Die GSP seit 15. Mai 2019 unter neuer Führung

Die GSP seit 15. Mai 2019 unter neuer Führung

v. li. nach re.: GenLt a.D. Lahl, Prof Dr. Johannes Varwick (Präsident) , Sts Dr. Peter Tauber, GenLt a.D. Richard Rosmanith. Es fehlen die Vizepräsidenten Dr. Manuela Scheuermann und MdB Peter Müller.

Die ‚Gesellschaft für Sicherheitspolitik‘ (GSP) hat auf ihrer Bundesversammlung am 15. Mai 2019 einen neuen Bundesvorstand gewählt.

In Nachfolge von MdB a.D. Ulrike Merten, die nach neun Jahren nicht mehr für das Amt kandidierte, wurde Prof. Dr. Johannes Varwick zum Präsidenten der Gesellschaft gewählt. Varwick ist Inhaber des Lehrstuhls für internationale Beziehungen und europäische Politik an der Universität Halle-Wittenberg und einer der führenden deutschen sicherheitspolitischen Experten. Er berät Bundesministerien, internationale Organisationen und Parteien zu sicherheitspolitischen Fragen. Zu Vizepräsidenten der Gesellschaft wurden die Bundestagsabgeordneten Reinhard Brandl und Alexander Müller, Generalleutnant a.D. Kersten Lahl, Generalleutnant a.D. Richard Roßmanith, die Politikwissenschaftlerin Dr. Manuela Scheuermann von der Universität Würzburg sowie der Parlamentarische Staatsekretär im Bundesministerium der Verteidigung, Dr. Peter Tauber gewählt.

Sicherheitspolitik habe zwar Konjunktur, so Varwick, aber dieses Politikfeld in der breiten Öffentlichkeit noch nicht die Aufmerksamkeit, die seiner Bedeutung entspreche. „Ich freue mich auf diese wichtige Aufgabe und danke der Bundesversammlung für das Vertrauen“, so Varwick. „Gemeinsam mit dem neuen Bundesvorstand und den vielen aktiven ehrenamtlichen Funktionsträgern in ganz Deutschland möchten wir dazu beitragen, dass Sicherheitspolitik gehaltvoll, sachlich und kontrovers diskutiert wird“. Um diesen Zweck zu erfüllen, müsse die GSP zugleich für breitere Teile der Gesellschaft interessant sein bzw. stärker interessant werden. Sie müsse dazu auch jünger, weiblicher und vielfältiger werden – ohne bisherige Kernmilieus zu verprellen, so Varwick. „Wir müssen weiter über neue Wege und Formate der sicherheitspolitischen Bildungsarbeit nachdenken, diese im Dialog mit den Sektionsleitern und Landesvorsitzenden entwickeln und dann konsequent umsetzen. Der Weg der Erneuerung sollte konsequenter angegangen werden und „an manchen Stellen muss die GSP auch experimentierfreudiger werden“. Der Aufbau eines Weiterbildungsangebotes für Sektionsleiter, die Verbreiterung der Finanzbasis und eine verbesserte interne und externe Kommunikation seien die drei wichtigsten Aufgaben für das neue Präsidium. Als die älteste und größte sicherheitspolitische Bildungsinstitution Deutschlands mit bundesweit rd. 6000 Mitgliedern in etwa 90 Sektionen habe die GSP dafür eine gute Basis.

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