Die Corona-Krise und die globale Ordnung

Die Corona-Krise und die globale Ordnung

Als eine Folge der vom Coronavirus ausgelösten Dynamiken wird sich die globale Ordnung verändern – auch wenn die Richtungen dieser Veränderungen heute noch nicht klar absehbar sind. Globale Kooperation könnte Schaden nehmen, weil Staaten einander nicht mehr trauen und mit der Krisenbewältigung zu Hause beschäftigt sind. Sie könnte aber auch zunehmen, weil die Krisenbewältigung gemeinsam effizienter ist und weil die gemeinsame Erfahrung des Coronavirus ein neues verbindenden Band für eine Weltgesellschaft und damit auch für Weltpolitik darstellt, meint Dr. Ulrich Speck.

Weitere Informationen zur Corona-Krise und der globalen Ordnung finden Sie hier im

GSP-EINBLICK #3 - Mai 2020

Letzte News

  • 27May
    Weltordnung, Pandemien und Sicherheitspolitik

    Nur wenige in Wissenschaft und Politik hatten erwartet, dass eine Pandemie die Welt derart durchschüttelt, wie wir es im Jahr 2020 erleben müssen. Wie verändert Corona internationale Politik? Die grundlegenden Strukturmerkmale der internationalen Politik und die Gesetzmäßigkeiten und Logiken werden sich aller Voraussicht nach nicht fundamental verändern. Die vor der Krise gültigen Strategien müssen kritisch hinterfragt werden – ohne allerdings zu erwarten, dass internationale Politik…

  • 18May
    Grundsatzvortrag zur Pandemie und Sicherheitspolitik

    GSP Präsident Prof. Johannes Varwick erläutern in einem Grundsatzvortrag zum Thema "Failure could set the world on fire: Weltordnung, Sicherheitspolitik und Corona“ die internationalen Aspekte der Corona-Krise. Seine These: Die grundlegenden Strukturmerkmale der internationalen Politik und die Gesetzmäßigkeiten und Logiken werden sich nicht fundamental verändern. Die vor der Krise gültigen Strategien müssen kritisch hinterfragt werden – ohne allerdings zu erwarten, dass internationale Politik…

  • 13May
    Nichtverbreitung von ABC-Waffen: Die tiefe Krise des Multilateralismus

    Zentrale multilaterale Abkommen der Abrüstungs- und Nichtverbreitungspolitik sind in den vergangenen Jahren massiv unter Druck geraten. Die Gefahren, die von atomaren, biologischen und chemischen Waffen ausgehen, sind jedoch erheblich und sollten auch angesichts der Corona-Pandemie nicht aus dem Blick der internationalen Politik geraten. Deutschland sollte sich gemeinsam mit seinen Partnern auf weitere Kärrnerarbeit mit dem Ziel der Bewahrung und Stärkung dieser Regime einstellen.

  • 11May
    Die neue nukleare Frage – eine Antwort auf Rolf Mützenich

    Nach dem Interview von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich im Tagesspiegel vom 3. Mai dieses Jahres ist deutlich geworden, dass es in der deutschen Politik wieder ein Kernwaffenthema gibt. Mützenich will, dass Deutschland aus der nuklearen Teilhabe der NATO aussteigt und er begründet dies mit angeblich einschneidenden und gefährlichen Veränderungen in der amerikanischen Nuklearstrategie sowie damit, dass die nukleare Teilhabe ein Relikt aus dem Kalten Krieg und militärisch ohnehin obsolet sei. In…

  • 09May
    Geopolitik in der Pandemie: Verschiebt sich das Machtgefüge?

    Interview von Andreas Noll mit Prof. Dr. Johannes Varwick.

    Zum Interview

     

  • 07May
    Eva Högl zur neuen Wehrbeauftragten gewählt

    Mit der Wahl von Dr. Eva Högl (SPD) am 7. Mai zur „Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages“ wird zum zweiten Mal eine Frau dieses Amt übernehmen. Sie löst Dr. Hans-Peter Bartels (SPD) ab, der nach fünfjähriger Amtszeit von seiner Fraktion nicht zur Wiederwahl vorgeschlagen worden war.

    Eva Högl, am 6. Januar 1969 in Osnabrück geboren, machte 1988 Abitur, studierte Rechtwissenschaften an den Universitäten Osnabrück und Leiden (NL) und promovierte 1997.

    2009 erfolgt ihre Wahl in den Bundestag.…

  • 29Apr
    Corona-Krise als Wendepunkt: Weltpolitik und die Ukraine

    Wie wird die weltpolitische Ordnung nach der Corona-Krise aussehen? Die beiden Autoren wagen eine umfassende Prognose welche geopolitischen Auswirkungen die Pandemie auf das internationale System sowie die Stellung der Ukraine darin haben wird. Für die Ukraine steht besonders viel auf dem Spiel. Die Krise birgt für das Land jedoch auch die Chance von der Peripherie ins Zentrum internationaler Entscheidungsfindung zu rücken. Im Gegensatz zu anderen Autoren sehen Klimkin und Umland keine…

  • 25Apr
    Handschlag auf der Elbebrücke von Torgau

    Von Peter E. Uhde

    Vor 75 Jahren, am 26. April 1945, reichten sich drei amerikanische und drei sowjetische Soldaten auf der gesprengten Elbebrücke die Hände. Das Foto vom historischen Handschlag hat sich ins kollektive Gedächtnis der Nachkriegsgeneration eingeprägt. Das Foto erschien am 27./28. April auf den Titelseiten vieler Londoner Zeitungen und der New York Times. Damit ging die Stadt an der Elbe, etwa 50 Kilometer nordostwärts von Leipzig, in die Geschichte ein.

    Das Foto ist keine…

  • 23Apr
    Die Corona-Krise und die globale Ordnung

    Als eine Folge der vom Coronavirus ausgelösten Dynamiken wird sich die globale Ordnung verändern – auch wenn die Richtungen dieser Veränderungen heute noch nicht klar absehbar sind. Globale Kooperation könnte Schaden nehmen, weil Staaten einander nicht mehr trauen und mit der Krisenbewältigung zu Hause beschäftigt sind. Sie könnte aber auch zunehmen, weil die Krisenbewältigung gemeinsam effizienter ist und weil die gemeinsame Erfahrung des Coronavirus ein neues verbindenden Band für eine…

  • 20Apr
    GSP-Ehrenpräsidentin Claire Marienfeld-Czesla wird 80

    von Peter E. Uhde

    Am 30. März 1995 hatte der Deutsche Bundestag die Abgeordnete Claire Marienfeld (CDU) mit 459 gegen 139 Stimmen bei 46 Enthaltungen und 2 ungültigen Stimmen zur Wehr-beauftragten gewählt. Erstmalig seit 1959 wurde eine Frau mit diesem Amt betraut. Sie übernahm am 28. April die Amtsgeschäfte, sieben Tage nach ihrem 55. Geburtstag und wurde am 11. Mai im Bundestag vereidigt. Ihre Wahl war nur möglich geworden, weil das Wehrbeauftragten Gesetz 1990 geändert worden war. Bis dahin…