Sektion Fulda

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Mittwoch, 23.02.2022 - 09:25

„Russische Welt“, „Neurussland“ oder Ukraine? -Historisch-politische Hintergründe zum Russland–Ukraine - Konflikt

VERANSTALTUNG FÄLLT LEIDER AUS, WEIL DER REFERENT AUFGRUDN DER POLITISCHEN LAGE NICHT VERFÜGBAR IST.

Schülerveranstaltung in Kooperation mit der Rabanus Maurus-Schule (Domgymnasium)
Vortrag und Diskussion

Der massive Truppenaufmarsch der Russischen Föderation an östlichen, südlichen und nördlichen Grenzen der Ukraine stellt die größte militärische Bedrohung für die unabhängige Ukraine seit der Krim-Annexion dar.
Sowohl die Annexion der Krim als auch die russische Aggression in der Ostukraine (Donbas) wurden von Vladimir Putin mit dem identitätspolitisch aufgeladenen Begriff Neurussland und der mit ihm verknüpften geopolitischen Konzeption „Russische Welt“ legitimiert. In einem Aufsatz zur Geschichte der Ukraine im Sommer 2021 spricht Putin von Russen und Ukrainern als ‚einem Volk‘ und spricht der Ukraine de facto ab, ein voll souveräner Staat zu sein.
Tatsächlich ist die Vorstellung von „Neurussland“, das die Einheit von Russen und Ukrainern untermauern soll, eine autoritäre Identitätsbehauptung russischer Eliten: sie ignoriert weitgehend den Prozess einer eigenständigen Nationsbildung der Ukrainer, um Ansprüche des Kremls auf ukrainische Territorien oder die Unterordnung der Ukraine in die Einflusssphäre Russlands zu legitimieren.
Ausgehend von einer Analyse der Begriffe „Neurussland“ und „Russische Welt“ wird Wilfried Jilge die historischen Hintergründe und Ursachen des Russland-Ukraine-Konfliktes erläutern.
Die Wiedereingliederung der Ukraine in seinen Hegemoniebereich spielt für den Kreml eine Schlüsselrolle bei der Etablierung seiner Einflusszone in Osteuropa und der erweiterten Schwarzmeerregion; daher wird auch nach der Bedeutung dieser gegen den Westen gerichteten Politik für die europäische Sicherheitsarchitektur gefragt.


Referent: Wilfried Jilge , Osteuropaexperte am Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) in Berlin

  • Seit Januar 2021 Mitarbeiter am Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) in Berlin.
  • Arbeitsfelder: u.a. Ausarbeitung von Analysen und Empfehlungen zur Vermittlung im russisch-ukrainischen Kon-flikt im Kontext des Minsker Prozesses und des Normandie-Formats
  • Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a.: Geschichte der ukrainischen Nationsbildung, Erinnerungskulturen in der Ukraine, Analyse geopolitischer Konzepte des postsowjetischen Russlands.
  • Wilfried Jilge ist Associate Fellow bei der Deutschen Ge-sellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und war dort 2016 bis 2018 Mitarbeiter mit dem Schwerpunkt der Erforschung der Zeitgeschichte und heutigen Politik Russlands und der Ukraine.
  • Von 2018 bis 2021 hat er sich als Mitglied der Experten- und Strategiegruppe „Schlüsselstaaten“ des Projekts „Strategien für die EU-Nachbarschaft“ der Bertelsmann Stiftung intensiv mit der Politik Russlands in den Nach-barschaften der EU befasst.
  • Seit Gründung im Jahr 2005 ist er Mitglied der Steuerungsgruppe der ukrainisch-deutschen NGO-Plattform „Kiewer Gespräche“, dem größten deutsch-ukrainischen zivilgesellschaftlichen Netzwerk in Deutschland.
  • Seit 2019 unterstützt er als Experte das zivilgesellschaftliche Netzwerk „CivilM+“, das sich für eine Lösung des russisch-ukrainischen Konflikts in der Ostukraine (Don-bas) einsetzt.
  • Wilfried Jilge hat im Rahmen seines Studiums der Osteuropäischen Geschichte, Slavistik und Volkswirtschaft sein Auslandssemester auf der Halbinsel Krim/Ukraine verbracht und mehrere Jahre in Kiew und Moskau gelebt und geforscht.
    Er spricht fließend Ukrainisch und Russisch.
Ort: Rabanus-Maurus-Schule (Domgymnasium) - Magdeburger Straße 78 , 36037 Fulda
Organisator: Herr Oberstleutnant d.R. Michael Willi Trost , Beauftragter GSP-Informationsfahrten informationsfahrten.fulda@gsp-sipo.de
Schimmelstraße 12, 36043 Fulda  0661 / 402882


Mit freundlichen Grüßen

Michael Trost
Sektionsleiter

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