wusterhausen und es Deutschen Bundeswehr Verbandes zum Besuch der Sonderausstellung.

775 Jahre Stadt Strausberg, 300 Jahre Garnisonstadt, 25 Jahre Bundeswehr in Strausberg erinnern an eine wechselvolle Geschichte der märkischen Kleinstadt als Garnisonstadt.

Führung durch die Sonderausstellung im Heimatmuseum Strausberg - Foto: privat

Im Jahr 1714 wird eine Kompanie des 23. Infanterieregiments des Brandenburgisch - Preußischen Heeres in Strausberg stationiert. Nach dem Siebenjährigen Krieg und dem Friedensschluss von Hubertusburg 1763 wurde Strausberg mit Einheiten eines Feldartillerieregiments belegt.

Nach dem Sturz Napoleons und dem Friedensabkommen mit Frankreich weilten noch die 1. und 2. Garde-Invalidenkompanie, ein Bataillon des Landwehr-Infanterieregiments 20 und das Füsilierbataillon des Infanterieregiments 60 in der Stadt. Mit dem Abzug der letzten Truppen der Infanterieregimenter 20 und 24 im Jahre 1894 trat eine Pause von über vierzig Jahren ein.

Im Jahre 1936 begannen die Bauarbeiten für einen Militärflugplatz im Norden der Stadt. Am 1. Oktober 1939 wurde eine Fliegerhorstkommandantur Strausberg gebildet und die Aufklärungsgruppe des Generals der Luftwaffe beim Oberbefehlshaber des Heeres nach Strausberg verlegt. Ab 1940 wurde Strausberg zum Aufstellungsort der III. Gruppe des Jagdgeschwaders 52.

Nach 1945 wurden die Liegenschaften durch die Sowjetarmee genutzt.

Mit der Ansiedlung des Ministeriums für Nationale Verteidigung und des Kommandos der Luftstreitkräfte / Luftverteidigung während der DDR-Zeit hat sich Strausberg wesentlich verändert. Es entstanden viele neue Wohngebiete mit der dazugehörigen Infrastruktur.

Stabsgebäude der Hauptnachrichtenzentrale des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR - Foto: „Luftbild 2“ von alpha Luftbild GmbH Pohl - jobakampe / Wikipedia. Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

Besonders hervorgehoben wird die Haltung der Angehörigen der NVA im Jahre 1989. Am 20. Juli 1989 wurde die NVA neu vereidigt. Diese Armee und ihre Führung haben der ersten frei gewählten Regierung loyal gedient und ist am 2.Oktober1989 mit der Übergabe der Verantwortung friedlich abgetreten.

Dazu ein Zitat von Harry Thürk: „Die NVA hat... weder im Kampf verloren, noch hat sie aufgegeben – sie hat auf Weisung der Politik die Waffen niedergelegt. Das lässt sie eine Truppe sein, die ihre Pflicht vorbildlich erfüllt hat. Nur, dass das gegenwärtig niemand so recht hören will - das wird sich wandeln.“

Die Wiedervereinigung Deutschlands und die damit verbundene Auflösung der NVA war deshalb eine deutliche Zäsur.

Die Geschichte Strausbergs als wichtige Garnisonstadt wurde auch nach 1990 durch die Bundeswehr fortgeschrieben.

In die Liegenschaft in Strausberg Nord zog die Wehrbereichsverwaltung ein, das ehemalige Tagungszentrum wurde von der Akademie der Bundeswehr für Kommunikation und Information übernommen und in der Barnim-Kaserne im Süden der Stadt waren verschiedene Truppen der Bundesluftwaffe stationiert.

Ein großer Gewinn für Strausberg war die Entscheidung des BMVg, das Kommando Heer von Bonn und Koblenz nach Strausberg zu verlegen.

Die Sonderausstellung schließt mit der Namensgebung der Liegenschaft in Strausberg Nord durch den Inspekteur des Heeres Generalleutnant Kasdorf in „von Hardenberg-Kaserne“ am 23. August 2014.

Das Leben der Garnison wird bildlich und durch zahlreiche Dokumente, Uniformen, Orden und Waffen ergänzt.

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